gerade das richtige Verhalten auf einer Weihnachtsfeier stellt viele auf eine große Probe. Weil es oft nicht einfach ist, den Wechsel von einem eher förmlichen Umfeld – dem Büro – auf ein privates Parkett – dem Restaurant – zu vollziehen. Dabei ist die Weihnachtsfeier eine gute Gelegenheit, im Team noch stärker zusammenzuwachsen und mit gemeinsamen Zielen ins neue Jahr zu starten.
Wie auf jedem Event, gibt es aber auch hier kleine Fauxpas und Stolpersteine, die in der Regel zwar nicht öffentlich kommentiert werden. Die aber für Sie oft schon am nächsten Tag entsprechende Konsequenzen nach sich ziehen können.
„Das Benehmen eines Menschen sollte wie seine Kleidung sein, nicht steif und peinlich akkurat, sondern frei genug, um sich zu bewegen und zu bestätigen.“ (Sir Francis von Verulam Bacon)
Damit auch Sie und Ihr Team die nächste Weihnachtsfeier richtig genießen können, nutzen Sie dafür einfach meine 7 Punkte Checkliste:
Tipp Nr. 1 „Teilnahme Ja oder Nein?“
Die Frage stellen sich sicherlich viele, nicht nur Menschen, die in der Regel introvertiert sind. Sie sollten aber auf jeden Fall teilnehmen, denn das ist eine sehr gute Gelegenheit, Kollegen oder Mitarbeiter aus anderen Abteilungen besser kennenzulernen. Sie können sich in einer eher ungezwungenen Atmosphäre etwas „privater“ kennenlernen und damit auch den Teamgeist stärken. Bleiben Sie dabei aber authentisch und verstellen Sie sich nicht.
Kommen Sie zur Weihnachtsfeier auf jeden Fall pünktlich und sagen Sie bei einer Einladung (egal, ob mündlich oder schriftlich) rechtzeitig zu oder ab. Im Nachhinein abzusagen, ist nur bei 3 Gründen möglich: Sie sind schwer erkrankt, Sie haben einen plötzlichen Todesfall in der Familie, oder die Bahn / der Flieger streikt. Und Sie können dadurch massiv zu spät, oder gar nicht erscheinen.
Tipp Nr. 2 „So punkten Sie mit passenden Gesprächsthemen beim Small-Talk“
Der Small Talk dient zur Auflockerung der Weihnachtsfeier, um neue Kollegen kennenzulernen und bei Kollegen, die man länger nicht gesehen hat, die Beziehung aufzufrischen. Interessieren Sie sich ehrlich und ernsthaft für Ihr Gegenüber und finden Sie Gemeinsamkeiten über aktuelle Themen. Zum Beispiel, Weihnachts-Traditionen aus unterschiedlichen Kulturkreisen, oder wirklich empfehlenswerte Weihnachtsmärkte.
Vermeiden sollten Sie dagegen peinliche Themen, wie die Höhe von Gehältern, Lästern über Kollegen und Mitbewerber, sowie allgemein Bad News aus der Branche. Mit negativen Themen erzeugen Sie eine negative Stimmung und können schnell zum Miesepeter des Abends werden.
Foto-Credit: Adobe Stock 234656761, eigener Account über jkp@gekonnt-wirken.de
Tipp Nr. 3 „Duzen oder Siezen: Was kommt besser an?“
Gerade auf der Weihnachtsfeier, wo es darum geht, sich endlich besser kennenzulernen und den Teamgeist zu stärken, ist das Duzen oder Siezen eine sehr spannende Frage.
Die Weihnachtsfeier ist oft eine gute Gelegenheit, dem Kollegen oder der Kollegin nach einer langen Zusammenarbeit endlich mal das „Du“ anzubieten. Bedanken Sie sich zunächst für die gute Beziehung, zeigen Sie Wertschätzung und sprechen Sie dann erst das „Du“-Angebot aus. Zum Beispiel „Lieber Herr Meier, ich finde es klasse, wie Sie sich immer im Team einsetzen. Ich möchte Ihnen gerne das „Du“ anbieten, ich bin die Janine.“
Wenn Sie in der Feier- und Genusslaune ein „Du“ angenommen haben, können Sie gerne am nächsten Tag noch einmal nachfragen, ob das jetzt für immer gilt. Die goldene Regel sagt ja „Einmal Du – immer Du.“
Tipp Nr. 4 „So kleiden Sie sich stilsicher und angemessen“
Wertschätzen und würdigen Sie den Anlass entsprechend. Kleiden Sie sich passend zum Motto und zur Location. Sie müssen dafür nicht extra ein neues Outfit kaufen. Der Anlass ist festlich, egal, welche Location dafür ausgewählt wurde. Und deswegen sollte diesen Anlass auch Ihr Outfit widerspiegeln
Ausser, Sie gehen zum Bowlen oder zum Go-Kart fahren etc. – dann darf es natürlich legerer sein..
Festlichkeit können Sie auch durch bestimmten Schmuck oder ein edles Einstecktuch ausdrücken.
Tipp Nr. 5 „Geschenke mitbringen ja oder nein?“
Das ist immer eine spannende Frage, die sich oft kleine Teams stellen. Vereinbaren Sie dazu einfach untereinander die beste Lösung, z.B. das „berühmt-berüchtigte“, aber trotzdem beliebte „Wichteln“. Nichts ist peinlicher, wenn nur eine Person ein Geschenk, oder ein Einziger kein Geschenk dabei hat.
