Stilsicher im Business auftreten ist nicht einfach und will gelernt sein! Nicht jeder Mensch hat die entsprechende Gabe, sich geschmackvoll und dem entsprechenden Anlass gemäss zu kleiden und sich souverän auf jedem Parkett zu bewegen. Ich beobachte es immer häufiger, dass viele Menschen sich keine Gedanken über ihr Erscheinungsbild machen und vernachlässigen, welche Botschaft sie damit aussenden.

Gerade in der Rolle des Young Leaders, in der Vorbildfunktion als Führungskraft, sowie als gute Visitenkarte des Hauses – speziell im Außendienst oder als Assistentin – ist Stilsicherheit als Wertschätzung gegenüber anderen Personen so wichtig.

Die „neue“ Lässigkeit hält immer häufiger Einzug in die gehobenen Etagen, oder es herrscht steife „Spießigkeit“ vor. Als Stil-Expertin weiß ich genau, wie schwierig es ist, auch im Mode-Dschungel den Durchblick zu behalten.

„Mode ist vergänglich – Stil bleibt“ Das wusste schon Coco Chanel.

Ich empfinde es als Vorteil, dass wir trotz „Dress Code Regeln“ und geheimen Bekleidungsvorschriften, die Möglichkeit haben, uns mit einem klaren Stil-Profil im Selbst-Marketing positiv und nachhaltig von der Masse abzuheben.

Wie kann ich mich stilsicher, modisch und als „Marke ICH“ kleiden?

Kleider machen Leute: Ihre Kleidung unterstützt Sie bei Ihrem Auftreten und unterstreicht Ihre Kompetenz. Kleidung ist auch immer Teil der non-verbalen Kommunikation. Wählen Sie deswegen Ihre Business-Kleidung niemals nur nach Ihren persönlichen Vorlieben aus, sondern achten Sie stets darauf, dass Sie mit der Wahl Ihrer Kleidung auch Ihre persönlichen Ziele erreichen können. Nutzen Sie dazu meine fünf besten Stil-Experten-Tipps.

Tipp Nr. 1 „Kenne die Dress Code- und Kleiderregeln in Deiner Branche“

Ein professioneller Auftritt wird durch ein entsprechend ausgewähltes Outfit unterstützt. Fakt ist, wenn Ihr Gegenüber Ihre Kleidung als angemessen empfindet, wirkt sich das vorteilhaft auf die gesamte Atmosphäre aus. Kennen Sie deswegen die genauen Anforderungen in Ihrer Job-Position und wenn möglich auch die Erwartungshaltung Ihres Gegenüber an Ihre Kleidung. Jede Branche hat unterschiedliche „Kleidungsregeln“. Achten Sie darauf, dass Sie weder zu „steif“, zu spießig oder gar zu (nach)lässig wirken.

Ich persönlich finde es Klasse, dass viele althergebrachten Regeln überholt sind und jeder von uns mit seinem Kleidungsstil seine individuelle, ganz besondere Persönlichkeit und damit seine Marke „Ich“ ausdrücken kann.

Kleiden Sie sich generell lieber etwas besser, als erwartet und achten Sie auch darauf, wie sich Ihr Gegenüber kleidet.

Nehmen Sie sich morgens beim entsprechenden Styling ausreichend Zeit und stellen Sie sich dabei folgende Fragen:

  • Welche Botschaft will ich mit meiner Kleidung senden?
  • Was sind die „Spielregeln“ in meiner Branche?
  • Welche Erwartungshaltung an mein Styling hat mein Gegenüber in Bezug auf meine Position?

Informieren Sie sich über die branchentypische Umsetzung der gängigen Business Dress Codes wie Formal Business, Business Attire, Smart Business, Business Casual oder Casual Friday. Ich werde dazu noch einen separaten Blogbeitrag mit entsprechenden Erklärungen und Tipps verfassen.

Tipp Nr. 2 „Kleiden Sie sich effizient und nachhaltig“

Kaufen Sie lieber weniger Einzelteile und investieren Sie beim Aufbau Ihrer Businessgarderobe von Anfang an in hochwertige Basics in Ihren persönlichen Lebensfarben. Dazu zählen Anzüge, Mäntel für Sommer/Winter, hochwerte Schuhe mit guten Schuhspannern und hochwerte Leder-Accessoires. Achten Sie auf einen klaren roten Faden in Ihrem Stil-Profil.

„Kleide dich nicht für den Job, den du schon hast, sondern für den Job, den du haben möchtest.“

Wenn Sie nicht wissen, was wirklich zu Ihnen als Persönlichkeit, zu Ihrem Job-Profil und Ihren unterschiedlichen Rollen im Job passt, unterstütze ich Sie gerne beim Karriere-Styling.

