Warum sollten Sie im Business Knigge-Kompetenzen haben und zeigen?
Ganz einfach, gepflegte Umgangsformen tragen nicht nur zu einem gutes Betriebsklima, Herzlichkeit und einem angenehmen Miteinander bei. Sondern sorgen auch für Sympathie und Wertschätzung bei Ihren Geschäftspartnern und damit zu einer langfristigen und nachhaltigen Geschäftsbeziehung.
Gerade im Meeting, auf der Messe, oder bei einem gemeinsamen Kundentermin ist Ihre persönliche Knigge-Kompetenz gefragt. Vergessen Sie niemals, dass Sie in der Außenwirkung stets als Repräsentant und Markenbotschafter Ihrer Firma beim Kunden, oder potenziellen Interessenten wahrgenommen werden. Menschen mit Stilsicherheit erkennt man an Ihrem souveränen, selbstsicheren und höflichen Auftreten. Sie haben einfach den berühmten Feinschliff und wissen, sich auf jedem Parkett und Business-Level ihren Mitmenschen gegenüber anlass- und adresssatenbezogen zu verhalten
„Wer den Namen des anderen behält und ihn immer wieder ausspricht, macht den Betreffenden ein diskretes, aber wirkungsvolles Kompliment .“ (Dale Carnegie)
Tipp Nr. 1 „Punkten Sie von Anfang mit wertschätzenden Begrüßungsritualen“
Gerade im Zeitalter der Schnelllebigkeit kommt das wertschätzende und ehrlich interessierte Grüßen und Begrüßen sehr gut an. Grüßen Sie in kleinen Firmen einfach jeden, der Ihnen über den Weg läuft. Lächeln Sie dabei.
„Von weitem grüßen ist besser als in der Nähe zanken.“ (Chinesische Weisheit)
Selbst wenn Sie nur lächeln, oder kurz winken. So starten Sie entspannt in den Tag und fallen einfach positiv auf. Achten Sie beim persönlichen Begrüßen auf einen korrekten Händedruck und auf die richtige Reihenfolge.
Tipp Nr. 2 „Zeigen Sie Teamfähigkeit und Fairplay im Business“
Das Wort T.E.A.M. heißt nicht „Toll Ein Anderer Machts!“ Für mich heißt die Abkürzung übersetzt „Teil Einer Außergewöhnlichen Mannschaft“ zu sein.
Selbst in einem gut eingespielten Team funktioniert aber nicht immer alles reibungslos. Wo Menschen zusammenkommen, passieren Streit und andere Dinge.
„Jede Zusammenarbeit ist schwierig, solange den Menschen das Glück ihrer Mitmenschen gleichgültig ist.“ (Dalai Lama)
Respektieren Sie deswegen die kleinen Macken und Eigenarten Ihrer Kollegen/innen. Sprechen Sie mögliche Missverständnisse, Unklarheiten und Probleme so schnell wie möglich an. Ohne persönliche Vorwürfe, Wertschätzend, in Ich-Botschaften und unter vier Augen. Laden Sie die Person dazu am besten zum Lunch, oder Abends auf ein Glas Wein, etc. ein. Denken Sie immer daran, das Gefühl, dass etwas nicht passt, geht von Ihnen aus. Wenn Sie über bestimmte Ereignisse, Ihre dabei gewonnenen Eindrücke und Empfindungen sprechen, dann trennen Sie klar zwischen Sach- und Beziehungsebene. Wenn Sie nicht darüber sprechen und die betreffend Person über Ihre Gefühle – Ärger, Angst, Sorgen,… – im unklaren lassen, spürt diese zwar, dass sie zwar verärgert sind. Kennt aber nicht den wahren Grund und es entwickelt sich ein unnötiges Misstrauen, statt dem benötigten Vertrauen in einer Zusammenarbeit.
Freuen Sie sich über Karrieresprünge, Weiterbildungen, private und beruflich erreichte Ziele Ihrer Kollegen/innen. Seien Sie nicht neidisch, denn Sie haben selbst jeden Tag die Möglichkeit, mehr aus Ihrem Leben zu machen. Persönlich gefällt mir in diesem Zusammenhang die amerikanische Sichtweise dazu am besten. Dort wird beim erreichten Ziel gleich nach dem entsprechenden Erfolgsrezept gefragt.
Klopfen Sie im Büro von Kollegen an, schnüffeln Sie nicht in fremden Revieren und seien Sie ehrlich, wenn Sie Deadlines und Zugesagtes nicht rechtzeitig einhalten können.