Mein Tipp zum Thema „Geschenk für den Chef“: Ich persönlich finde es stilsicherer, wenn Sie sich beim Chef oder der Chefin gemeinsam als Team für das erfolgreiche Jahr mit einem kleinen persönlichen Geschenk bedanken. Das Geschenk sollte am besten 100%ig zu der Person passen, einzigartig sein und wirklich von Herzen kommen.
Tipp Nr. 6 „Wie gehe ich stilsicher mit dem Alkohol um?“
Sicherlich wird auf der Weihnachtsfeier etwas mehr Alkohol konsumiert. Achten Sie trotzdem darauf, dass Sie sich nicht zu einem „Wett-Trinken“ oder „Mut-Trinken“ verleiten lassen. Wenn Sie, oder Kollegen keinen Alkohol trinken, sollten das die anderen auch akzeptieren.
Mein Tipp: Warten Sie immer, bis der Chef oder die Chefin das Glas erhebt, um gemeinsam mit dem Team anzustoßen.
Achten Sie darauf, dass Sie regelmäßig Wasser trinken und bleiben Sie auf der Weihnachtsfeier bei der Menge an Alkohol, den Sie auch wirklich problemlos vertragen. So vermeiden Sie peinliche Show-Einlagen, die Sie am nächsten Tag sicherlich bereuen. Das ist ein No-Go und ein absolutes Tabu.
Sorgen Sie auch dafür, dass Sie am Ende der Weihnachtsfeier entweder abgeholt werden, oder nutzen Sie ein Taxi. Gerade zur Weihnachtszeit kontrolliert die Polizei gerne.
Tipp Nr. 7 „Flirten ja oder nein?“
Ich finde, dass ein kleiner Flirt auf der Weihnachtsfeier absolut ok ist und noch niemandem geschadet hat.. Flirten ist für mich auch ein nettes, ehrliches Kompliment. Vermeiden Sie jedoch Komplimente, die in die erotische Schublade gesteckt werden können.
Mein Tipp an die Damen: Freuen Sie sich doch über ein ehrlich gemeintes Kompliment Ihres Kollegen! Und bewerten Sie es nicht gleich als plumpe Anmache (außer, es ist eine…)
Mein letzter Tipp zum Schluss
Last, but not least: Vergessen Sie nicht, sich bei der Verabschiedung bei Ihrem Gastgeber (Ihrem Vorgesetzten, oder bei demjenigen, der Sie eingeladen hat) zu bedanken. Sonst hilft Ihnen Ihr ganzes, vorbildliches Verhalten auf der Weihnachtsfeier nämlich nicht viel. Weil Sie dann eher als „undankbarer Schnösel“ wahrgenommen werden und so in Erinnerung bleiben
Ich hoffe, dass Ihnen meine Tipps bei Ihrem Verhalten auf der Weihnachtsfeier helfen werden. Und wünsche Ihnen dazu viel Spaß und viel Freude beim Umsetzen meiner Tipps.
Ihre Knigge-Expertin Janine Katharina Pötsch
Mein Fazit: Weihnachts- oder Betriebsfeiern machen wirklich Spaß. Jedoch sollte niemand dazu „gezwungen“ werden. Lästern Sie am nächsten Tag auch nicht über Kolleg*innen, die nicht teilnehmen.
💎 Planen Sie für Ihre nächste Weihnachtsfeier etwas Besonders? 💎
Kleine Teams mit bis zu 12 Personen haben mich im Rahmen Ihrer Weihnachtsfeier als kleines Dankeschön für Ihre Mitarbeiter mit einem Coaching und Dining Event gebucht.
Ein stilvolles Verabschieden ist nicht immer einfach. Ob als Gastgeber:in, wenn Gäste partout kein Ende finden wollen – oder als Gast, der sich angemessen bedanken und in guter Erinnerung bleiben möchte.
Gerade der Abschied entscheidet oft darüber, wie eine Einladung insgesamt wahrgenommen wird. Er rundet den Abend ab und spiegelt Haltung, Wertschätzung und soziale Kompetenz wider.
Als Gastgeber:in gilt es, den richtigen Moment zu erkennen und dennoch herzlich zu bleiben. Als Gast zeigt ein bewusst formulierter Dank Respekt und Stil.
Denn: Der letzte Eindruck bleibt.
„Wer im Verkehr mit Menschen die Manieren einhält, lebt von den Zinsen. Wer sich über sie hinwegsetzt, greift sein Kapital an.“ (Hugo von Hoffmannsthal)
Das stilsichere Verabschieden als Gastgeber:in
Die nächste Firmenfeier – ob Weihnachtsfeier, Sommerfest oder Kunden-Event – kommt bestimmt. Und nicht nur dort stellt sich für Gastgeber:innen eine entscheidende Frage:
Wie verabschiede ich Gäste souverän, ohne unhöflich zu wirken – und ohne meine Contenance zu verlieren?
Ein gelungener Abschied beendet einen Abend stilvoll. Er setzt einen klaren Rahmen – wertschätzend, aber bestimmt.
Hier meine fünf wichtigsten Schritte für ein elegantes Verabschieden:
Schritt 1: Bedanken Sie sich bewusst
Bedanken Sie sich am Ende des Abends persönlich bei Ihren Gästen für ihr Kommen und die gemeinsame Zeit.
Ein kurzer Rückblick auf den gelungenen Abend wirkt verbindend:
„Mir hat unser Beisammensein große Freude bereitet.“
Sprechen Sie dabei bewusst in der Vergangenheit. Das signalisiert charmant, dass der offizielle Teil nun endet.
