Was sind eigentlich gute Umgangsformen – und brauchen wir sie heute überhaupt noch? Und wenn ja: Was ist davon wirklich noch zeitgemäß?
Fragen Sie sich auch manchmal, wo Tugenden wie gegenseitiger Respekt, Höflichkeit und Wertschätzung geblieben sind? Liegt es an der jungen Generation, an der Schnelllebigkeit unserer Zeit – oder am zunehmenden Egoismus mancher Mitmenschen?
Auch ich wundere mich gelegentlich über bestimmte Verhaltensweisen. Gleichzeitig beobachte ich jedoch etwas Ermutigendes: Immer mehr Menschen belächeln das Thema „Knigge“ nicht mehr als verstaubtes Relikt vergangener Zeiten. Stattdessen entsteht ein neues Bewusstsein dafür, wie wichtig wertschätzende Umgangsformen sind – im privaten wie im beruflichen Kontext.
Gemeinsam diskutieren wir, was moderne Etikette heute bedeutet. Wie wir respektvolles Miteinander neu definieren können. Und wie es gelingt, auf jedem gesellschaftlichen und beruflichen Parkett stilsicher Haltung zu zeigen.
Und nun meine Frage an Sie:
Sind höfliche Umgangsformen, ritterliche Tugenden und ein gewinnbringendes Miteinander heute noch zeitgemäß?
Ich bin gespannt auf Ihre Gedanken.
Einleitung
Begriffe wie „Lady“ und „Gentleman“ wirken für manche nostalgisch. Doch richtig verstanden stehen sie nicht für veraltete Rollenbilder – sondern für Haltung, Stil und innere Größe.
Eine echte Lady und ein moderner Gentleman erkennt man nicht am Titel, sondern am Auftreten. Es geht um Werte, Respekt und Souveränität – im Business wie im Privatleben.
1. Haltung statt Attitüde
Eine echte Lady und ein moderner Gentleman besitzen innere Haltung.
Sie wissen, wofür sie stehen. Sie bleiben respektvoll – auch in herausfordernden Situationen. Sie reagieren besonnen statt impulsiv.
Haltung zeigt sich besonders dann, wenn es unbequem wird.
2. Stilbewusstsein mit Authentizität
Stil bedeutet nicht Luxus oder Markenbewusstsein. Stil bedeutet Stimmigkeit.
Gepflegte Erscheinung
Situationsangemessene Kleidung
Bewusste Körpersprache
Zurückhaltende Eleganz
Eine Lady und ein Gentleman kleiden sich nicht, um aufzufallen – sondern um angemessen zu wirken.
3. Respektvolle Kommunikation
Wahre Größe zeigt sich im Umgang mit anderen.
Zuhören können
Andere ausreden lassen
Wertschätzende Wortwahl
Keine Bloßstellung oder Ironie auf Kosten anderer
Ein moderner Gentleman und eine echte Lady behandeln vom CEO bis zur Servicekraft jeden Menschen mit Respekt.
4. Selbstsicherheit ohne Dominanz
Souveränität bedeutet nicht Lautstärke.
Gerade leise Persönlichkeiten können enorme Präsenz entwickeln. Eine Lady oder ein Gentleman müssen nicht dominieren – sie wirken durch Klarheit, ruhige Autorität und innere Stabilität.
5. Verlässlichkeit und Integrität
Worte und Taten stimmen überein.
Zusagen werden eingehalten.
Werte werden gelebt.
Grenzen werden respektiert.
Integrität ist das Fundament echter Persönlichkeit.
6. Moderne Etikette – zeitlos und relevant
Etikette ist kein starres Regelwerk, sondern Ausdruck von Wertschätzung.
Pünktlichkeit
Tischkultur
digitale Höflichkeit
angemessener Small Talk
Gute Umgangsformen schaffen Vertrauen und Sicherheit – besonders im Business.
Foto-Credit: Adobe Stock: 50678953, eigener Account/Kauf über jkp@gekonnt-wirken.de
Gerne möchte ich in diesem Zusammenhang auch meine Gedanken als Vordenkerin für moderne Aristokraten, als stilsichere Lady und als Gouvernante für ein gewinnbringendes Miteinander mit Ihnen teilen.
Denn Gekonnt wirken bedeutet für mich weit mehr als gutes Benehmen. Es steht für Haltung, innere Größe und die bewusste Entscheidung, Respekt und Wertschätzung sichtbar zu leben – auf jedem gesellschaftlichen und beruflichen Parkett.
Was gehört wirklich zur Haltung eines modernen Aristokraten?
Ein moderner Aristokrat zeigt stilsicher Haltung. Er lebt die Tugenden der „Ritterlichkeit“ – und diese waren noch nie eine Frage von Herkunft oder Titel, sondern von innerer Größe.