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Tipp Nr. 3 „Leben Sie das Gastgeber-Gen auch im Büro“
Bieten Sie Besuchern am besten nur Kaltgetränke in Wartezeiten an – warme Getränke werden während des Meetings gereicht.
Stellen Sie Besuchern immer alle anderen anwesenden Personen vor. Wiederholen Sie die Namen doppelt. „Herr Meier, das ist Herr Müller, mein Vorgesetzter“, „Herr Müller, das ist unser neuer Kunde, Herr Meier“. Der Ranghöchste ist hier immer der ranghöchste Besucher. Gehen Sie nicht immer davon aus, dass sich die Menschen bereits namentlich kennen müssen.
„Gastfreundschaft besteht aus ein wenig Wärme, ein wenig Nahrung und großer Ruhe.“ (Ralph Waldo Emerson)
Gastgeber sein, bedeutet dass Sie vom ersten Augenblick an eine lockere, relaxte und entspannte Wohlfühlatmosphäre schaffen. Seien Sie hundertprozentig präsent und geben Sie dem Besucher niemals das Gefühl von Hektik, Zeitdruck oder unpassend zu sein. Gerade im Zeitalter der Schnelllebigkeit und Austauschbarkeit von Dienstleistern und Kooperationspartnern punkten Sie hier mit Präsenz und Stilsicherheit.
Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Umsetzen meiner Tipps.
Ihre Knigge-Expertin Janine Katharina Pötsch
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Mein Fazit: Das stilsichere und taktvolle Auftreten im Büro, unter Kolleg*innen und mit Kunden will gelernt sein. Mit Business-Knigge, Herzensbildung und einer guten Einstellung als Gastgeber werden Sie stets punkten.
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gerade das richtige Verhalten auf einer Weihnachtsfeier stellt viele auf eine große Probe. Weil es oft nicht einfach ist, den Wechsel von einem eher förmlichen Umfeld – dem Büro – auf ein privates Parkett – dem Restaurant – zu vollziehen. Dabei ist die Weihnachtsfeier eine gute Gelegenheit, im Team noch stärker zusammenzuwachsen und mit gemeinsamen Zielen ins neue Jahr zu starten.
Wie auf jedem Event, gibt es aber auch hier kleine Fauxpas und Stolpersteine, die in der Regel zwar nicht öffentlich kommentiert werden. Die aber für Sie oft schon am nächsten Tag entsprechende Konsequenzen nach sich ziehen können.
„Das Benehmen eines Menschen sollte wie seine Kleidung sein, nicht steif und peinlich akkurat, sondern frei genug, um sich zu bewegen und zu bestätigen.“ (Sir Francis von Verulam Bacon)
Damit auch Sie und Ihr Team die nächste Weihnachtsfeier richtig genießen können, nutzen Sie dafür einfach meine 7 Punkte Checkliste:
Tipp Nr. 1 „Teilnahme Ja oder Nein?“
Die Frage stellen sich sicherlich viele, nicht nur Menschen, die in der Regel introvertiert sind. Sie sollten aber auf jeden Fall teilnehmen, denn das ist eine sehr gute Gelegenheit, Kollegen oder Mitarbeiter aus anderen Abteilungen besser kennenzulernen. Sie können sich in einer eher ungezwungenen Atmosphäre etwas „privater“ kennenlernen und damit auch den Teamgeist stärken. Bleiben Sie dabei aber authentisch und verstellen Sie sich nicht.
Kommen Sie zur Weihnachtsfeier auf jeden Fall pünktlich und sagen Sie bei einer Einladung (egal, ob mündlich oder schriftlich) rechtzeitig zu oder ab. Im Nachhinein abzusagen, ist nur bei 3 Gründen möglich: Sie sind schwer erkrankt, Sie haben einen plötzlichen Todesfall in der Familie, oder die Bahn / der Flieger streikt. Und Sie können dadurch massiv zu spät, oder gar nicht erscheinen.
Tipp Nr. 2 „So punkten Sie mit passenden Gesprächsthemen beim Small-Talk“
Der Small Talk dient zur Auflockerung der Weihnachtsfeier, um neue Kollegen kennenzulernen und bei Kollegen, die man länger nicht gesehen hat, die Beziehung aufzufrischen. Interessieren Sie sich ehrlich und ernsthaft für Ihr Gegenüber und finden Sie Gemeinsamkeiten über aktuelle Themen. Zum Beispiel, Weihnachts-Traditionen aus unterschiedlichen Kulturkreisen, oder wirklich empfehlenswerte Weihnachtsmärkte.
