So verabschieden Sie sich als Gast und Gastgeber*in stilsicher

So verabschieden Sie sich als Gast und Gastgeber*in stilsicher

Liebe Leserin und lieber Leser,

ein stilvolles Verabschieden ist nicht einfach. Egal, ob man als Gastgeber sich von Gästen verabschieden möchte, die partout kein Ende finden wollen oder ob man als Gast ein stilvolles Verabschieden auch dazu nutzen will, sich beim Einladenden zu bedanken, wie es sich gehört, um damit auch in guter Erinnerung zu bleiben.

„Wer im Verkehr mit Menschen die Manieren einhält, lebt von den Zinsen. Wer sich über sie hinwegsetzt, greift sein Kapital an.“ (Hugo von Hoffmannsthal)

Das stilsichere Verabschieden in der Rolle als Gastgeber

Die nächste Firmenfeier wie die Weihnachtsfeier oder das Sommergrillfest kommt bestimmt. Und nicht nur dort stellt man sich als Gastgeber oft die Frage, wie man bei bestimmten Situationen souverän und gelassen reagiert. Und natürlich auch wie das stilsichere Verabschieden von Gästen am besten erfolgt, ohne dass man dabei die Contenance verlieren muss und ohne dass man die Gäste brüskiert.

Deswegen erhalten Sie nachfolgend meine fünf wichtigsten Tipps, wie Ihnen ein elegantes, angemessenes und stilvolles Verabschieden  von Gästen gelingen kann:

Schritt Nr. 1 „Bedanken Sie sich bei Ihren Gästen“

Bedanken Sie sich am Ende des Abends für das Kommen Ihrer Gäste und dass diese sich die Zeit für dieses Beisammensein genommen haben. Fassen Sie den Abend als Rückblick noch einmal zusammen und teilen Sie Ihren Gästen mit, dass Sie sich schon jetzt auf die nächste Veranstaltung freuen. Sprechen Sie dabei bewusst in der Vergangenheit („mir hat der Abend mit Euch viel Spaß gemacht“), um durch die Blume mitzuteilen, dass der Event jetzt beendet ist.

Schritt Nr. 2 „Geben Sie einen letzten Drink aus“

Spendieren Sie noch eine letzte Runde, welche sozusagen „auf´s Haus“ geht und teilen Sie Ihren Gästen dann gezielt mit, dass Sie sich jetzt um die Rechnung kümmern.

Das sollte bei Menschen mit Takt und Stil der geheime Wink sein, dass es an der Zeit ist, sich vom Gastgeber zu verabschieden und aufzubrechen.

Foto-Credit: Adobe Stock 2755275666, eigener Account über jkp@gekonnt-wirken.de

Schritt Nr. 3 „Bleiben Sie ehrlich und sagen Sie, warum es jetzt Zeit ist zu gehen“

Einige Gäste nehmen sich bewusst oder unbewusst oft viel Zeit und reservieren sich wichtige Termine erst später am Morgen.

Falls Sie aus terminlichen Gründen sehr früh aufstehen oder früh raus müssen, teilen Sie das Ihren Gästen ehrlich mit. Oftmals lassen wir uns aus Angst vor Ablehnung hinreißen, die Veranstaltung länger als geplant durchzuführen, weil wir nicht „Nein“ sagen können.

Mein Tipp: Fragen Sie selbstbewusst und humorvoll: „Was haben Sie morgen so alles vor?“ Auf die Antwort der Gäste, falls diese mehr Zeit als Sie eingeplant haben, sagen Sie einfach: „Ich muss leider sehr früh raus.“

Gäste, welche aktiv Zuhören können und Empathie haben, verstehen das. Und nutzen die Gunst der Stunde nicht aus, um sich weiterhin auf Kosten des Gastgebers zu amüsieren.

Schritt Nr. 4 „Taxi bestellen lassen und damit die Runde auflösen“

Wenn Tipp Nr. 3 nicht geholfen hat, dann fragen Sie im nächsten Schritt einfach, ob jemand ein Taxi benötigt oder abgeholt wird.

Sprechen Sie dann auch ehrlich an, dass Sie die schöne Runde und den gemütlichen, wertvollen Abend jetzt auflösen möchten.

Seinen Sie gerne bestimmend behilflich und bieten Sie an, ein Taxi zu organisieren. So kann jeder, der den Service in Anspruch nimmt, sich langsam verabschieden und seinen Mantel holen.

Schritt Nr. 5 „Holen Sie die Mäntel und verabschieden Sie sich“

Falls Ihre Gäste es dann immer noch nicht verstanden haben, kein Taxi brauchen und auch keine Anstalten machen, zu gehen, empfehle ich Ihnen, dass Sie langsam aber sicher den Abend (für sich) beenden.

Und verabschieden Sie Gäste, die noch immer nicht gehen wollen mit einem gezielten Hinweis „Jetzt ist es wirklich schon sehr spät geworden, ich muss mich jetzt leider von Ihnen verabschieden. Ich wünsche noch einen schönen Abend, bitte vergesst die Mäntel nicht, die ich vorsorglich mitgebracht habe“.

Gute Nacht Freunde – das stilvolles Verabschieden als Gast

Wer die Etikette kennt, weiß, dass Gäste sich spätestens 15 Minuten nach dem Espresso oder Digestif verabschieden.

Viele Menschen haben diese Spielregel der Etikette aber leider nie richtig gelernt oder haben sie vergessen. Oder haben einfach keinen Anstand.

Ich könnte jetzt viel darüber schreiben, wie Sie sich als Gast stilvoll von Ihrem Gastgeber verabschieden. Wie Sie dabei Ihre Wertschätzung für die Einladung ausdrücken und dafür die richtigen Worte finden.

Eines der besten Beispiele dazu habe ich wie so oft in der Kunst – in der Musik – gefunden. Mit dem Song „Gute Nacht Freunde“ von Inga & Wolf, welche diesen Song schon 1972 komponierten. Ein Text-Auszug daraus:

Gute Nacht, Freunde
Es wird Zeit für mich zu geh’n.
Was ich noch zu sagen hätte
Dauert eine Zigarette
Und ein letztes Glas im Steh’n.

Für den Tag, für die Nacht unter eurem Dach habt Dank!
Für den Platz an eurem Tisch, für jedes Glas, dass ich trank
Für den Teller, den ihr mit zu den euren stellt
Als sei selbstverständlicher nichts auf der Welt.

Habt Dank für die Zeit, die ich mit euch verplaudert hab‘
Und für Eure Geduld, wenn’s mehr als eine Meinung gab.
Dafür, dass ihr nie fragt, wann ich komm‘ oder geh‘
Für die stets offene Tür, in der ich jetzt steh‘.

Für die Freiheit, die als steter Gast bei euch wohnt
Habt Dank, dass ihr nie fragt, was es bringt, ob es lohnt.
Vielleicht liegt es daran, dass man von draußen meint
Dass in euren Fenstern das Licht wärmer scheint.