Schritt 2: Die letzte Runde
Eine „letzte Runde aufs Haus“ kann ein stilvoller Übergang sein. Kommunizieren Sie anschließend offen, dass Sie sich nun um den Abschluss kümmern.
Für Menschen mit Taktgefühl ist das ein dezenter Hinweis: Der Abend neigt sich dem Ende zu.
Schritt 3: Ehrlichkeit mit Haltung
Wenn Sie früh aufstehen oder Verpflichtungen haben, kommunizieren Sie das klar:
„Ich muss morgen sehr früh raus.“
Humorvolle Fragen wie „Was steht bei Ihnen morgen an?“ können helfen, das Thema charmant einzuleiten.
Wer empathisch ist, wird das Signal verstehen.
Gäste, welche aktiv Zuhören können und Empathie haben, verstehen das. Und nutzen die Gunst der Stunde nicht aus, um sich weiterhin auf Kosten des Gastgebers zu amüsieren.
Foto-Credit: Adobe Stock 2755275666, eigener Account über jkp@gekonnt-wirken.de
Schritt 4: Aktiv den Abschluss einleiten
Falls nötig, bieten Sie an, Taxis zu organisieren oder beim Abholen der Mäntel zu helfen. Das schafft Bewegung und löst die Runde auf natürliche Weise auf.
Bestimmtheit ist hier kein Mangel an Höflichkeit – sondern Ausdruck klarer Führung.
Schritt 5: Klare Worte, wenn es sein muss
Wenn subtile Hinweise nicht greifen, dürfen Sie freundlich, aber eindeutig werden:
„Es ist inzwischen wirklich spät geworden. Ich verabschiede mich nun von Ihnen und wünsche Ihnen einen guten Heimweg.“
Oder etwas herzlicher formuliert:
„Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend und einen sicheren Nachhauseweg. Ihre Mäntel habe ich vorsorglich schon bereitgelegt.“
Das ist nicht unhöflich – sondern Ausdruck von Klarheit und Selbstfürsorge.
Stil bedeutet nicht, es allen recht zu machen. Stil bedeutet, Grenzen mit Haltung zu setzen.
Das stilvolle Verabschieden als Gast
Wer die Etikette kennt, weiß: Spätestens 15 Minuten nach Espresso oder Digestif ist der richtige Zeitpunkt, sich zu verabschieden.
Ein gelungener Abschied als Gast beinhaltet:
persönlichen Dank
ehrliche Wertschätzung
kurze, klare Worte
keinen dramatischen Abgang
Ein schöner musikalischer Klassiker erinnert daran, wie wertvoll Dankbarkeit im Abschied sein kann – und wie berührend einfache Worte wirken.
Ein stilvoller Gast bedankt sich für:
die Einladung
die Zeit
die Gastfreundschaft
die Gespräche
Und geht – bevor man ihn innerlich verabschieden möchte.
Das stilsichere Verabschieden ist wie der letzte Pinselstrich eines Gemäldes.
Der letzte Eindruck bleibt oft länger in Erinnerung als der erste.
Wer Abschiede bewusst gestaltet, zeigt Haltung, Wertschätzung und soziale Kompetenz – im privaten wie im beruflichen Kontext.
Mein Fazit:
Das stilsichere Verabschieden ist wie der letzte Pinselstrich eines Gemäldes.
Der letzte Eindruck bleibt oft länger in Erinnerung als der erste.
Wer Abschiede bewusst gestaltet, zeigt Haltung, Wertschätzung und soziale Kompetenz – im privaten wie im beruflichen Kontext.
💎 Möchten Sie mehr über das stilsichere Verhalten als Gastgeber oder Gast beim Lunch oder Dinner erfahren? 💎
Gerne unterstütze ich Sie als Young Professional, leitender Angestellter oder angehende Führungskraft – sowie Ihre Mitarbeiter:innen – dabei, sich im Rahmen eines Knigge-Dinners selbstbewusst, stilsicher und kompetent zu bewegen.
In stilvoller Atmosphäre lernen Sie praxisnah, wie moderne Tischkultur, sicheres Auftreten und souveräne Kommunikation im Business-Kontext zusammenspielen.
Denn wer sich bei Lunch, Dinner oder Geschäftsessen sicher fühlt, gewinnt automatisch an Präsenz und Ausstrahlung.
Das schnelle, englisch geprägte „Du“ gehört in vielen Unternehmen inzwischen zum guten Ton – und wird oft als Ausdruck von Teamgeist und Modernität verstanden.
Vor allem in international ausgerichteten, amerikanisch geprägten Firmen ist das „Du“ Teil der Unternehmenskultur. Auch in Start-ups, sozialen Berufen oder der Medienbranche gilt es häufig als selbstverständlich.
In konservativen Branchen hingegen – oder im Umgang mit Kund:innen der Babyboomer-Generation – bleibt das „Sie“ für viele die angemessene Eintrittskarte in eine professionelle Geschäftsbeziehung.
Doch Hand aufs Herz: Sind Sie beim Duzen oder Siezen schon einmal in ein Fettnäpfchen getreten? Oder fühlen Sie sich manchmal von einem schnellen „Du“ überrumpelt?
Ich persönlich schätze eine gewisse Form der Distanz zu Beginn einer Begegnung. Vielleicht bin ich in dieser Hinsicht etwas klassisch geprägt – doch für mich gehören Werte, Respekt und ein bewusstes Kennenlernen zur Basis einer guten Geschäftsbeziehung.