Vermeiden sollten Sie dagegen peinliche Themen, wie die Höhe von Gehältern, Lästern über Kollegen und Mitbewerber, sowie allgemein Bad News aus der Branche. Mit negativen Themen erzeugen Sie eine negative Stimmung und können schnell zum Miesepeter des Abends werden.
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Tipp Nr. 3 „Duzen oder Siezen: Was kommt besser an?“
Gerade auf der Weihnachtsfeier, wo es darum geht, sich endlich besser kennenzulernen und den Teamgeist zu stärken, ist das Duzen oder Siezen eine sehr spannende Frage.
Die Weihnachtsfeier ist oft eine gute Gelegenheit, dem Kollegen oder der Kollegin nach einer langen Zusammenarbeit endlich mal das „Du“ anzubieten. Bedanken Sie sich zunächst für die gute Beziehung, zeigen Sie Wertschätzung und sprechen Sie dann erst das „Du“-Angebot aus. Zum Beispiel „Lieber Herr Meier, ich finde es klasse, wie Sie sich immer im Team einsetzen. Ich möchte Ihnen gerne das „Du“ anbieten, ich bin die Janine.“
Wenn Sie in der Feier- und Genusslaune ein „Du“ angenommen haben, können Sie gerne am nächsten Tag noch einmal nachfragen, ob das jetzt für immer gilt. Die goldene Regel sagt ja „Einmal Du – immer Du.“
Tipp Nr. 4 „So kleiden Sie sich stilsicher und angemessen“
Wertschätzen und würdigen Sie den Anlass entsprechend. Kleiden Sie sich passend zum Motto und zur Location. Sie müssen dafür nicht extra ein neues Outfit kaufen. Der Anlass ist festlich, egal, welche Location dafür ausgewählt wurde. Und deswegen sollte diesen Anlass auch Ihr Outfit widerspiegeln
Ausser, Sie gehen zum Bowlen oder zum Go-Kart fahren etc. – dann darf es natürlich legerer sein..
Festlichkeit können Sie auch durch bestimmten Schmuck oder ein edles Einstecktuch ausdrücken.
Tipp Nr. 5 „Geschenke mitbringen ja oder nein?“
Das ist immer eine spannende Frage, die sich oft kleine Teams stellen. Vereinbaren Sie dazu einfach untereinander die beste Lösung, z.B. das „berühmt-berüchtigte“, aber trotzdem beliebte „Wichteln“. Nichts ist peinlicher, wenn nur eine Person ein Geschenk, oder ein Einziger kein Geschenk dabei hat.
Mein Tipp zum Thema „Geschenk für den Chef“: Ich persönlich finde es stilsicherer, wenn Sie sich beim Chef oder der Chefin gemeinsam als Team für das erfolgreiche Jahr mit einem kleinen persönlichen Geschenk bedanken. Das Geschenk sollte am besten 100%ig zu der Person passen, einzigartig sein und wirklich von Herzen kommen.
Tipp Nr. 6 „Wie gehe ich stilsicher mit dem Alkohol um?“
Sicherlich wird auf der Weihnachtsfeier etwas mehr Alkohol konsumiert. Achten Sie trotzdem darauf, dass Sie sich nicht zu einem „Wett-Trinken“ oder „Mut-Trinken“ verleiten lassen. Wenn Sie, oder Kollegen keinen Alkohol trinken, sollten das die anderen auch akzeptieren.
Mein Tipp: Warten Sie immer, bis der Chef oder die Chefin das Glas erhebt, um gemeinsam mit dem Team anzustoßen.
Achten Sie darauf, dass Sie regelmäßig Wasser trinken und bleiben Sie auf der Weihnachtsfeier bei der Menge an Alkohol, den Sie auch wirklich problemlos vertragen. So vermeiden Sie peinliche Show-Einlagen, die Sie am nächsten Tag sicherlich bereuen. Das ist ein No-Go und ein absolutes Tabu.
Sorgen Sie auch dafür, dass Sie am Ende der Weihnachtsfeier entweder abgeholt werden, oder nutzen Sie ein Taxi. Gerade zur Weihnachtszeit kontrolliert die Polizei gerne.
Tipp Nr. 7 „Flirten ja oder nein?“
Ich finde, dass ein kleiner Flirt auf der Weihnachtsfeier absolut ok ist und noch niemandem geschadet hat.. Flirten ist für mich auch ein nettes, ehrliches Kompliment. Vermeiden Sie jedoch Komplimente, die in die erotische Schublade gesteckt werden können.