Gute Nacht, Freunde
Es wird Zeit für mich zu geh’n
Was ich noch zu sagen hätte
Dauert eine Zigarette
Und ein letztes Glas im Steh’n.

Und es ist ganz komisch. Immer wenn ich dieses Lied höre, bekomme ich automatisch nasse Augen. Vielleicht auch deswegen, weil mich dieses Lied immer daran erinnert, wie ich mich schon von lieben Menschen für immer verabschieden musste. Und vielleicht auch, weil es mich daran erinnert, dass auch wir einmal gehen müssen. Und wir uns generell viel zu wenig bei unseren guten Freunden für die gute Zeit miteinander bedanken….

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Umsetzen meiner Tipps.

Ihre Knigge-Expertin Janine Katharina Pötsch

F

Mein Fazit: Das stilsichere und taktvolle Verabschieden ist wie der letzte Eindruck. Und der letzte Eindruck bleibt oft länger bestehen als der erste Eindruck.

💎 Möchten Sie mehr über das stilsichere Verhalten als Gastgeber oder Gast beim Lunch oder Dinner erfahren? 💎

Gerne unterstütze ich Sie als Young Professional, leitender Angestellter oder angehende Führungskraft und/oder Ihre Mitarbeiter*innen selbstbewusst, stilsicher und kompetent auf jedem Business-Level (Online, auf Fotos oder auf der Bühne) als Personen-Marke, Persönlichkeit oder Markenbotschafter zu glänzen.

Sprechen Sie mich gerne an, wenn Sie Interesse an einem Moderierten Business Knigge Dinner Event“ oder an meinem exklusiven Privattraining „Knigge Dinner“ an einem Familien-Knigge-Training mit Restaurant-Knigge haben.

Vereinbaren Sie jetzt ein unverbindliches Kennenlern-Gespräch!

Ich freue mich auf Sie!
Ihre Janine Katharina Pötsch

PS: Möchten Sie mich und meine Arbeit zunächst besser kennenlernen? Dann melden Sie sich gerne für meine monatlichen Image-Impulse an.

Fotocredit: Adobe Stock 250735083

So gehen Sie sicher mit den „Duzen“ und „Siezen“ im Business um

So gehen Sie sicher mit den „Duzen“ und „Siezen“ im Business um

Liebe Leserin und lieber Leser,

das vorschnelle englische „Du“ gehört im Business – gerade in englischsprachigen Unternehmen inzwischen teilweise zum guten Ton und zum Wir-Gefühl dazu. Im amerikanisch geprägten Kultur- und Geschäftsbereich gehört das „Du“ einfach zur Firmenphilosophie. In Startup Unternehmen, in sozialen Berufen und in der Medienbranche ist das „Du“ auch ein Teil des guten Tons im miteinander. In konservativen Branchen sowie im Umgang mit Kunden aus der Babyboomer Generation wie auch im Umgang mit Werten und wertvollen Dingen finde ich das „Sie“ als Eintrittskarte in eine Geschäftsbeziehung immer noch am besten.

Sind Sie beim „Duzen“ oder „Siezen“ schon mal in ein Fettnäpfchen getreten, oder fühlen Sie sich manchmal selbst mit einem schnellen „Du“ überrumpelt?

Ich persönlich bin als Lady vielleicht etwas konservativ und möchte eine Person zunächst besser kennenlernen, bevor ich nach einem guten Gefühl und einer aufgebauten Beziehung zum „Du“ übergehe. Klar ist das old-school, weil mir alte Werte und Sitten wichtig sind.

„Einfühlungsvermögen ist das Vermögen, das sich am besten verzinst.“ (Günther Radtke)

Gerade in der heutigen schnelllebigen Zeit und mit den Möglichkeiten von Social Media erlebe ich es sehr oft, dass immer mehr Menschen kein ehrliches Interesse an ihrem Gegenüber haben. Sie wollen oft keine Zeit investieren, die andere Person besser kennenzulernen und denken dann, „Hey duzen ist doch unkomplizierter“. Aber ist das wirklich so und wie können Sie selbst Ihre eigenen Regeln aufstellen?

Tipp Nr. 1 „So sprechen Sie ein „Du“ Angebot aus oder bieten das „Du“ stilsicher an“

Im Business zählt dazu weiterhin die entsprechende Hierarchie. Also der Chef oder der Kunde bietet dem Mitarbeiter oder dem Lieferanten das „Du“ an.

Wenn Sie selbst ein „Du“ anbieten möchten, stellen Sie sich einfach folgende Fragen:

  • Warum möchte ich die Person duzen und fühle ich mich wirklich wohl dabei?
  • Wird das Arbeitsklima und / oder die Zusammenarbeit dadurch erheblich verbessert?

Das ist jedoch oft nicht so leicht, denn viele Menschen wissen einfach nicht, wie das „Du“ richtig angeboten wird.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie im Business gerne per Du sein möchten, machen Sie es einfach wie folgt: „Guten Tag, wir kennen uns ja schon länger und verstehen uns gut. Ich fände es schön, wenn wir uns duzen. Ich bin die Janine“. Das kommt auf jeden Fall besser an, als „Du kannst mich gerne duzen“. Denn Ihr Gegenüber weiß oft nicht, wie Sie mit Vornamen heißen. Nutzen Sie im Businessbereich auch noch den Nebensatz „Wenn Sie lieber beim Sie bleiben wollen, habe ich dafür natürlich Verständnis.“

Denken Sie jedoch daran, dass ein einmal offiziell ausgesprochenes „Du“ für immer gilt. Warten Sie deshalb im Zweifelsfall besser ab, bis Sie Ihren Kollegen oder Geschäftspartner besser kennen und beide eine vertrauensvolle Beziehung aufgebaut haben, bevor Sie zum „Du“ übergehen.

Tipp Nr. 2 „So lehnen Sie das „Du“ Angebot höflich ab“

Oftmals kommen Sie mit einem schnellen „Du“ nicht zurecht oder Sie fühlen sich überrumpelt.

Natürlich dürfen Sie das auch ablehnen. Machen Sie das bitte höflich und wertschätzend und begründen Sie Ihr Verhalten, wie zum Beispiel „Vielen Dank für Ihr „Du“ Angebot, im Business möchte ich aber gerne beim „Sie“ bleiben. Ich komme gerne später darauf zurück.“

Oder: „Ihr Du Angebot ehrt mich sehr. Ich hoffe, es ist in Ordnung für Sie, wenn wir trotzdem beim Sie bleiben.“

Foto-Credit: Adobe Stock 2755275666, eigener Account über jkp@gekonnt-wirken.de

Tipp Nr. 3 „So kommen Sie geschickt vom „Du“ zum „Sie“ zurück“

In Feierlaune beim Oktoberfest oder auf der Weihnachtsfeier rutscht einem schon einmal ein schnelles „Du“ heraus.