Ein „Du“ darf für mich wachsen – aus Vertrauen und Beziehung heraus.
„Einfühlungsvermögen ist das Vermögen, das sich am besten verzinst.“ (Günther Radtke)
Gerade in unserer schnelllebigen Zeit – verstärkt durch Social Media – erlebe ich häufig, dass echtes Interesse am Gegenüber seltener wird. Das schnelle „Du“ wirkt unkompliziert, modern und nahbar.
Doch Nähe entsteht nicht durch eine Anrede – sondern durch Beziehung.
Ein vorschnelles Duzen kann Vertrauen nicht ersetzen. Im Gegenteil: Es kann überrumpeln, Grenzen verwischen oder Professionalität untergraben.
Die entscheidende Frage lautet daher nicht: „Du oder Sie?“ Sondern: Was ist in diesem Kontext angemessen?
Klare Business-Regeln für Duzen und Siezen
1. Wer bietet das „Du“ an?
Grundsätzlich gilt im deutschsprachigen Business-Kontext:
Die ranghöhere Person bietet das „Du“ an.
Alternativ die ältere Person.
In Kundensituationen entscheidet der Kunde.
Eigenmächtiges Duzen kann als Respektlosigkeit wahrgenommen werden.
2. In konservativen Branchen gilt weiterhin das „Sie“
Banken, Kanzleien, Behörden, klassische Industrieunternehmen oder im Umgang mit vermögenden Kund:innen: Hier bleibt das „Sie“ die sichere Wahl.
Es signalisiert:
✔ Respekt ✔ Professionalität ✔ Distanz mit Haltung
3. In Start-ups und internationalen Unternehmen
Hier ist das „Du“ häufig Teil der Unternehmenskultur. Doch auch hier gilt: Kontext schlägt Gewohnheit.
Bei externen Partnern, Investor:innen oder neuen Kund:innen empfiehlt es sich, zunächst beim „Sie“ zu bleiben.
4. Social Media ist kein Freifahrtschein
Nur weil jemand auf LinkedIn oder Instagram duzt, bedeutet das nicht automatisch, dass dies im persönlichen Gespräch gewünscht ist.
Digitaler Stil ersetzt keine persönliche Etikette.
Foto-Credit: Adobe Stock 2755275666, eigener Account über jkp@gekonnt-wirken.de
5. So lehnen Sie ein „Du“-Angebot höflich ab
Nicht jede Person fühlt sich mit einem schnellen „Du“ wohl. Vielleicht empfinden Sie es als zu vertraut oder als unpassend im geschäftlichen Kontext.
Wichtig ist: Sie dürfen ein „Du“-Angebot ablehnen.
Entscheidend ist dabei der Ton – respektvoll, wertschätzend und klar.
Mögliche Formulierungen:
„Vielen Dank für Ihr Du-Angebot. Im geschäftlichen Kontext bleibe ich jedoch gerne zunächst beim Sie. Vielleicht kommen wir später noch darauf zurück.“
Oder:
„Ihr Du-Angebot ehrt mich sehr. Ich hoffe, es ist für Sie in Ordnung, wenn wir vorerst beim Sie bleiben.“
Oder etwas kürzer:
„Ich fühle mich im Business mit dem Sie wohler.“
Eine höfliche Ablehnung ist kein Affront. Sie zeigt Selbstbewusstsein und Klarheit.
Denn Professionalität bedeutet nicht, jede Einladung anzunehmen – sondern bewusst zu entscheiden.
6. So kommen Sie geschickt vom „Du“ zum „Sie“ zurück
In ausgelassener Stimmung – etwa auf dem Oktoberfest oder der Weihnachtsfeier – rutscht schnell ein spontanes „Du“ heraus. Das ist menschlich und situationsbedingt.
Am nächsten Arbeitstag gilt jedoch wieder der berufliche Kontext.
Als rangniedere Person bleiben Sie grundsätzlich beim „Sie“ – es sei denn, die ranghöhere Person greift das „Du“ aktiv wieder auf.
Im Zweifel dürfen Sie respektvoll nachfragen:
„Gilt unser gestriges Du auch weiterhin im beruflichen Kontext – oder möchten Sie lieber beim Sie bleiben?“
Diese Klarheit schafft Sicherheit auf beiden Seiten.
Feierlaune ersetzt keine Hierarchie – und Professionalität beginnt am nächsten Morgen.
7. So setzen Sie das „Du“ unter Kollegen stilsicher in Kundenmeetings ein
In vielen Unternehmen wird intern geduzt, während Kunden und Geschäftspartner gesiezt werden. Gerade in Meetings kann dies sprachlich herausfordernd sein.
Wichtig ist: Vermeiden Sie plumpes oder unkoordiniertes Ansprechen von Kolleg:innen vor Kund:innen.
Zwei elegante Varianten haben sich etabliert:
Das „Münchner Du“ „Herr Meier, kannst du bitte Herrn Müller die Präsentation noch einmal zeigen?“
Das „Hamburger“ oder internationale Sie „Janine, könnten Sie bitte noch einmal die Zahlen erläutern?“
Beide Varianten verbinden Kollegialität mit Professionalität – insbesondere, wenn externe Geschäftspartner anwesend sind.
Entscheidend ist zudem eine saubere Vorstellungsrunde zu Beginn eines Meetings. So wissen alle Beteiligten, wie sie sich wertschätzend ansprechen.
8. Eigene Regeln definieren – mit Klarheit
Sie dürfen Ihre Haltung bewusst wählen.