Mein Tipp an die Damen: Freuen Sie sich doch über ein ehrlich gemeintes Kompliment Ihres Kollegen! Und bewerten Sie es nicht gleich als plumpe Anmache (außer, es ist eine…)
Mein letzter Tipp zum Schluss
Last, but not least: Vergessen Sie nicht, sich bei der Verabschiedung bei Ihrem Gastgeber (Ihrem Vorgesetzten, oder bei demjenigen, der Sie eingeladen hat) zu bedanken. Sonst hilft Ihnen Ihr ganzes, vorbildliches Verhalten auf der Weihnachtsfeier nämlich nicht viel. Weil Sie dann eher als „undankbarer Schnösel“ wahrgenommen werden und so in Erinnerung bleiben
Ich hoffe, dass Ihnen meine Tipps bei Ihrem Verhalten auf der Weihnachtsfeier helfen werden. Und wünsche Ihnen dazu viel Spaß und viel Freude beim Umsetzen meiner Tipps.
Ihre Knigge-Expertin Janine Katharina Pötsch
Mein Fazit: Weihnachts- oder Betriebsfeiern machen wirklich Spaß. Jedoch sollte niemand dazu „gezwungen“ werden. Lästern Sie am nächsten Tag auch nicht über Kolleg*innen, die nicht teilnehmen.
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Ein stilvolles Verabschieden ist nicht immer einfach. Ob als Gastgeber:in, wenn Gäste partout kein Ende finden wollen – oder als Gast, der sich angemessen bedanken und in guter Erinnerung bleiben möchte.
Gerade der Abschied entscheidet oft darüber, wie eine Einladung insgesamt wahrgenommen wird. Er rundet den Abend ab und spiegelt Haltung, Wertschätzung und soziale Kompetenz wider.
Als Gastgeber:in gilt es, den richtigen Moment zu erkennen und dennoch herzlich zu bleiben. Als Gast zeigt ein bewusst formulierter Dank Respekt und Stil.
Denn: Der letzte Eindruck bleibt.
„Wer im Verkehr mit Menschen die Manieren einhält, lebt von den Zinsen. Wer sich über sie hinwegsetzt, greift sein Kapital an.“ (Hugo von Hoffmannsthal)
Das stilsichere Verabschieden als Gastgeber:in
Die nächste Firmenfeier – ob Weihnachtsfeier, Sommerfest oder Kunden-Event – kommt bestimmt. Und nicht nur dort stellt sich für Gastgeber:innen eine entscheidende Frage:
Wie verabschiede ich Gäste souverän, ohne unhöflich zu wirken – und ohne meine Contenance zu verlieren?
Ein gelungener Abschied beendet einen Abend stilvoll. Er setzt einen klaren Rahmen – wertschätzend, aber bestimmt.
Hier meine fünf wichtigsten Schritte für ein elegantes Verabschieden:
Schritt 1: Bedanken Sie sich bewusst
Bedanken Sie sich am Ende des Abends persönlich bei Ihren Gästen für ihr Kommen und die gemeinsame Zeit.
Ein kurzer Rückblick auf den gelungenen Abend wirkt verbindend:
„Mir hat unser Beisammensein große Freude bereitet.“
Sprechen Sie dabei bewusst in der Vergangenheit. Das signalisiert charmant, dass der offizielle Teil nun endet.
Schritt 2: Die letzte Runde
Eine „letzte Runde aufs Haus“ kann ein stilvoller Übergang sein. Kommunizieren Sie anschließend offen, dass Sie sich nun um den Abschluss kümmern.
Für Menschen mit Taktgefühl ist das ein dezenter Hinweis: Der Abend neigt sich dem Ende zu.
Schritt 3: Ehrlichkeit mit Haltung
Wenn Sie früh aufstehen oder Verpflichtungen haben, kommunizieren Sie das klar:
„Ich muss morgen sehr früh raus.“
Humorvolle Fragen wie „Was steht bei Ihnen morgen an?“ können helfen, das Thema charmant einzuleiten.
Wer empathisch ist, wird das Signal verstehen.
Gäste, welche aktiv Zuhören können und Empathie haben, verstehen das. Und nutzen die Gunst der Stunde nicht aus, um sich weiterhin auf Kosten des Gastgebers zu amüsieren.
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Schritt 4: Aktiv den Abschluss einleiten
Falls nötig, bieten Sie an, Taxis zu organisieren oder beim Abholen der Mäntel zu helfen. Das schafft Bewegung und löst die Runde auf natürliche Weise auf.
Bestimmtheit ist hier kein Mangel an Höflichkeit – sondern Ausdruck klarer Führung.