Bleiben Sie am nächsten Tag als Rangniederer auf jeden Fall beim „Sie“ und warten Sie ab, bis der Ranghöhere das „Du“ von selbst wieder aufgreift. Im Zweifelsfall fragen Sie einfach nach, ob das Feierabend „Du“ auch weiterhin im Büro gelten kann.

Tipp Nr. 4 „So setzen Sie das „Du“ unter Kollegen stilsicher in Kundenmeetings ein“

In Meetings herrscht oft eine Atmosphäre zwischen „Du“ unter Kollegen und dem „Sie“ unter Kunden und Geschäftspartnern. Achten Sie hier bitte darauf, dass Sie Ihre Kollegen nicht plump anreden.

Mein Tipp: Nutzen Sie hier am besten das Münchner Du „Herr Meier kannst du bitte Herrn Müller die Präsentation noch einmal zeigen?“ Oder das Hamburger/Amerikanische Sie „Janine können Sie bitte…“  Gerade wenn wichtige Geschäftspartner mit im Raum sitzen, ist es wichtig, dass vorab eine offizielle Vorstellungsrunde einher geht, sodass die Gesprächspartner immer wissen, wie diese die andere Person wertschätzend in der „Sie“ Form ansprechen können.

In Seminaren im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung oder mit Auszubildenden frage ich meine Teilnehmer*innen am Anfang, was für Sie angenehmer ist. Hier ist das wertschätzende „Du“ im kleinen Raum die beste Gelegenheit, um einen offenen Raum zu schaffen und um die Inhalte gemeinsam besser zu bearbeiten.

Wenn ich Trainings in Englisch halte, wo das „You“ an der Tagesordnung ist, verwende ich zur Auswertung und zur weiteren Planung im Abschlussgespräch mit meinem oft deutschsprachigen Auftraggeber dann wieder das „Sie“. Wenn mein* Kunde/Kundin mir weiterhin das „Du“ im persönlichen Gespräch anbietet, bleibt es natürlich dabei.

Tipp Nr. 5 „Stellen Sie Ihre eigenen Regeln auf“

Viele Menschen lieben inzwischen das „Du“ und andere sind eher traditionsbewusster und möchten jemanden besser kennenlernen, bevor sie vom Sie zum Du übergehen. Grundsätzlich ist das immer eine Frage der persönlichen Einstellung.

Passen Sie sich am besten an Ihr Umfeld und Ihrem persönlichen Wohlfühlgefühl an. Ich sieze auch oft Personen in Kreisen, wo sich viele Menschen duzen.

Lassen Sie aber ein Duzen auf keinen Fall als Grenzüberschreitung der Respektlosigkeit zu.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Umsetzen meiner Tipps.

Ihre Knigge-Expertin Janine Katharina Pötsch

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

https://www.youtube.com/watch?v=MwjX9j-S1Xg&list=UUOjJ7qJjj5V3yxvI7B2ufJA&index=26

Mein Fazit: Einfühlungsvermögen gehört für mich zum „Duzen“ und „Siezen“ dazu. Seien Sie auch nicht beleidigt, wenn einige Menschen auf Sozial Media lieber beim „Sie“ bleiben anstatt sofort Ihr „Du“ anzunehmen.

💎 Möchten Sie mehr über das stilsichere Verhalten im Business erfahren? 💎

Gerne unterstütze ich Sie als Young Professional, leitender Angestellter oder angehende Führungskraft und/oder Ihre Mitarbeiter*innen selbstbewusst, stilsicher und kompetent auf jedem Business-Level (Online, auf Fotos oder auf der Bühne) als Personen-Marke, Persönlichkeit oder Markenbotschafter zu glänzen.

Sprechen Sie mich gerne an, wenn Sie Interesse an einem Business Knigge Training haben.

Vereinbaren Sie jetzt ein unverbindliches Kennenlern-Gespräch!

Ich freue mich auf Sie!
Ihre Janine Katharina Pötsch

PS: Möchten Sie mich und meine Arbeit zunächst besser kennenlernen? Dann melden Sie sich gerne für meine monatlichen Image-Impulse an.

Fotocredit: eigenes Bild

Meine 5 besten Tipps für eine gelingende Kommunikation

Meine 5 besten Tipps für eine gelingende Kommunikation

Liebe Leserin und lieber Leser,

Kommunikation im Business kann so einfach sein, wenn wir bestimmte Grundfaktoren beachten. Gute Kommunikation lässt uns einfach sympathischer und als wertvoller Gesprächspartner wirken. Die Schlüsselfaktoren von erfolgreicher Kommunikation sind Präsenz, Interesse, der Aufbau von Vertrauen und eine gute Körpersprache.

Gerade in der der heutigen schnelllebigen Zeit ist es so wichtig, sich wieder mehr Zeit für andere in persönlichen Gesprächssituationen zu nehmen.

„Die heutige Form der Kommunikation stellt andere Ansprüche an Raum und Zeit.“ (Franz Dommerz)

Wie können Sie nun bei der Begrüßung mit einem normalen Handschlag punkten und sich von Ihrer besten Seite zeigen?

Tipp Nr. 1 „Nehmen Sie in Gesprächssituationen eine offene Körperhaltung ein“

Ich erlebe es oft, dass meine Gesprächspartner – gerade in Online – eher im Stuhl oder Sessel „lümmeln“. Oftmals habe ich dann das Gefühl, dass er oder sie nur mit einem halben Ohr hinhört und seine Zeit „absitzt“.

Stehen Sie in persönlichen Begegnungen auf und stehen Sie bei längeren Online-Meetings auch und nutzen Sie einen höher gestellten Schreibtisch oder eine PC Erhöhung.

In Präsenz-Meetings wird eine zu lässige Körpersprache desinteressiert.

80% der Kommunikation findet nonverbal, über unsere Körpersprache, statt. Der Körper lügt nie. Es gibt viel mehr Menschen, die sich mit Körpersprache auskennen und sie entsprechend interpretieren, als Sie denken.

Nehmen Sie deswegen eine entspannte, Ihrem Gesprächspartner offene und zugewandte Haltung ein. Achten Sie auf absolute Präsenz in der persönlichen Begrüßung, den „richtigen“ Handschlag  und auf einen guten Blickkontakt.

Tipp Nr. 2 „Interessieren Sie sich ernsthaft für Ihr Gegenüber“

Schon Adolph Freiherr von Knigge sagte: „Interessiere dich für andere, wenn du willst, dass andere sich für dich interessieren.“

Aktives Zuhören und richtiges Hinhören will gelernt sein. Zuhören ist nicht gleich Zuhören. Jeder Mensch braucht eine andere Bestätigung des Zuhörens in der Beziehung. Nutzen Sie absolute Präsenz, um von Anfang an eine positive Beziehungskompetenz aufzubauen. Nehmen Sie sich die Zeit und schalten Sie alle anderen Störfaktoren, wie z.B. das Handy – so schwer das auch fällt – aus oder auf lautlos.