Wenn Sie sich mit dem „Sie“ wohler fühlen, bleiben Sie dabei. Souveränität entsteht durch Klarheit – nicht durch Anpassung.
Ein stilvoller Übergang kann so klingen:
„Ich schätze das Siezen zu Beginn – wir können später gerne zum Du übergehen.“
Das wirkt weder altmodisch noch distanziert, sondern reflektiert und respektvoll.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Das „Du“ ist kein Zeichen von Modernität – und das „Sie“ kein Zeichen von Kälte.
Beide Formen haben ihren Platz. Entscheidend ist, dass Sie bewusst wählen – und nicht aus Bequemlichkeit handeln.
Denn auch hier gilt: Wirkung entsteht im Detail.
Einfühlungsvermögen gehört für mich zum „Duzen“ und „Siezen“ dazu. Seien Sie auch nicht beleidigt, wenn einige Menschen auf Sozial Media lieber beim „Sie“ bleiben anstatt sofort Ihr „Du“ anzunehmen.
💎 Möchten Sie mehr über stilsicheres Verhalten im Business erfahren? 💎
Gerne unterstütze ich Sie als Young Professional, leitende Führungskraft oder angehende Führungspersönlichkeit – sowie Ihre Mitarbeiter:innen – dabei, selbstbewusst, stilsicher und kompetent auf jedem Business-Level aufzutreten.
Kommunikation im Business kann so einfach sein, wenn wir bestimmte Grundfaktoren beachten. Gute Kommunikation lässt uns einfach sympathischer und als wertvoller Gesprächspartner wirken. Die Schlüsselfaktoren von erfolgreicher Kommunikation sind Präsenz, Interesse, der Aufbau von Vertrauen und eine gute Körpersprache.
Gerade in der der heutigen schnelllebigen Zeit ist es so wichtig, sich wieder mehr Zeit für andere in persönlichen Gesprächssituationen zu nehmen.
„Die heutige Form der Kommunikation stellt andere Ansprüche an Raum und Zeit.“ (Franz Dommerz)
Wie können Sie nun bei der Begrüßung mit einem normalen Handschlag punkten und sich von Ihrer besten Seite zeigen?
Tipp Nr. 1 „Nehmen Sie in Gesprächssituationen eine offene Körperhaltung ein“
Ich erlebe es oft, dass meine Gesprächspartner – gerade in Online – eher im Stuhl oder Sessel „lümmeln“. Oftmals habe ich dann das Gefühl, dass er oder sie nur mit einem halben Ohr hinhört und seine Zeit „absitzt“.
Stehen Sie in persönlichen Begegnungen auf und stehen Sie bei längeren Online-Meetings auch und nutzen Sie einen höher gestellten Schreibtisch oder eine PC Erhöhung.
In Präsenz-Meetings wird eine zu lässige Körpersprache desinteressiert.
80% der Kommunikation findet nonverbal, über unsere Körpersprache, statt. Der Körper lügt nie. Es gibt viel mehr Menschen, die sich mit Körpersprache auskennen und sie entsprechend interpretieren, als Sie denken.
Nehmen Sie deswegen eine entspannte, Ihrem Gesprächspartner offene und zugewandte Haltung ein. Achten Sie auf absolute Präsenz in der persönlichen Begrüßung, den „richtigen“ Handschlag und auf einen guten Blickkontakt.
Tipp Nr. 2 „Interessieren Sie sich ernsthaft für Ihr Gegenüber“
Schon Adolph Freiherr von Knigge sagte: „Interessiere dich für andere, wenn du willst, dass andere sich für dich interessieren.“
Aktives Zuhören und richtiges Hinhören will gelernt sein. Zuhören ist nicht gleich Zuhören. Jeder Mensch braucht eine andere Bestätigung des Zuhörens in der Beziehung. Nutzen Sie absolute Präsenz, um von Anfang an eine positive Beziehungskompetenz aufzubauen. Nehmen Sie sich die Zeit und schalten Sie alle anderen Störfaktoren, wie z.B. das Handy – so schwer das auch fällt – aus oder auf lautlos.
Jeder Mensch hat in einem Gespräch Interessen und Bedürfnisse. Oft werden diese nicht ehrlich mitgeteilt, oder durch verschleierte Worte, Verse, Metaphern oder Vergleiche angesprochen. Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie die tatsächliche Botschaft und das damit verbundene Ziel hinter dem Gesagten herausfinden. Das funktioniert am besten mit Empathie. So verhindern Sie auch von Anfang an mögliche Missverständnisse und verhindern Konflikte.
Foto-Credit: Adob Stock 217561067, eigener Account über jkp@gekonnt-wirken.de
Tipp Nr. 3 „Machen Sie keine leeren Versprechungen, sondern bauen Sie von Anfang an eine Beziehung auf Augenhöhe auf“
Viele Dienstleister geben teilweise schnelle Versprechungen ab, in der Hoffnung, den Kunden zu gewinnen, oder zu halten. Wir können nicht immer sofort alle Wünsche der Kunden erfüllen. Vertrauensvolle Kundenbeziehungen entstehen durch gegenseitige Wertschätzung und ein gegenseitiges Verständnis füreinander.
Versprechungen abzugeben, bei denen sich am nächsten Tag herausstellt, dass diese absolut nicht erfüllbar sind, führen auf Dauer zu schlechter Reputation. Lieber verzichten Sie auf einen potenziellen Interessenten. Durch guten Service und eine ehrliche Kommunikation erhalten Sie in der Regel trotzdem eine Weiterempfehlung.