Schritt 5: Klare Worte, wenn es sein muss
Wenn subtile Hinweise nicht greifen, dürfen Sie freundlich, aber eindeutig werden:
„Es ist inzwischen wirklich spät geworden. Ich verabschiede mich nun von Ihnen und wünsche Ihnen einen guten Heimweg.“
Oder etwas herzlicher formuliert:
„Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend und einen sicheren Nachhauseweg. Ihre Mäntel habe ich vorsorglich schon bereitgelegt.“
Das ist nicht unhöflich – sondern Ausdruck von Klarheit und Selbstfürsorge.
Stil bedeutet nicht, es allen recht zu machen. Stil bedeutet, Grenzen mit Haltung zu setzen.
Das stilvolle Verabschieden als Gast
Wer die Etikette kennt, weiß: Spätestens 15 Minuten nach Espresso oder Digestif ist der richtige Zeitpunkt, sich zu verabschieden.
Ein gelungener Abschied als Gast beinhaltet:
persönlichen Dank
ehrliche Wertschätzung
kurze, klare Worte
keinen dramatischen Abgang
Ein schöner musikalischer Klassiker erinnert daran, wie wertvoll Dankbarkeit im Abschied sein kann – und wie berührend einfache Worte wirken.
Ein stilvoller Gast bedankt sich für:
die Einladung
die Zeit
die Gastfreundschaft
die Gespräche
Und geht – bevor man ihn innerlich verabschieden möchte.
Das stilsichere Verabschieden ist wie der letzte Pinselstrich eines Gemäldes.
Der letzte Eindruck bleibt oft länger in Erinnerung als der erste.
Wer Abschiede bewusst gestaltet, zeigt Haltung, Wertschätzung und soziale Kompetenz – im privaten wie im beruflichen Kontext.
Mein Fazit:
Das stilsichere Verabschieden ist wie der letzte Pinselstrich eines Gemäldes.
Der letzte Eindruck bleibt oft länger in Erinnerung als der erste.
Wer Abschiede bewusst gestaltet, zeigt Haltung, Wertschätzung und soziale Kompetenz – im privaten wie im beruflichen Kontext.
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In stilvoller Atmosphäre lernen Sie praxisnah, wie moderne Tischkultur, sicheres Auftreten und souveräne Kommunikation im Business-Kontext zusammenspielen.
Denn wer sich bei Lunch, Dinner oder Geschäftsessen sicher fühlt, gewinnt automatisch an Präsenz und Ausstrahlung.
Das schnelle, englisch geprägte „Du“ gehört in vielen Unternehmen inzwischen zum guten Ton – und wird oft als Ausdruck von Teamgeist und Modernität verstanden.
Vor allem in international ausgerichteten, amerikanisch geprägten Firmen ist das „Du“ Teil der Unternehmenskultur. Auch in Start-ups, sozialen Berufen oder der Medienbranche gilt es häufig als selbstverständlich.
In konservativen Branchen hingegen – oder im Umgang mit Kund:innen der Babyboomer-Generation – bleibt das „Sie“ für viele die angemessene Eintrittskarte in eine professionelle Geschäftsbeziehung.
Doch Hand aufs Herz: Sind Sie beim Duzen oder Siezen schon einmal in ein Fettnäpfchen getreten? Oder fühlen Sie sich manchmal von einem schnellen „Du“ überrumpelt?
Ich persönlich schätze eine gewisse Form der Distanz zu Beginn einer Begegnung. Vielleicht bin ich in dieser Hinsicht etwas klassisch geprägt – doch für mich gehören Werte, Respekt und ein bewusstes Kennenlernen zur Basis einer guten Geschäftsbeziehung.
Ein „Du“ darf für mich wachsen – aus Vertrauen und Beziehung heraus.
„Einfühlungsvermögen ist das Vermögen, das sich am besten verzinst.“ (Günther Radtke)
Gerade in unserer schnelllebigen Zeit – verstärkt durch Social Media – erlebe ich häufig, dass echtes Interesse am Gegenüber seltener wird. Das schnelle „Du“ wirkt unkompliziert, modern und nahbar.
Doch Nähe entsteht nicht durch eine Anrede – sondern durch Beziehung.
Ein vorschnelles Duzen kann Vertrauen nicht ersetzen. Im Gegenteil: Es kann überrumpeln, Grenzen verwischen oder Professionalität untergraben.
Die entscheidende Frage lautet daher nicht: „Du oder Sie?“ Sondern: Was ist in diesem Kontext angemessen?
Klare Business-Regeln für Duzen und Siezen
1. Wer bietet das „Du“ an?
Grundsätzlich gilt im deutschsprachigen Business-Kontext:
Die ranghöhere Person bietet das „Du“ an.
Alternativ die ältere Person.
In Kundensituationen entscheidet der Kunde.