Jeder Mensch hat in einem Gespräch Interessen und Bedürfnisse. Oft werden diese nicht ehrlich mitgeteilt, oder durch verschleierte Worte, Verse, Metaphern oder Vergleiche angesprochen. Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie die tatsächliche Botschaft und das damit verbundene Ziel hinter dem Gesagten herausfinden. Das funktioniert am besten mit Empathie. So verhindern Sie auch von Anfang an mögliche Missverständnisse und verhindern Konflikte.

Foto-Credit: Adob Stock 217561067, eigener Account über jkp@gekonnt-wirken.de

Tipp Nr. 3 „Machen Sie keine leeren Versprechungen, sondern bauen Sie von Anfang an eine Beziehung auf Augenhöhe auf“

Viele Dienstleister geben teilweise schnelle Versprechungen ab, in der Hoffnung, den Kunden zu gewinnen, oder zu halten. Wir können nicht immer sofort alle Wünsche der Kunden erfüllen. Vertrauensvolle Kundenbeziehungen entstehen durch gegenseitige Wertschätzung und ein gegenseitiges Verständnis füreinander.

Versprechungen abzugeben, bei denen sich am nächsten Tag herausstellt, dass diese absolut nicht erfüllbar sind, führen auf Dauer zu schlechter Reputation. Lieber verzichten Sie auf einen potenziellen Interessenten. Durch guten Service und eine ehrliche Kommunikation erhalten Sie in der Regel trotzdem eine Weiterempfehlung.

„Nein“ sagen ist so wichtig, um bei sich selbst zu bleiben. Wenn Sie und Ihre Mitarbeiter gerade gut ausgelastet sind, kommunizieren Sie das ehrlich und suchen gemeinsam mit dem Interessenten nach einer WIN-WIN Lösung. Kunden einfach so dazwischen „reinschieben“ führt oft zu mangelnder Qualität und zur Unzufriedenheit auf beiden Seiten. Menschen kaufen nun mal bei Menschen, die authentisch, ehrlich und sympathisch sind, weil sie sich die Zeit für ihr Gegenüber nehmen.

Tipp Nr. 4 „Die Macht des ersten Eindrucks – punkten Sie in Gesprächen mit der Wiederholung von Namen“

Hören Sie gerne Ihren Namen oder werden Sie lieber anonym angeredet?

Auch wenn sich das am Anfang vielleicht komisch anfühlt, sprechen Sie Ihr Gegenüber im persönlichen Gespräch oder im Telefonat gerne zwei bis dreimal mit seinem Nachnamen oder Vornamen – wenn Sie per „Du“ sind – an.

Nutzen Sie die Macht des Namen einmal zur Begrüßung. Unterstreichen Sie mit der Wiederholung des Namens zwischendurch um wichtige Gesprächsabschnitte „Herr Müller, wie sehen Sie das?“

Bedanken und verabschieden Sie sich am Ende des Gesprächs, indem Sie noch einmal den Namen wiederholen. „Herr Müller, vielen Dank für das erfrischende Gespräch und unseren wertschätzenden Austausch.“

Tipp Nr. 5 „Entwickeln Sie Ihren eigenen Kommunikations-Stil“

Das Wort Stil stammt vom lateinischen Wort „Stilus“ ab. Bereits in der Schule haben wir durch die Art unseren Schreibsstil die erste Schritte zu ganz persönlichen Kommunikationsstil entwickelt

Das ist wahrscheinlich der Tipp, der Sie am meisten herausfordern wird. Selbstreflexion gehört zur persönlichen Weiterentwicklung dazu.

Meine Fragen an Sie?

  • Wie würden Sie Ihren eigenen Kommunikationsstil bezeichnen? Sind Sie eher ein Zuhörer oder ein Entertainer?
  • Stehen Sie gerne im Mittelpunkt? Oder lassen Sie anderen auch den Raum, um etwas mitzuteilen?
  • Unterbrechen Sie andere in Gesprächen? Behaaren Sie stur auf Ihre eigene Meinung oder sind Sie tolerant und hören aktiv zu ohne andere zu unterbrechen?
  • Reden Sie lieber gar nicht, weil Ihnen die Harmonie wichtiger ist? Oder lieben Sie die Diplomatie, mit der Sie gerne eine WIN-WIN Lösung für beide Partner suchen?

Selbst wenn wir gute Kommunikatoren und Rhetoriker sind, so gibt es immer wieder Gesprächssituationen, die uns besonders herausfordern.

Mein Tipp: Reflektieren Sie Ihre jeweiligen Gespräche deswegen regelmäßig mit einer Art Kommunikations-Tagebuch:

  • Was ist gut gelaufen? Wo habe ich mich wohl gefühlt?
  • Bei was habe ich mich überrumpelt gefühlt? In welcher Situation habe ich meine Ziele und Interessen nicht 100% vertreten?
  • Wie kann ich in Zukunft besser auf meinen Gesprächspartner eingehen und mich besser vorbereiten?
  • Haben Sie viel in Ich und Wir Botschaften gesprochen?
  • Wurde das Sprachniveau und der persönliche Background Ihres Gegenübers berücksichtigt?
  • Gab es Probleme, wichtige Dinge klar und wertschätzend anzusprechen, wurden diese lieber verschweigen?

Bitte Sie auch Freunde und Bekannte um ein ehrliches Feedback zu Ihrem blinden Fleck in der Kommunikation. Nur so verbessern Sie Ihren eigenen Kommunikations-Stil!

Mein Fazit: Gute Kommunikation ist kein Hexenwerk, sondern bewusstes, reflexives Lernen.

💎 Möchten Sie mehr über das Thema Kommunikation erfahren? 💎

Gerne unterstütze ich Sie als Young Professional, leitender Angestellter oder angehende Führungskraft und/oder Ihre Mitarbeiter*innen selbstbewusst, stilsicher und kompetent auf jedem Business-Level (Online, auf Fotos oder auf der Bühne) als Personen-Marke, Persönlichkeit oder Markenbotschafter zu glänzen.

Sprechen Sie mich gerne an, wenn Sie Interesse an einem Führungskräfte-Entwicklungsprogramm für jung/angehende Führungskräfte oder mit Weiterbildungsformaten für Ihr Team haben.

Vereinbaren Sie jetzt ein unverbindliches Kennenlern-Gespräch!

Ich freue mich auf Sie!
Ihre Janine Katharina Pötsch

PS: Möchten Sie mich und meine Arbeit zunächst besser kennenlernen? Dann melden Sie sich gerne für meine monatlichen Image-Impulse an.

Fotocredit: eigenes Bild

Meine 5 besten Tipps für knitterfreie Kleidung auf Geschäftsreisen

Meine 5 besten Tipps für knitterfreie Kleidung auf Geschäftsreisen

Liebe Leserin und lieber Leser,

Knitterfreie Kleidung auf Geschäftsreisen zu haben, ist gar nicht so einfach. Aber machbar, wenn man einige einfache Tipps beherzigt. Auch, um dem Ärger aus dem Weg zu gehen, wenn Sie nach Ihrer Ankunft im Hotel feststellen, dass Ihre Businesskleidung verknittert ist. Sie im Hotel aber keinen Bügelservice finden und am nächsten Morgen ein wichtiges Meeting ansteht.