„Nein“ sagen ist so wichtig, um bei sich selbst zu bleiben. Wenn Sie und Ihre Mitarbeiter gerade gut ausgelastet sind, kommunizieren Sie das ehrlich und suchen gemeinsam mit dem Interessenten nach einer WIN-WIN Lösung. Kunden einfach so dazwischen „reinschieben“ führt oft zu mangelnder Qualität und zur Unzufriedenheit auf beiden Seiten. Menschen kaufen nun mal bei Menschen, die authentisch, ehrlich und sympathisch sind, weil sie sich die Zeit für ihr Gegenüber nehmen.
Tipp Nr. 4 „Die Macht des ersten Eindrucks – punkten Sie in Gesprächen mit der Wiederholung von Namen“
Hören Sie gerne Ihren Namen oder werden Sie lieber anonym angeredet?
Auch wenn sich das am Anfang vielleicht komisch anfühlt, sprechen Sie Ihr Gegenüber im persönlichen Gespräch oder im Telefonat gerne zwei bis dreimal mit seinem Nachnamen oder Vornamen – wenn Sie per „Du“ sind – an.
Nutzen Sie die Macht des Namen einmal zur Begrüßung. Unterstreichen Sie mit der Wiederholung des Namens zwischendurch um wichtige Gesprächsabschnitte „Herr Müller, wie sehen Sie das?“
Bedanken und verabschieden Sie sich am Ende des Gesprächs, indem Sie noch einmal den Namen wiederholen. „Herr Müller, vielen Dank für das erfrischende Gespräch und unseren wertschätzenden Austausch.“
Tipp Nr. 5 „Entwickeln Sie Ihren eigenen Kommunikations-Stil“
Das Wort Stil stammt vom lateinischen Wort „Stilus“ ab. Bereits in der Schule haben wir durch die Art unseren Schreibsstil die erste Schritte zu ganz persönlichen Kommunikationsstil entwickelt
Das ist wahrscheinlich der Tipp, der Sie am meisten herausfordern wird. Selbstreflexion gehört zur persönlichen Weiterentwicklung dazu.
Meine Fragen an Sie?
Wie würden Sie Ihren eigenen Kommunikationsstil bezeichnen? Sind Sie eher ein Zuhörer oder ein Entertainer?
Stehen Sie gerne im Mittelpunkt? Oder lassen Sie anderen auch den Raum, um etwas mitzuteilen?
Unterbrechen Sie andere in Gesprächen? Behaaren Sie stur auf Ihre eigene Meinung oder sind Sie tolerant und hören aktiv zu ohne andere zu unterbrechen?
Reden Sie lieber gar nicht, weil Ihnen die Harmonie wichtiger ist? Oder lieben Sie die Diplomatie, mit der Sie gerne eine WIN-WIN Lösung für beide Partner suchen?
Selbst wenn wir gute Kommunikatoren und Rhetoriker sind, so gibt es immer wieder Gesprächssituationen, die uns besonders herausfordern.
Mein Tipp: Reflektieren Sie Ihre jeweiligen Gespräche deswegen regelmäßig mit einer Art Kommunikations-Tagebuch:
Was ist gut gelaufen? Wo habe ich mich wohl gefühlt?
Bei was habe ich mich überrumpelt gefühlt? In welcher Situation habe ich meine Ziele und Interessen nicht 100% vertreten?
Wie kann ich in Zukunft besser auf meinen Gesprächspartner eingehen und mich besser vorbereiten?
Haben Sie viel in Ich und Wir Botschaften gesprochen?
Wurde das Sprachniveau und der persönliche Background Ihres Gegenübers berücksichtigt?
Gab es Probleme, wichtige Dinge klar und wertschätzend anzusprechen, wurden diese lieber verschweigen?
Bitte Sie auch Freunde und Bekannte um ein ehrliches Feedback zu Ihrem blinden Fleck in der Kommunikation. Nur so verbessern Sie Ihren eigenen Kommunikations-Stil!
Mein Fazit: Gute Kommunikation ist kein Hexenwerk, sondern bewusstes, reflexives Lernen.
💎 Möchten Sie mehr über das Thema Kommunikation erfahren? 💎
Gerne unterstütze ich Sie als Young Professional, leitender Angestellter oder angehende Führungskraft und/oder Ihre Mitarbeiter*innen selbstbewusst, stilsicher und kompetent auf jedem Business-Level (Online, auf Fotos oder auf der Bühne) als Personen-Marke, Persönlichkeit oder Markenbotschafter zu glänzen.
Knitterfreie Kleidung auf Geschäftsreisen zu haben, ist gar nicht so einfach. Aber machbar, wenn man einige einfache Tipps beherzigt. Auch, um dem Ärger aus dem Weg zu gehen, wenn Sie nach Ihrer Ankunft im Hotel feststellen, dass Ihre Businesskleidung verknittert ist. Sie im Hotel aber keinen Bügelservice finden und am nächsten Morgen ein wichtiges Meeting ansteht.
„Pack Deiner Koffer mit Weisheit.“ (Ephraim Kishon)
Kleidung ist schließlich nonverbale Kommunikation und der erste Eindruck zählt. Darum sollten Geschäftsreisende lernen, wie sie ihren Koffer packen, damit sie keine bösen Überraschungen erleben. Einen Koffer gezielt zu packen ist nämlich gar nicht so schwer, wie Sie vielleicht denken. Vorausgesetzt, Sie berücksichtigen die folgenden Tipps. Das garantiert Ihnen ein stressfreies Ankommen und einen gekonnten Auftritt bei Ihrem Meeting.