Eigenmächtiges Duzen kann als Respektlosigkeit wahrgenommen werden.
2. In konservativen Branchen gilt weiterhin das „Sie“
Banken, Kanzleien, Behörden, klassische Industrieunternehmen oder im Umgang mit vermögenden Kund:innen: Hier bleibt das „Sie“ die sichere Wahl.
Es signalisiert:
✔ Respekt ✔ Professionalität ✔ Distanz mit Haltung
3. In Start-ups und internationalen Unternehmen
Hier ist das „Du“ häufig Teil der Unternehmenskultur. Doch auch hier gilt: Kontext schlägt Gewohnheit.
Bei externen Partnern, Investor:innen oder neuen Kund:innen empfiehlt es sich, zunächst beim „Sie“ zu bleiben.
4. Social Media ist kein Freifahrtschein
Nur weil jemand auf LinkedIn oder Instagram duzt, bedeutet das nicht automatisch, dass dies im persönlichen Gespräch gewünscht ist.
Digitaler Stil ersetzt keine persönliche Etikette.
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5. So lehnen Sie ein „Du“-Angebot höflich ab
Nicht jede Person fühlt sich mit einem schnellen „Du“ wohl. Vielleicht empfinden Sie es als zu vertraut oder als unpassend im geschäftlichen Kontext.
Wichtig ist: Sie dürfen ein „Du“-Angebot ablehnen.
Entscheidend ist dabei der Ton – respektvoll, wertschätzend und klar.
Mögliche Formulierungen:
„Vielen Dank für Ihr Du-Angebot. Im geschäftlichen Kontext bleibe ich jedoch gerne zunächst beim Sie. Vielleicht kommen wir später noch darauf zurück.“
Oder:
„Ihr Du-Angebot ehrt mich sehr. Ich hoffe, es ist für Sie in Ordnung, wenn wir vorerst beim Sie bleiben.“
Oder etwas kürzer:
„Ich fühle mich im Business mit dem Sie wohler.“
Eine höfliche Ablehnung ist kein Affront. Sie zeigt Selbstbewusstsein und Klarheit.
Denn Professionalität bedeutet nicht, jede Einladung anzunehmen – sondern bewusst zu entscheiden.
6. So kommen Sie geschickt vom „Du“ zum „Sie“ zurück
In ausgelassener Stimmung – etwa auf dem Oktoberfest oder der Weihnachtsfeier – rutscht schnell ein spontanes „Du“ heraus. Das ist menschlich und situationsbedingt.
Am nächsten Arbeitstag gilt jedoch wieder der berufliche Kontext.
Als rangniedere Person bleiben Sie grundsätzlich beim „Sie“ – es sei denn, die ranghöhere Person greift das „Du“ aktiv wieder auf.
Im Zweifel dürfen Sie respektvoll nachfragen:
„Gilt unser gestriges Du auch weiterhin im beruflichen Kontext – oder möchten Sie lieber beim Sie bleiben?“
Diese Klarheit schafft Sicherheit auf beiden Seiten.
Feierlaune ersetzt keine Hierarchie – und Professionalität beginnt am nächsten Morgen.
7. So setzen Sie das „Du“ unter Kollegen stilsicher in Kundenmeetings ein
In vielen Unternehmen wird intern geduzt, während Kunden und Geschäftspartner gesiezt werden. Gerade in Meetings kann dies sprachlich herausfordernd sein.
Wichtig ist: Vermeiden Sie plumpes oder unkoordiniertes Ansprechen von Kolleg:innen vor Kund:innen.
Zwei elegante Varianten haben sich etabliert:
Das „Münchner Du“ „Herr Meier, kannst du bitte Herrn Müller die Präsentation noch einmal zeigen?“
Das „Hamburger“ oder internationale Sie „Janine, könnten Sie bitte noch einmal die Zahlen erläutern?“
Beide Varianten verbinden Kollegialität mit Professionalität – insbesondere, wenn externe Geschäftspartner anwesend sind.
Entscheidend ist zudem eine saubere Vorstellungsrunde zu Beginn eines Meetings. So wissen alle Beteiligten, wie sie sich wertschätzend ansprechen.
8. Eigene Regeln definieren – mit Klarheit
Sie dürfen Ihre Haltung bewusst wählen.
Wenn Sie sich mit dem „Sie“ wohler fühlen, bleiben Sie dabei. Souveränität entsteht durch Klarheit – nicht durch Anpassung.
Ein stilvoller Übergang kann so klingen:
„Ich schätze das Siezen zu Beginn – wir können später gerne zum Du übergehen.“
Das wirkt weder altmodisch noch distanziert, sondern reflektiert und respektvoll.