„Pack Deiner Koffer mit Weisheit.“ (Ephraim Kishon)

Kleidung ist schließlich nonverbale Kommunikation und der erste Eindruck zählt. Darum sollten Geschäftsreisende lernen, wie sie ihren Koffer packen, damit sie keine bösen Überraschungen erleben. Einen Koffer gezielt zu packen ist nämlich gar nicht so schwer, wie Sie vielleicht denken. Vorausgesetzt, Sie berücksichtigen die folgenden Tipps. Das garantiert Ihnen ein stressfreies Ankommen und einen gekonnten Auftritt bei Ihrem Meeting.

Tipp Nr. 1 „Wählen Sie unbedingt knitterfreie Stoffe“

Achten Sie schon bei der Auswahl Ihrer Kleidung auf die Auswahl der Stoffe. Kleidung mit einem hohen Anteil von Elasthan, Anzüge, Kleider und Kostüme aus Schurwolle, sowie knitter- und bügelfreie Blusen und Hemden, sind für längere Reisen bestens geeignet. Aber nicht nur hier, sondern auch im täglichen Business sind Sie mit knitterfreien Stoffen im Vorteil, gerade auch bei langen Meetings.

Tipp Nr. 2 „Die richtige Reihenfolge beim Kofferpacken entscheidet“

Schon Adolph Freiherr von Knigge sagte: „Interessiere dich für andere, wenn du willst, dass andere sich für dich interessieren.“

Achten Sie auch darauf, wie Sie Ihren Koffer packen. Bei einem kleinen Koffer empfiehlt es sich, wenn Sie die schweren Gegenstände wie Kulturbeutel, Schuhe (bitte immer mit Schuhspanner im Schuhbeutel transportieren), Fön und Arbeitsmaterialien nach unten legen. Die schwersten Teile gehören auch an die Enden im Koffer, wo sich die Kofferrollen befinden. Füllen Sie Lücken mit Strümpfen, Nacht- und Unterwäsche. Danach legen Sie ein großes Handtuch darüber und die erste „Lage“ ist fertig.

Die zweite Lage beginnt mit Hosen, die Sie bitte korrekt auf Bügelfalte legen. Der Bund gehört auch wieder an den Kofferrand. Danach können Damen Röcke und Kleider legen. Lassen Sie hier Hosenbeine und Rock- oder Kleiderlängen über den Koffer hinausragen. Nun legen Sie alle Oberteile darauf. Beginnen Sie auch hier mit den schwersten Teilen wie Blazer oder Sakkos. Polstern Sie auch hier die Schulterpartie bei leichten Teilen aus.

Foto-Credit: Adobe Stock 257332807

Tipp Nr. 3 „Nutzen Sie Seidenpapier“

Die dritte Labe bilden Blusen und Hemden. Selbst bei knitterfreien Produkten können manchmal leichte Knitterfalten entstehen. Nutzen Sie hier Seidenpapier und verpacken Sie Blusen und Hemden korrekt. Hier empfiehlt es sich, dass Sie das Seidenpapier aus dem nächsten Einkauf bei hochwertigen Bekleidungsgeschäften aufheben und dafür nutzen.
Wohin mit Hosenbeinen und Co?

Nachdem Sie alle Oberteile platziert haben, schlagen Sie Hosenbeine und Rocklängen wieder zurück. Der Trick hierbei ist, dass dadurch keine Knicke entstehen und die innenliegenden Teile nicht verrutschen.

Tipp Nr. 4 „So bleiben Seidentücher, Schals, Krawatten und Einstecktücher knitterfrei“

Rollen Sie diese Teile stramm um eine Küchenrolle und platzieren Sie die Röhre an der gegenüberliegenden Seite der Kofferrollen.

Tipp Nr. 5 „Notfall-Plan für alle Fälle“

Sollte dennoch ein Kleidungsstück nach Ihrer Anreise nicht knitterfrei sein, hängen Sie das entsprechende Teil an einen Kleiderbügel ins Badezimmer. Bei einer heißen Dusche glättet der Dampf die Falten automatisch.

Ich wünsche Ihnen mit diesen Tipps eine entspannte Reise und dass Sie mit knitterfreier Kleidung auf Ihren Geschäftsreisen ankommen!  :-))

Ihre Stil-Expertin Janine Katharina Pötsch

Mein Fazit: Die Art, wie Sie Ihren Koffer für packen, ist wichtig, damit Sie auch vor Ort einen stilvollen und kompetenten Auftritt beim Business-Meeting machen.

💎 Möchten Sie mehr zum Thema Koffer packen erfahren? 💎

Laden Sie sich hier gerne meine kleine Checkliste herunter.

🎯 Hier geht es zur Checkliste für Damen

🎯 Hier geht es zur Checkliste für Herren

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Umsetzen meiner Tipps!

Ihre Stil-Expertin Janine Katharina Pötsch

PS: Möchten Sie mich und meine Arbeit zunächst besser kennenlernen? Dann melden Sie sich gerne für meine monatlichen Image-Impulse an.

Fotocredit: Adobe Stock 132350633, eigener Account über jkp@gekonnt-wirken.de

So punkten Sie mit einem guten Handschlag

So punkten Sie mit einem guten Handschlag

Liebe Leserin und lieber Leser,

lieber Knigge-Interessenten,

ein Händedruck ist nicht gleich Händedruck. Ich erlebe es immer wieder, dass viele Menschen den Handschlag als Zeichen von Vertrauen, Akzeptanz und Wertschätzung falsch ausführen.

Der Händedruck ist in den C-Jahren als sechster Teil in der offiziellen Begrüßung weggefallen. Gekürzt wird wie in der Presse ja immer am Ende. Einige Menschen freuen sich, dass der Handschlag im Rahmen der Begrüßung wieder „erlaubt“ ist und andere wiederum werden froh darüber sein, dass sie das nicht mehr machen „müssen“.

Ich persönlich bin ich ein Freund vom Handschlag. Denn so erkenne ich bei der Begrüßung gleich die Persönlichkeit von meinem Gegenüber.

Einige Menschen drücken meiner Meinung nach zu zaghaft zu. Das erlebe ich oft bei Männern, wenn sie einer schlanken und zierlichen Frau die Hand geben. Oder bei Frauen, die von starken Persönlichkeiten verunsichert sind. Mit einem schwachen Händedruck drücken Sie in der Körpersprache automatisch das Gefühl von „Schwäche“ oder „sich unterlegen fühlen“ aus.  Andere Menschen wiederum drücken beim Handschlag einfach zu fest zu und brechen ihrem Gegenüber „fast die Hand“. Oder sie benutzen den Handschlag als Zeichen von Dominanz, um Ihr Gegenüber zu „unterwerfen“.

