Ein Händedruck ist mehr als eine formale Geste. Er ist ein nonverbales Statement – über Selbstbewusstsein, Haltung und Respekt.
Gerade im Business entscheidet oft der erste physische Kontakt darüber, wie wir wahrgenommen werden. Ein sicherer, angemessener Handschlag signalisiert Vertrauen, Wertschätzung und Präsenz.
Während der Handschlag in den C-Jahren zeitweise aus dem Begrüßungsritual verschwand, erlebt er heute wieder seine Rückkehr – und damit auch die Unsicherheit vieler Menschen im Umgang damit.
Ich persönlich schätze den Handschlag sehr. Denn er verrät viel über die Persönlichkeit meines Gegenübers.
Zu zaghaft – und er wirkt unsicher.
Zu fest – und er signalisiert Dominanz oder mangelndes Feingefühl.
Ein schwacher Händedruck kann unbewusst Unterlegenheit ausdrücken. Ein übertriebener Druck dagegen wird schnell als Machtdemonstration wahrgenommen.
Im Business gilt:
Nicht Kraft überzeugt – sondern Souveränität.
Und wussten Sie, dass grundsätzlich die ranghöhere Person oder der Gastgeber die Hand anbietet?
„Wort des Mannes sei wie eine Säule. Und der Handschlag sein ein stummer Eid.“
– Samuel Gottlieb Bürge –
Welche „Arten“ vom Handschlag gibt es und was signalisieren Sie im Business?
Handschlag ist nicht gleich Handschlag.
Gerade im beruflichen Kontext sendet jede Variante eine klare Botschaft – bewusst oder unbewusst.
Für HR bedeutet das:
Der Handschlag ist Teil der professionellen Außenwirkung und damit Teil der Arbeitgebermarke.
Hier die häufigsten „Typen“:
1. Der Distanz-Handschlag
Die Hand wird weit vom Körper ausgestreckt, um Abstand zu wahren.
Das signalisiert häufig:
- Reserviertheit
- emotionale Distanz
- Unsicherheit oder Arroganz
Im Kundenkontakt kann dies schnell als Ablehnung interpretiert werden.
2. Der intime Handschlag
Hier wird zusätzlich die Schulter berührt oder die Distanzzone überschritten.
Manchmal geht er sogar in eine Umarmung über.
Im Business gilt:
Nähe entsteht durch Beziehung – nicht durch Übergriffigkeit.
Eine Umarmung ist nur dann angemessen, wenn eine langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit besteht – und selbst dann nur nach vorheriger Zustimmung.
3. Der schlaffe „Karriere-Killer“
Ein kraftloser, zögerlicher Händedruck signalisiert:
- mangelndes Selbstbewusstsein
- Unsicherheit
- geringe Durchsetzungskraft
Gerade im Recruiting oder bei Führungskräften wirkt dies schwächend.
4. Der „Schraubstock“
Sehr fest, langanhaltend, manchmal schmerzhaft.
Wird oft mit Durchsetzungsstärke verwechselt –
wirkt jedoch schnell dominant oder unangenehm.
5. Der Roboter-Handschlag
Mechanisch, emotionslos, ohne Blickkontakt.
Oft wird automatisch die Hand ausgestreckt – ohne situative Einordnung.
Das signalisiert Desinteresse und fehlende Präsenz.
6. Der Dominanz-Handschlag („Ich will gewinnen“)
Sehr fester Druck, starrer Blick, eventuell Hand obenauf.
Eine Machtdemonstration.
Im modernen Business wirkt diese Geste überholt und wenig kooperativ.
7. Der Kräftevergleich
Meist unter Männern.
Es geht darum, Stärke zu demonstrieren.
Für professionelle Business-Beziehungen ist diese Form nicht zielführend.

Wie punktet man mit einem professionellen Handschlag?
Ein souveräner Handschlag ist:
✔ fest, aber nicht übertrieben
✔ ca. 3–5 Sekunden
✔ mit Blickkontakt und freundlichem Lächeln
✔ auf Augenhöhe (immer aufstehen)
✔ situativ angepasst
Historisch stammt der Handschlag vom „ehrbaren Kaufmann“ – als Zeichen eines verbindlichen Deals.
Im Business steht er heute für:
Vertrauen. Respekt. Professionalität.
Interkultureller Aspekt
In vielen Kulturen wird ausschließlich mit der rechten Hand begrüßt.
Selbst Linkshänder nutzen hier die rechte Hand.
HR sollte Mitarbeitende im internationalen Kontext hierfür sensibilisieren.
Wenn kein Handschlag gewünscht ist
Gerade in Erkältungszeiten oder aus persönlichen Gründen ist es völlig legitim, auf den Handschlag zu verzichten.
Wichtig ist eine klare Kommunikation:
„Ich verzichte heute auf den Handschlag – ich freue mich dennoch sehr, Sie kennenzulernen.“
Alternativ: Hand aufs Herz als wertschätzende Geste.

Warum der Handschlag mehr ist als eine Formalität
Der Handschlag ist Teil der Unternehmenskultur.
Er beeinflusst:
- Kundenerlebnis
- Bewerbererfahrung
- Führungswahrnehmung
- Markenimage
Ein professionelles Auftreten beginnt nicht beim Pitch – sondern bei der Begrüßung.
Überleitung zum Business-Knigge-Training
Genau hier setzt mein Business-Knigge-Training an.
Ich sensibilisiere Ihre Mitarbeitenden für:
- professionelle Begrüßungsrituale
- moderne Business-Etikette
- interkulturelle Feinheiten
- souveräne Körpersprache
Denn Stil ist keine Nebensache.
Er ist ein Wettbewerbsvorteil.
Mein Fazit: Der Handschlag ist das I-Tüpfelchen jeder Begegnung.
Unterschätzen Sie seine Wirkung nicht.
Wirkung entsteht im Detail –
und Professionalität zeigt sich im ersten Kontakt.
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Janine Katharina Pötsch
Expertin für Präsenz, Wirkung und Klarheit im Business
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