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Das „Du“ ist kein Zeichen von Modernität – und das „Sie“ kein Zeichen von Kälte.
Beide Formen haben ihren Platz. Entscheidend ist, dass Sie bewusst wählen – und nicht aus Bequemlichkeit handeln.
Denn auch hier gilt: Wirkung entsteht im Detail.
Einfühlungsvermögen gehört für mich zum „Duzen“ und „Siezen“ dazu. Seien Sie auch nicht beleidigt, wenn einige Menschen auf Sozial Media lieber beim „Sie“ bleiben anstatt sofort Ihr „Du“ anzunehmen.
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Kommunikation im Business kann so einfach sein, wenn wir bestimmte Grundfaktoren beachten. Gute Kommunikation lässt uns einfach sympathischer und als wertvoller Gesprächspartner wirken. Die Schlüsselfaktoren von erfolgreicher Kommunikation sind Präsenz, Interesse, der Aufbau von Vertrauen und eine gute Körpersprache.
Gerade in der der heutigen schnelllebigen Zeit ist es so wichtig, sich wieder mehr Zeit für andere in persönlichen Gesprächssituationen zu nehmen.
„Die heutige Form der Kommunikation stellt andere Ansprüche an Raum und Zeit.“ (Franz Dommerz)
Wie können Sie nun bei der Begrüßung mit einem normalen Handschlag punkten und sich von Ihrer besten Seite zeigen?
Tipp Nr. 1 „Nehmen Sie in Gesprächssituationen eine offene Körperhaltung ein“
Ich erlebe es oft, dass meine Gesprächspartner – gerade in Online – eher im Stuhl oder Sessel „lümmeln“. Oftmals habe ich dann das Gefühl, dass er oder sie nur mit einem halben Ohr hinhört und seine Zeit „absitzt“.
Stehen Sie in persönlichen Begegnungen auf und stehen Sie bei längeren Online-Meetings auch und nutzen Sie einen höher gestellten Schreibtisch oder eine PC Erhöhung.
In Präsenz-Meetings wird eine zu lässige Körpersprache desinteressiert.
80% der Kommunikation findet nonverbal, über unsere Körpersprache, statt. Der Körper lügt nie. Es gibt viel mehr Menschen, die sich mit Körpersprache auskennen und sie entsprechend interpretieren, als Sie denken.
Nehmen Sie deswegen eine entspannte, Ihrem Gesprächspartner offene und zugewandte Haltung ein. Achten Sie auf absolute Präsenz in der persönlichen Begrüßung, den „richtigen“ Handschlag und auf einen guten Blickkontakt.
Tipp Nr. 2 „Interessieren Sie sich ernsthaft für Ihr Gegenüber“
Schon Adolph Freiherr von Knigge sagte: „Interessiere dich für andere, wenn du willst, dass andere sich für dich interessieren.“
Aktives Zuhören und richtiges Hinhören will gelernt sein. Zuhören ist nicht gleich Zuhören. Jeder Mensch braucht eine andere Bestätigung des Zuhörens in der Beziehung. Nutzen Sie absolute Präsenz, um von Anfang an eine positive Beziehungskompetenz aufzubauen. Nehmen Sie sich die Zeit und schalten Sie alle anderen Störfaktoren, wie z.B. das Handy – so schwer das auch fällt – aus oder auf lautlos.
Jeder Mensch hat in einem Gespräch Interessen und Bedürfnisse. Oft werden diese nicht ehrlich mitgeteilt, oder durch verschleierte Worte, Verse, Metaphern oder Vergleiche angesprochen. Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie die tatsächliche Botschaft und das damit verbundene Ziel hinter dem Gesagten herausfinden. Das funktioniert am besten mit Empathie. So verhindern Sie auch von Anfang an mögliche Missverständnisse und verhindern Konflikte.
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Tipp Nr. 3 „Machen Sie keine leeren Versprechungen, sondern bauen Sie von Anfang an eine Beziehung auf Augenhöhe auf“
Viele Dienstleister geben teilweise schnelle Versprechungen ab, in der Hoffnung, den Kunden zu gewinnen, oder zu halten. Wir können nicht immer sofort alle Wünsche der Kunden erfüllen. Vertrauensvolle Kundenbeziehungen entstehen durch gegenseitige Wertschätzung und ein gegenseitiges Verständnis füreinander.
Versprechungen abzugeben, bei denen sich am nächsten Tag herausstellt, dass diese absolut nicht erfüllbar sind, führen auf Dauer zu schlechter Reputation. Lieber verzichten Sie auf einen potenziellen Interessenten. Durch guten Service und eine ehrliche Kommunikation erhalten Sie in der Regel trotzdem eine Weiterempfehlung.