Wussten Sie, dass immer der Ranghöhere die Hand anbietet oder der/die Gastgeber*in?

„Wort des Mannes sei wie eine Säule. Und der Handschlag sein ein stummer Eid.“

– Samuel Gottlieb Bürge –

Welche „Arten“ vom Handschlag gibt es?

Handschlag ist nicht gleich Handschlag. Es gibt unterschiedlichen „Sorten“ oder Arten vom Handschlag. Was genau meine ich damit?

Der antisympathische Distanz-Handschlag

Einige Menschen lieben die Distanz und möchten anderen Menschen nicht zu nahe kommen. Hier wird die Hand wird weit vom Körper gestreckt, um einen großen Abstand zu bewahren. Das wird jedoch entweder dominant, arrogant oder reserviert und vielleicht sogar ablehnend.

Der intime Handschlag mit hohen Körperkontakt

Hier werden in der Regel auch die Schulter berührt und wir dringen in die intime Distanzzone unseres Gegenüber ein. Einige Menschen gehen nach dem Handschlag gleich zum Umarmen über. Das ist im Business ein No-Go. Erlaubt ist das unter Geschäftspartnern, die sich schon lange kennen und nach einer gelungenen Zusammenarbeit damit Ihre Zufriedenheit ausdrücken, weil Sie vorher gefragt haben.

Ich hatte einmal ein schönes Stil-Coaching mit einem Vorstand bei einer Bank und der Herr war so begeistert davon, dass ich mich am Ende gefragt, ob er mich kurz als Geste der Wertschätzung seinen Dank mit einer kurzen Umarmung ausdrücken darf.

Der schlaffe Karriere-Killer Händedruck

Menschen, die sich nicht durchsetzen können, erkennen Profis sofort am Handschlag. Gerade schüchterne Menschen meiden oft die Nähe von autoritären Personen und würden diesen Menschen am liebsten gar nicht die Hand geben. Einige pessimistische Menschen nutzen diesen Handschlag oft unbewusst.

Der Schraubstock Handschlag

Hier lassen Menschen unsere Hand ungern los und zeigen damit Willensstärke und Durchsetzungsvermögen. Das sind Menschen, die entschlossen durchs Leben gehen und genau wissen, was sie wollen und wie sie es bekommen.

Der Roboter-Handschlag

Hier verhalten sich Menschen im Rahmen der Begrüßung wie ein Roboter und spulen das Begrüßungsprogramm auch so ab. So stehen schon mit ausgestreckter Hand da ohne sich Gedanken darüber zu machen, wer wem die Hand anbietet und ob das jetzt situativ und anlassgerecht angemessen ist. Alles wird wie im PC Programm emotionslos ohne wirklich auf Ihr Gegenüber einzugehen. Diese Menschen signalisieren uns damit unbewusst, dass wir Ihnen so ziemlich schnuppe sind.

Der „Ich will gewinnen“-Handschlag

Hier ist der Handschlag sehr fest und dominant mit einem starren oft unfreundlichen Blick. Menschen, die Ihre Meinung ohne Wenn und Aber sowie Ohne Kompromiss durchsetzen wollen, nutzen gerne diese Art von Körpersprache beim Handschlag.

Der Kräfte-Vergleichs-Handschlag

Die Geste wird nur unter Männern ausgeübt und meistens geht es darum, zu zeigen, wer hier der Stärkere ist. Das kann auch mit anderen Dominanzgesten wie zum Bespiel Hand unterdrücken, indem meine Hand die Oberhand gewinnt und mit einer kleinen Geste à la Schulterdrücken“ kombiniert werden.

Wie können Sie nun bei der Begrüßung mit einem normalen Handschlag punkten und sich von Ihrer besten Seite zeigen?

Tipp Nr. 1 „Drücken Sie Verbindlichkeit aus“

Denken Sie immer daran, ein Händedruck sollte fest, normal und verbindlich sein. Achten Sie darauf, dass Sie die Hand Ihres Gegenüber weder zu schnell noch zu langsam schütteln.

Der Handschlag kommt vom Ehrbaren Kaufmann und dort galt der Handschlag als „sicherer Deal“. 

Der normale Handschlag dauert in der Regel 3-5 Sekunden. Alles andere dauert einigen Menschen zu lang und wird oft unbewusst mit „Übergriffigkeit“ in Verbindung gebracht. Lassen Sie nach ein paar Sekunden die Hand wieder los Bitte schütteln Sie die Hand von Ihrem Gesprächspartner nicht unnötig lange. Das passiert öfters als gedacht als unbewusste antrainierte Geste.

Tipp Nr. 2 „Setzen Sie auf gute Körpersprache“

Der Handschlag ist ein Zeichnen von Vertrauen und gegenseitiger Wertschätzung. Schütteln Sie sich jedoch nur die Hände und drücken Sie kurz und fest zu.

Schauen Sie Ihren Gegenüber dabei in die Augen, lächeln Sie ihn an und geben Sie ihm/ihr ein gutes Gefühl.Ein Lächeln ist immer der Türöffner zum langfristigen Erfolg.

Foto-Credit, Adobe-Stock 478382232, eigener Account über jkp@gekonnt-wirken.de

Tipp Nr. 3 „Kommunikation auf Augenhöhe“

Auch der Handschlag ist eine Art nonverbale Kommunikation. Achten Sie darauf, dass Sie zur Begrüßung immer aufstehen (egal ob Mann oder Frau) und Ihrem Gegenüber auf Augenhöhe begegnen. Das zeugt von Respekt und Wertschätzung.

Tipp Nr. 4 „Nutzen bei Begegnungen mit anderen Kulturen die richtige Hand“

Begrüßt wird in vielen Kulturen immer mit der rechten Hand. Diese gilt als „reine“ Hand. Auch für Linkshänder gilt: der Handschlag erfolgt immer mit der „anderen“, der rechten Hand.

Die linke Hand können Sie nur nutzen, wenn Sie sich die andere Hand verletzt haben. Erklären Sie das Ihrem Gegenüber einfach kurz, warum Sie das so handhaben.

PS: Gerade in der Erkältungszeit ist es uns oft nicht angenehm, die Hand zu geben oder von einem Menschen, der gerade in die Hand geniest hat, dessen Hand zu nehmen. Erklären Sie das einfach auch kurz, z.B. „Ich glaube, wir verschieben den Handschlag heute mal auf unsere nächste Begegnung, schön dass Sie uns besuchen.“

Tipp Nr. 5 „Passen Sie sich an Ihr Gegenüber an und achten Sie auf Ihr Gegenüber“

Wie bereits am Anfang erwähnt, sollte der Handdruck weder zu leicht noch zu hart, sondern fest und verbindlich sein. Passen Sie sich beidseitig an Ihren Gesprächspartner an.

Das macht Sie sympathisch und gibt Ihren Gesprächspartner ein gutes Gefühl. Manchmal haben Menschen gerade Probleme mit der Hand, zum Beispiel wenn die Hand weh tut etc. und sagen das nicht.