Tipp Nr. 1 „Wählen Sie unbedingt knitterfreie Stoffe“
Achten Sie schon bei der Auswahl Ihrer Kleidung auf die Auswahl der Stoffe. Kleidung mit einem hohen Anteil von Elasthan, Anzüge, Kleider und Kostüme aus Schurwolle, sowie knitter- und bügelfreie Blusen und Hemden, sind für längere Reisen bestens geeignet. Aber nicht nur hier, sondern auch im täglichen Business sind Sie mit knitterfreien Stoffen im Vorteil, gerade auch bei langen Meetings.
Tipp Nr. 2 „Die richtige Reihenfolge beim Kofferpacken entscheidet“
Schon Adolph Freiherr von Knigge sagte: „Interessiere dich für andere, wenn du willst, dass andere sich für dich interessieren.“
Achten Sie auch darauf, wie Sie Ihren Koffer packen. Bei einem kleinen Koffer empfiehlt es sich, wenn Sie die schweren Gegenstände wie Kulturbeutel, Schuhe (bitte immer mit Schuhspanner im Schuhbeutel transportieren), Fön und Arbeitsmaterialien nach unten legen. Die schwersten Teile gehören auch an die Enden im Koffer, wo sich die Kofferrollen befinden. Füllen Sie Lücken mit Strümpfen, Nacht- und Unterwäsche. Danach legen Sie ein großes Handtuch darüber und die erste „Lage“ ist fertig.
Die zweite Lage beginnt mit Hosen, die Sie bitte korrekt auf Bügelfalte legen. Der Bund gehört auch wieder an den Kofferrand. Danach können Damen Röcke und Kleider legen. Lassen Sie hier Hosenbeine und Rock- oder Kleiderlängen über den Koffer hinausragen. Nun legen Sie alle Oberteile darauf. Beginnen Sie auch hier mit den schwersten Teilen wie Blazer oder Sakkos. Polstern Sie auch hier die Schulterpartie bei leichten Teilen aus.
Foto-Credit: Adobe Stock 257332807
Tipp Nr. 3 „Nutzen Sie Seidenpapier“
Die dritte Labe bilden Blusen und Hemden. Selbst bei knitterfreien Produkten können manchmal leichte Knitterfalten entstehen. Nutzen Sie hier Seidenpapier und verpacken Sie Blusen und Hemden korrekt. Hier empfiehlt es sich, dass Sie das Seidenpapier aus dem nächsten Einkauf bei hochwertigen Bekleidungsgeschäften aufheben und dafür nutzen. Wohin mit Hosenbeinen und Co?
Nachdem Sie alle Oberteile platziert haben, schlagen Sie Hosenbeine und Rocklängen wieder zurück. Der Trick hierbei ist, dass dadurch keine Knicke entstehen und die innenliegenden Teile nicht verrutschen.
Tipp Nr. 4 „So bleiben Seidentücher, Schals, Krawatten und Einstecktücher knitterfrei“
Rollen Sie diese Teile stramm um eine Küchenrolle und platzieren Sie die Röhre an der gegenüberliegenden Seite der Kofferrollen.
Tipp Nr. 5 „Notfall-Plan für alle Fälle“
Sollte dennoch ein Kleidungsstück nach Ihrer Anreise nicht knitterfrei sein, hängen Sie das entsprechende Teil an einen Kleiderbügel ins Badezimmer. Bei einer heißen Dusche glättet der Dampf die Falten automatisch.
Ich wünsche Ihnen mit diesen Tipps eine entspannte Reise und dass Sie mit knitterfreier Kleidung auf Ihren Geschäftsreisen ankommen! :-))
Ihre Stil-Expertin Janine Katharina Pötsch
Mein Fazit: Die Art, wie Sie Ihren Koffer für packen, ist wichtig, damit Sie auch vor Ort einen stilvollen und kompetenten Auftritt beim Business-Meeting machen.
💎 Möchten Sie mehr zum Thema Koffer packen erfahren? 💎
Laden Sie sich hier gerne meine kleine Checkliste herunter.
Ein Händedruck ist mehr als eine formale Geste. Er ist ein nonverbales Statement – über Selbstbewusstsein, Haltung und Respekt.
Gerade im Business entscheidet oft der erste physische Kontakt darüber, wie wir wahrgenommen werden. Ein sicherer, angemessener Handschlag signalisiert Vertrauen, Wertschätzung und Präsenz.
Während der Handschlag in den C-Jahren zeitweise aus dem Begrüßungsritual verschwand, erlebt er heute wieder seine Rückkehr – und damit auch die Unsicherheit vieler Menschen im Umgang damit.
Ich persönlich schätze den Handschlag sehr. Denn er verrät viel über die Persönlichkeit meines Gegenübers.
Zu zaghaft – und er wirkt unsicher. Zu fest – und er signalisiert Dominanz oder mangelndes Feingefühl.
Ein schwacher Händedruck kann unbewusst Unterlegenheit ausdrücken. Ein übertriebener Druck dagegen wird schnell als Machtdemonstration wahrgenommen.
Im Business gilt: Nicht Kraft überzeugt – sondern Souveränität.
Und wussten Sie, dass grundsätzlich die ranghöhere Person oder der Gastgeber die Hand anbietet?
„Wort des Mannes sei wie eine Säule. Und der Handschlag sein ein stummer Eid.“
– Samuel Gottlieb Bürge –
Welche „Arten“ vom Handschlag gibt es und was signalisieren Sie im Business?