„Nein“ sagen ist so wichtig, um bei sich selbst zu bleiben. Wenn Sie und Ihre Mitarbeiter gerade gut ausgelastet sind, kommunizieren Sie das ehrlich und suchen gemeinsam mit dem Interessenten nach einer WIN-WIN Lösung. Kunden einfach so dazwischen „reinschieben“ führt oft zu mangelnder Qualität und zur Unzufriedenheit auf beiden Seiten. Menschen kaufen nun mal bei Menschen, die authentisch, ehrlich und sympathisch sind, weil sie sich die Zeit für ihr Gegenüber nehmen.
Tipp Nr. 4 „Die Macht des ersten Eindrucks – punkten Sie in Gesprächen mit der Wiederholung von Namen“
Hören Sie gerne Ihren Namen oder werden Sie lieber anonym angeredet?
Auch wenn sich das am Anfang vielleicht komisch anfühlt, sprechen Sie Ihr Gegenüber im persönlichen Gespräch oder im Telefonat gerne zwei bis dreimal mit seinem Nachnamen oder Vornamen – wenn Sie per „Du“ sind – an.
Nutzen Sie die Macht des Namen einmal zur Begrüßung. Unterstreichen Sie mit der Wiederholung des Namens zwischendurch um wichtige Gesprächsabschnitte „Herr Müller, wie sehen Sie das?“
Bedanken und verabschieden Sie sich am Ende des Gesprächs, indem Sie noch einmal den Namen wiederholen. „Herr Müller, vielen Dank für das erfrischende Gespräch und unseren wertschätzenden Austausch.“
Tipp Nr. 5 „Entwickeln Sie Ihren eigenen Kommunikations-Stil“
Das Wort Stil stammt vom lateinischen Wort „Stilus“ ab. Bereits in der Schule haben wir durch die Art unseren Schreibsstil die erste Schritte zu ganz persönlichen Kommunikationsstil entwickelt
Das ist wahrscheinlich der Tipp, der Sie am meisten herausfordern wird. Selbstreflexion gehört zur persönlichen Weiterentwicklung dazu.
Meine Fragen an Sie?
Wie würden Sie Ihren eigenen Kommunikationsstil bezeichnen? Sind Sie eher ein Zuhörer oder ein Entertainer?
Stehen Sie gerne im Mittelpunkt? Oder lassen Sie anderen auch den Raum, um etwas mitzuteilen?
Unterbrechen Sie andere in Gesprächen? Behaaren Sie stur auf Ihre eigene Meinung oder sind Sie tolerant und hören aktiv zu ohne andere zu unterbrechen?
Reden Sie lieber gar nicht, weil Ihnen die Harmonie wichtiger ist? Oder lieben Sie die Diplomatie, mit der Sie gerne eine WIN-WIN Lösung für beide Partner suchen?
Selbst wenn wir gute Kommunikatoren und Rhetoriker sind, so gibt es immer wieder Gesprächssituationen, die uns besonders herausfordern.
Mein Tipp: Reflektieren Sie Ihre jeweiligen Gespräche deswegen regelmäßig mit einer Art Kommunikations-Tagebuch:
Was ist gut gelaufen? Wo habe ich mich wohl gefühlt?
Bei was habe ich mich überrumpelt gefühlt? In welcher Situation habe ich meine Ziele und Interessen nicht 100% vertreten?
Wie kann ich in Zukunft besser auf meinen Gesprächspartner eingehen und mich besser vorbereiten?
Haben Sie viel in Ich und Wir Botschaften gesprochen?
Wurde das Sprachniveau und der persönliche Background Ihres Gegenübers berücksichtigt?
Gab es Probleme, wichtige Dinge klar und wertschätzend anzusprechen, wurden diese lieber verschweigen?
Bitte Sie auch Freunde und Bekannte um ein ehrliches Feedback zu Ihrem blinden Fleck in der Kommunikation. Nur so verbessern Sie Ihren eigenen Kommunikations-Stil!
Mein Fazit: Gute Kommunikation ist kein Hexenwerk, sondern bewusstes, reflexives Lernen.
💎 Möchten Sie mehr über das Thema Kommunikation erfahren? 💎
Gerne unterstütze ich Sie als Young Professional, leitender Angestellter oder angehende Führungskraft und/oder Ihre Mitarbeiter*innen selbstbewusst, stilsicher und kompetent auf jedem Business-Level (Online, auf Fotos oder auf der Bühne) als Personen-Marke, Persönlichkeit oder Markenbotschafter zu glänzen.
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