Gerade in der Erkältungs- und Krankheitszeit geben viele Menschen aus Höflichkeit und Achtsamkeit anderen Menschen nicht die Hand. Bitte sagen Sie das kurz im Rahmen der Begrüßung „Ich gebe Ihnen heute nicht die Hand, weil ich mich gesundheitlich nicht wohl fühle.“ Das ist klar kommuniziert und Ihr Gegenüber weiß das zu schätzen.

Tipp Nr. 6 „Gepflegte Hände erhöhen die Sympathie“

Achten Sie darauf, dass Ihre Hände weder zu rau noch zu kalt oder zu nass sind. Wenn Sie hin und wieder feuchte Hände haben, wischen Sie diese entweder an einem Taschentuch ab, oder besuchen Sie kurz vor dem Termin den Waschraum.

Wenn Sie eher trockene Hände haben, nutzen Sie ein paar Minuten vorher eine Handcreme. Diese gibt es ja zum Glück auch im Mini-Format für die Handtasche oder Businesstasche. Gerade haptische Menschen empfinden dann unbewusst „Rauhheit“ in der Begrüßung. Sie wissen ja selbst, der erste Eindruck zählt.

Wenn Sie kalte Hände haben – ich gerade leider auch zu der Sorte Menschen, die schnell frieren – reiben Sie Ihre Hände kurz, bevor Sie jemanden die Hand anbieten.

Tipp Nr. 7 „Setzen Sie langfristig auf Sympathie und einen guten Beziehungsaufbau“

Halten Sie den Blickkontakt auch, wenn Sie die Hand bereits losgelassen haben. Passen Sie sich danach an die Körpersprache von Ihrem Gesprächspartner an. Das zeugt von absoluter Sympathie und erzeugt Vertrauen durch ähnlich gewählte Gesten.

Wenn Sie sich im Rahmen der C-Zeiten entschlossen haben, für sich persönlich auf den Handschlag zu verzichten, nutzen Sie eine andere Geste der Wertschätzung, zum Beispiel indem Sie die Hand auf Ihr Herz legen und mit einer Handbewegung vom Herzen weg das „Herzlich Willkommen“ ausdrücken.

Fotocredit: Adobestock 306642841, eigener Acccount über jkp@gekonnt-wirken.de

Was kommt nicht so gut an beim Handschlag?

Menschen, die beide Hände wie auf dem Bild oben nutzen, nutzen den Handschlag eher zum Mut zusprechen wie ein Geistlicher oder Arzt das tut. Das wirkt auf einige Menschen vielleicht sympathisch. Auf andere eher nicht gut.

Mein Fazit: Der Handschlag ist das I-Tüpfelchen bei der Begrüßung und bei Begegnungen. Unterschätzen Sie diese Wirkung niemals.

💎 Möchten Sie mehr über das Thema Begrüßungsrituale, zeitgemäßer Business Knigge und die Macht des ersten Eindrucks erfahren? 💎

Gerne unterstütze ich Sie als Young Professional, leitender Angestellter oder angehende Führungskraft und/oder Ihre Mitarbeiter*innen selbstbewusst, stilsicher und kompetent auf jedem Business-Level (Online, auf Fotos oder auf der Bühne) als Personen-Marke, Persönlichkeit oder Markenbotschafter zu glänzen. Sprechen Sie mich gerne an, wenn Sie Interesse an einem Business-Knigge-und Kommunikations-Training für Ihr Team haben.

Vereinbaren Sie jetzt ein unverbindliches Kennenlern-Gespräch!

Ich freue mich auf Sie!
Ihre Janine Katharina Pötsch

Fotocredit: Adobe-Stock 53914090, eigener Account

Dressed for success – so nutzen Sie Farbsignale im Business für Ihre kompetente Wirkung

Dressed for success – so nutzen Sie Farbsignale im Business für Ihre kompetente Wirkung

Liebe Leser/innen

tragen Sie eher unscheinbare Businessfarben wie den typischen „Pinguin-Look“ in schwarz-weiß oder bleiben sie lieber bei dezenten Farben in Grau, Pastell oder im einheitlichen Ton-in-Ton Look mit wenig Farbkontrasten? Sind Sie eher der extravagant-auffällige Typ und wagen Sie sich auch im Business an Farbsignale, die perfekt zu Ihnen, Ihrem Typ oder Ihrer Persönlichkeit passen?

Haben Sie das Gefühl, Sie wirken zu bunt oder fühlen Sie sich oft zu „mausgrau“?

„Die beste Farbe auf der Welt ist die, die an Dir gut aussieht.“ sagte schon Coco Chanel und ich liebe sie für diesen Spruch.

– Coco Chanel –

Die Welt und der Business-Look ändert sich. Ich trage zum Beispiel seit vielen Jahren meinen CI/Marken-Stil Look mit Hellblau-Weiß. Zum einen passt das Hellblau perfekt zu meinen Himmelblauen Augen und das Weiß zu meinen blonden Haaren und meiner hellen Haut. Als dritte Farbe setzte ich bei Anzügen, Kostümen, Mänteln, Taschen und Schuhen auf Dunkelblau als Businessfarbe, wenn ich etwas mehr Autorität und Seriosität brauche.

Es heißt nicht umsonst „Dress for success“ – Farben senden Signale aus non-verbale Kommunikation aus. Der erste Eindruck in jeder Ihrer persönlichen, virtuellen und visuellen Begegnung in Ihrem Auftritt zählt!

Mein Tipp: Wenn Sie in eher klassisch-orientierten Branchen arbeiten, sollten die neutralen Farben 60-70% Ihrer Kleidung einnehmen. Basisfarben für Blusen, Hemden und Oberteile werden mit 20-30% eingesetzt. Mit Accessoires dürfen Sie gerne spielen, um somit Ihre Persönlichkeit zu unterstreichen. Akzentfarben im klassischen Business nehmen 10% ein.

Im Mode- oder Kreativbereich verschiebt sich die Farbskala. Denn hier dürfen die Akzentfarben ruhig kräftiger wirken und die neutralen Farben dienen manchmal als Highlight.

Die Primärfarben: Rot, Gelb und Blau

Rot ist eine Kraft- und Alarmfarbe. Rot wirkt provokant, dynamisch und dominant. Wer rot trägt, signalisiert Stärke, Attraktivität und Macht. In Konfliktsituationen ist Rot nicht geeignet. Ebenfalls ist Rot in der richtigen Farbabstufung oft nur als Akzentfarbe für viele Menschen angebracht.

Gelb ist eine Kommunikations- und Warnfarbe. Gelb wirkt intellektuell, optimistisch und fröhlich. Die Farbe steht für Freundlichkeit und Veränderung, aber auch für Neid, Geiz und Eifersucht. Gelb passt als Farbtupfer in der richtigen Nuance gut zu Dunkelblau oder Anthrazit.