Tipp Nr. 3 „Planen Sie im Voraus anstatt sich morgens zu stressen“

Planung, Klarheit und dedizierte Wochenziele sind auch bei der Auswahl der Kleidung wichtig. Wenn Sie stilsicher im Kombinieren sind, werden Sie merken, dass Sie gar nicht so viele Einzelstücke im Schrank brauchen. Machen Sie sich am besten Fotos von den Outfits, in denen Sie sich wohl fühlen und zu denen Sie tolle Komplimente bekommen haben.

Wenn Sie beruflich oft unterwegs sind, achten Sie beim Einkauf auf knitterfreie Kleidung und rollen Sie bei der Reisevorbereitung die Kleidung auch vorsichtshalber in gutes Seidenpapier. Systematisches Kofferpacken erspart viel Ärger, gerade, wenn Sie mehrere Tage unterwegs sind und dabei oft in verschiedenen Hotels übernachten. Für den Transport von Anzügen oder Kostümen empfehle ich einen hochwertigen Kleidersack.

Meine Kleidungs-Planungs-Fragen:

  • Wo bin ich diese Woche unterwegs: Bin ich nur im Büro oder habe ich viele Termine bei unterschiedlichen Kunden?
  • Wie wird das Wetter? (Regen, Wind, große Hitze/Kälte,…)
  • Welche besonderen Anlässe stehen an?
  • In welchen Outfits fühle ich mich besonders wohl?

Männer haben es oft einfacher in der Kombination von einem Anzug mit dazu passenden, unterschiedlichen Hemden. Oder mit einer dunklen Stoffhose/Jeans, ebenfalls mit dazu passenden Hemden und einem Sakko.

Frauen sollten natürlich ebenfalls im Voraus planen, ohne jeden Tag ein komplett anderes Outfit tragen zu müssen. Auch ich trage oft zweimal in der Woche die gleichen Outfits, aber dann mit einem anderen Oberteil in der gleichen Farbe.

Wichtig ist auch hier, dass Sie einen klaren roten Faden in Ihren Outfits haben. Bezüglich der Auswahl der zu Ihnen passenden Farben, Muster, Accessoires, Schnitte und in der Kombination der Stofftexturen.

Tipp Nr. 4 „Mehr Mut zu Farbe!“

Kennen Sie Ihre persönlichen Lebensfarben. Schwarz steht nicht jedem und wirkt auf andere teilweise kühl und distanziert. Wollen Sie Karriere machen oder IhreKunden dauerhaft begeistern? Dann verabschieden Sie sich möglichst schnell vom einheitlichen Pinguin (schwarz-weiß) und dem „Graue Maus“-Look.

Farben gibt es wie Sand am Meer – doch nicht jede Farbe steht Ihnen.  Lassen Sie sich bitte nicht von den Mode-Trends, Looks in Mode-Zeitschriften, oder oft schrägen Kombinationen in Boutiquen verwirren und zum Kauf verführen.

Sie brauchen nicht mehr, als fünf bis sechs Farben im Kleiderschrank. Einige Farben wirken sehr schön ganzheitlich als Kleid, Hemd oder Oberteil. Andere Farben unterstreichen Ihre Ausstrahlung besser, wenn Sie sie teilflächig (als Blazer, Sakko oder als Hose) tragen. Und wiederum wenige Farben sind Super Highlight-Farben und wirken sehr gut als Accessoires, als Auflockerung oder als Unterstützung deiner persönlichen Botschaft.

Gerne unterstütze ich Sie, Ihr persönliches Farb-Stil-Konzept zu erstellen, um damit mehr Ausstrahlung und Selbstbewusstsein zu erzielen und erfolgreicher zu werden.

Tipp Nr. 5 „Nachfragen statt Eigeninterpretation“

Im neuen Job, in einem neuen Arbeitsumfeld, bei einem Vortrag oder bei neuen Kunden, sind wir oft unsicher. Das geht mir genauso, wenn ich zum Beispiel in der Vorbereitung zu einem Seminar bin.

„Wer fragt, der führt“ – nutzen Sie die Chance und stellen Sie Ihrem Ansprechpartner (dem Organisator des Events, der Weiterbildung) viele Fragen. Deren Antworten es Ihnen dann erleichtern, zum jeweiligen Anlass die passende Kleidung zu wählen.

Stellen Sie am besten folgende Fragen:

  • Wo werde ich präsentieren? Ist der Raum hell oder dunkel? Ist der Raum „clean“ oder sind dort viele Gegenstände, die ablenken?
  • Aus welchem Business-Umfeld kommen meine neuen Kollegen, meine neuen Kunden oder meine Teilnehmer?
  • Was wird mein Co-Trainer, Moderator oder Kollege tragen?

Versuchen Sie, so viel  Informationen wie möglich zu bekommen. Nehmen Sie am besten ein zweites Outfit mit, so können Sie passend zur Zielgruppe zwischen einem eher klassischen Look oder einem eher aufgelockerten Outfit wählen. Und Ihre Kompetenz mit dem richtigen Outfit unterstreichen.

Ich wünsche Ihnen viel Freude und Erfolg beim Umsetzen meiner Tipps!