Handschlag ist nicht gleich Handschlag. Gerade im beruflichen Kontext sendet jede Variante eine klare Botschaft – bewusst oder unbewusst.
Für HR bedeutet das: Der Handschlag ist Teil der professionellen Außenwirkung und damit Teil der Arbeitgebermarke.
Hier die häufigsten „Typen“:
1. Der Distanz-Handschlag
Die Hand wird weit vom Körper ausgestreckt, um Abstand zu wahren. Das signalisiert häufig:
Reserviertheit
emotionale Distanz
Unsicherheit oder Arroganz
Im Kundenkontakt kann dies schnell als Ablehnung interpretiert werden.
2. Der intime Handschlag
Hier wird zusätzlich die Schulter berührt oder die Distanzzone überschritten. Manchmal geht er sogar in eine Umarmung über.
Im Business gilt: Nähe entsteht durch Beziehung – nicht durch Übergriffigkeit.
Eine Umarmung ist nur dann angemessen, wenn eine langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit besteht – und selbst dann nur nach vorheriger Zustimmung.
3. Der schlaffe „Karriere-Killer“
Ein kraftloser, zögerlicher Händedruck signalisiert:
mangelndes Selbstbewusstsein
Unsicherheit
geringe Durchsetzungskraft
Gerade im Recruiting oder bei Führungskräften wirkt dies schwächend.
4. Der „Schraubstock“
Sehr fest, langanhaltend, manchmal schmerzhaft.
Wird oft mit Durchsetzungsstärke verwechselt – wirkt jedoch schnell dominant oder unangenehm.
5. Der Roboter-Handschlag
Mechanisch, emotionslos, ohne Blickkontakt. Oft wird automatisch die Hand ausgestreckt – ohne situative Einordnung.
Das signalisiert Desinteresse und fehlende Präsenz.
6. Der Dominanz-Handschlag („Ich will gewinnen“)
Sehr fester Druck, starrer Blick, eventuell Hand obenauf. Eine Machtdemonstration.
Im modernen Business wirkt diese Geste überholt und wenig kooperativ.
7. Der Kräftevergleich
Meist unter Männern. Es geht darum, Stärke zu demonstrieren.
Für professionelle Business-Beziehungen ist diese Form nicht zielführend.
Foto-Credit, Adobe-Stock 478382232, eigener Account über jkp@gekonnt-wirken.de
Wie punktet man mit einem professionellen Handschlag?
Ein souveräner Handschlag ist:
✔ fest, aber nicht übertrieben ✔ ca. 3–5 Sekunden ✔ mit Blickkontakt und freundlichem Lächeln ✔ auf Augenhöhe (immer aufstehen) ✔ situativ angepasst
Historisch stammt der Handschlag vom „ehrbaren Kaufmann“ – als Zeichen eines verbindlichen Deals.
Im Business steht er heute für: Vertrauen. Respekt. Professionalität.
Interkultureller Aspekt
In vielen Kulturen wird ausschließlich mit der rechten Hand begrüßt. Selbst Linkshänder nutzen hier die rechte Hand.
HR sollte Mitarbeitende im internationalen Kontext hierfür sensibilisieren.
Wenn kein Handschlag gewünscht ist
Gerade in Erkältungszeiten oder aus persönlichen Gründen ist es völlig legitim, auf den Handschlag zu verzichten.
Wichtig ist eine klare Kommunikation:
„Ich verzichte heute auf den Handschlag – ich freue mich dennoch sehr, Sie kennenzulernen.“
Alternativ: Hand aufs Herz als wertschätzende Geste.
Fotocredit: Adobestock 306642841, eigener Acccount über jkp@gekonnt-wirken.de
Warum der Handschlag mehr ist als eine Formalität
Der Handschlag ist Teil der Unternehmenskultur.
Er beeinflusst:
Kundenerlebnis
Bewerbererfahrung
Führungswahrnehmung
Markenimage
Ein professionelles Auftreten beginnt nicht beim Pitch – sondern bei der Begrüßung.
Überleitung zum Business-Knigge-Training
Genau hier setzt mein Business-Knigge-Training an.
Ich sensibilisiere Ihre Mitarbeitenden für:
professionelle Begrüßungsrituale
moderne Business-Etikette
interkulturelle Feinheiten
souveräne Körpersprache
Denn Stil ist keine Nebensache. Er ist ein Wettbewerbsvorteil.
Mein Fazit: Der Handschlag ist das I-Tüpfelchen jeder Begegnung. Unterschätzen Sie seine Wirkung nicht.
Wirkung entsteht im Detail – und Professionalität zeigt sich im ersten Kontakt.
💎 Möchten Sie mehr über das Thema Begrüßungsrituale, zeitgemäßer Business Knigge und die Macht des ersten Eindrucks erfahren? 💎
Ich unterstütze Young Professionals, Führungskräfte und Unternehmen dabei, selbstbewusst, stilsicher und professionell auf jedem Business-Level aufzutreten – im persönlichen Kontakt, online oder auf der Bühne.
Im Business-Kniggetrainingentwickeln Ihre Mitarbeitenden ein sicheres Auftreten, stärken ihre Wirkungskompetenz und repräsentieren Ihr Unternehmen als authentische Markenbotschafter.
Vereinbaren Sie jetzt ein unverbindlichesKennenlern-Gespräch!
Ich freue mich auf den Austausch mit Ihnen.
Janine Katharina Pötsch
Expertin für Präsenz, Wirkung und Klarheit im Business
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.