Blau ist eindeutig eine Kompetenz- und Ordnungsfarbe. Mit Blau symbolisieren wir Treue, Vertrauen, Verbundenheit, Klarheit, Seriosität, Ordnung und Ehrlichkeit. Denn blau wirkt rein, friedlich und entspannend. Schlichte Kleidungsschnitte in Blau wirken elegant, souverän und dezent.

Die Sekundärfarben: Grün, Orange und Lila

Grün ist eine Harmonie- und Sicherheitsfarbe. Grün beruhigt, entspannt und gleicht aus. Mit Grün verbinden wir Hoffnung, Stabilität, Sicherheit und Zufriedenheit. Grün finden wir in verschiedenen Abstufungen wie Mint, Lind, Smaragd oder Tannengrün. In Kombination mit einer neutralen Basisfarbe sieht Grün als Oberteil oder im Accessoires Bereich sehr edel aus.

Orange ist eine Aktivitätsfarbe. Orange steht für Lebensfreude, Kreativität, Kommunikation, Selbstständigkeit und Geborgenheit. Die warme Farbe steht jedoch nur den warmen Typen und eignet sich als Hingucker vor allen im Accessoires Bereich.

Violett oder Lila ist eine Machtfarbe und steht für Extravaganz, Weisheit, Mystik, Kostbarkeit und Eigenständigkeit. Diese Farbe polarisiert jedoch, denn der Träger fällt damit auf. In der Abendgarderobe wirkt Violett oder Lila sehr gut und wirkt besonders in Kombination mit einer hellen Farbe.

Foto-Credit: Pixabay

Tertiär oder Empfindungsfarben: Türkis, Hellblau und Rosa

Rosa und Hellblau sind pudrige und pastellige Empfindungsfarbe. Rosa finden wir in verschiedenen Abstufungen im Blusen-, Hemden-, Rock-, Kleid-, Hosen-, Mäntel- und Accessoires Bereich. Beide Farben oft mit Eigenschaften wie weich, freundlich, beruhigend, positiv, zart oder mitfühlend in Verbindung gebracht wird, sollte Rosa unbedingt mit einer dunklen neutralen Farbe kombiniert werden.

Türkis ist eine Erfrischungsfarbe und wirkt jung, avantgardistisch, klar oder kommunikativ. Accessoires in Türkis lassen das Outfit von Frühlings- oder dunklen Sommertypen gleich viel freundlicher erscheinen.

Klassische Businessfarben: Schwarz, Braun, Grau und Anthrazit

Schwarz wirkt geheimnisvoll, elegant aber oft auch distanziert. Die Farbe Schwarz steht nicht jedem, und so grenzen Menschen sich oft unbewusst durch die Wahl der Kleidung ab. Kombinieren Sie deswegen schwarz unbedingt mit der richtigen Oberteilfarbe aus Ihrer Farbpalette und tragen Sie dazu schlichte und edle Accessoires.

Schwarz ist jedoch oft eine reine Anlass-Farbe und steht nicht jedem. Viele Menschen wirken in Schwarz eher distanziert, unscheinbar oder zu blass.

Grautöne in Hellgrau, Mittelgrau oder Dunkelgrau sowie Anthrazit werden mit Eleganz, Diskretion und Seriosität in Verbindung gebracht. In einer kompletten Garderobe in reinem Grau kann schnell der Eindruck einer „grauen Maus“ entstehen. Achten Sie auf einen guten Schnitt bei grauen oder Anthrazitfarbenen Businessanzügen und kombinieren Sie diesen Farbton mit einer frischen Farbe.

Braun steht für Wärme, Geborgenheit, Schutz und Tradition. Braun wirkt vertrauensvoll, beständig und stabil. Die Farbe wird oft auch mit altmodisch und spießig in Verbindung gebracht. Braun ist jedoch in vielen Farbharmonien vorhanden und sieht in Kombination auch edel und diskret aus.

Weiß als All-in Farbe

Weiß wird mit Reinheit, Weisheit und Neutralität in Verbindung gebracht. Beachten Sie jedoch, dass es viele verschiedene Weißtöne bei Blusen, Hemden, Oberteilen, Jacken, Taschen, Schuhen und Accessoires gibt.

Reines Weiß steht nur dem reinen Wintertyp.

Als Sommertyp sollten Sie besser zu gebrochenem Weiß, dem sogenannten Off-White greifen.

Frühlings- und Herbsttypen sind mit Champagner oder Elfenbein als Weißton gut bedient.

Weiß sieht in Kombination mit dunklen, neutralen Farben oder als Accessoires wie zum Beispiel Schuhen, Gürtel und Taschen sehr edel aus. Damit setzen Sie auch als klassischer Typ einen starken Farbkontrast und machen auf sich aufmerksam.

Meine besten Tipps zum Thema Farben:

Ich stelle immer wieder bei meinen Kundinnen und Kunden fest, dass viele entweder zu viele oder zu wenig Farbe im Kleiderschrank haben. Oder Farben, die sich oft schwer miteinander kombinieren lassen. Oft auch Farbe, die sie blass wirken lassen und nicht strahlen lassen.

Wie viel Farben brauchen wir wirklich im gesamten Kleiderschrank inklusive Sommer- und Wintergarderobe, Jacken/Mänteln, Schuhen und Accessoires?

Wir brauchen nicht mehr sechs bis acht Farben in der Garderobe.

  • ein bis Grundfarben
  • drei bis vier Basisfarben in den Oberteilen zum Kombinieren
  • zwei bis drei Accessoire-Farben, um unseren Outfits den berühmten Feinschliff zu geben

Wie viele Farben haben Sie im Kleiderschrank und wie viel können Sie davon kombinieren? Ich bin auf Ihre Antwort sehr gespannt.

Mein Fazit: Farben gibt es wie Sand am Meer. Wenn Sie Ihre persönlichen Farben kennen und wissen, wie Sie Farben gezielt mit der 3-Regel: Grundfarbe-Basisfarbe-Ergänzungsfarbe kombinieren

💎 Möchten Sie mehr über das Thema Farbwirkungen im Business erfahren? 💎

Gerne unterstütze ich Sie als Young Professional, leitender Angestellter oder angehende Führungskraft und/oder Ihre Mitarbeiter*innen selbstbewusst, stilsicher und kompetent auf jedem Business-Level (Online, auf Fotos oder auf der Bühne) als Personen-Marke, Persönlichkeit oder Markenbotschafter zu glänzen. Sprechen Sie mich gerne an, wenn Sie Interesse an einem Dress for Success Weiterbildungsprojekt für Ihr Team oder an einem Karriere-Style-Coaching haben.

Vereinbaren Sie jetzt ein unverbindliches Kennenlern-Gespräch!

Ich freue mich auf Sie!
Ihre Janine Katharina Pötsch

PS: Möchten Sie mich und meine Arbeit zunächst besser kennenlernen? Dann melden Sie sich gerne für meine monatlichen Image-Impulse an.

Fotocredit: Shutterstock, Pixabay