Zeitgemäße Aristokraten gibt es viele. Sie definieren sich nicht über Status, sondern über Werte. Sie leben eine Form von Nobilität im Denken und Handeln. Sie sprechen klar, reflektiert und verantwortungsbewusst – nicht, um zu provozieren, sondern um Impulse zu setzen und ihren Beitrag zu leisten, die Welt jeden Tag ein Stück besser zu machen.
Gerade in Zeiten von Globalisierung, wachsender Diversität und dem Aufeinandertreffen unterschiedlichster Kulturen entstehen Missverständnisse fast zwangsläufig. Unterschiedliche Prägungen, Kommunikationsstile und Wertvorstellungen treffen aufeinander. Hier braucht es Menschen mit Haltung.
Die „Aristokraten“ unserer Zeit haben den Mut zu polarisieren, ohne polemisch zu werden. Sie stehen offen für ihre Überzeugungen ein – klar, respektvoll und dialogbereit. Gleichzeitig laden sie andere ein, ebenfalls offen, ohne Vorurteile und mit echtem Lernwillen zu denken, zu handeln und zu diskutieren.
Diese modernen „Ritter“ sind Vorbilder. Nicht, weil sie perfekt sind, sondern weil sie bewusst Verantwortung für ihr Auftreten, ihre Worte und ihr Wirken übernehmen. Genau darin liegt ihre wahre Größe – und ihre nachhaltige Wirkung.
Was zeichnet eine stilsichere Lady aus?
Echte Ladies sind diejenigen Damen, die auf jedem Parkett absolut stilsicher sind und echte Klasse haben. Echte Ladies lieben es, zu kokettieren und auch stilsicher zu flirten. Sie haben ihre Werte und ihre Prioritäten. Sie zeigen anderen aber auch ihre Grenzen auf. Und weisen Menschen, welche ihre Werte weder wertschätzen, noch respektieren, klar und stilsicher in die Schranken. Eine wahre Lady lässt sich auch gerne in den Mantel helfen, hilft einer anderen Damen aus dem Mantel, oder reicht einem Gentleman seinen. Eine Lady lässt sich auch gerne einladen, ohne sich danach schlecht zu fühlen. Eine Einladung auf privatem Wege ist für sie kein Angebot für ein schnelles Abenteuer. Sondern eine Geste des Respekts und der Wertschätzung.
Stilsichere Ladies legen auch großen Wert auf ein natürliches, gepflegtes Erscheinungsbild ohne extreme künstliche Veränderungen. Sie achten die Umwelt und kleiden sich hochwertig (ohne teure Marken tragen zu müssen) und angemessen zu jedem Anlass. Sie kaufen nachhaltig und sind nicht „Gefangene“ von kurzlebigen Mode-Trends. Getreu dem Leitspruch von Coco Chanel: „Mode ist vergänglich, aber der Stil bleibt„! Weniger ist mehr – und ausgesuchte Qualität, statt austauschbare Massenware – das ist die Devise einer echten Lady. Oder wie es eine andere Stil-Ikone – Giorgio Armani ausgedrückt hat: „Eleganz heißt nicht, ins Auge zu fallen. Sondern im Gedächtnis zu bleiben!“
Deswegen wissen echte Ladies, was „chic“ sehen aussehen, wirklich bedeutet. Egal ob im einfachen Kleid, oder in der sexy Jeans mit Blazer. Sie wissen auch, dass es für den ersten Eindruck keine zweite Chance gibt. Und dass gepflegte, geschmackvolle Kleidung zwar wichtig ist. Dass aber zu einem entsprechenden, sympathischen und nachhaltig wirkenden Auftritt auch die Pflege ihrer Frisur, von Haut und Gesicht, sowie die Wahl des passenden (unaufdringlichen) Parfüms gehört. Echte Ladies sind echte, unverwechselbare, selbstbewusste und selbstsichere Persönlichkeiten. Die souverän mit den Herausforderungen des Alltags umgehen und sich selbst nicht zu wichtig nehmen. Deswegen akzeptieren sie sich so, wie Gott sie geschaffen hat. Und haben es auch nicht nötig zu sehr mit allen möglichen Tricks an ihrer „Verpackung“ zu arbeiten.
Eine stilsichere Lady sagt liebend gerne, und das auch öfter am Tag, „Bitte“ und „Danke“. Und dies eben nicht aufgesetzt, oder gezwungen. Sondern aus Höflichkeit und als Zeichen der Wertschätzung und des Respekts von anderen Menschen.
Wie verhält sich ein moderner Gentleman?
„Es genügt nicht, ein anständiger Mensch zu sein, man muss es auch zeigen.“ (Honoré de Balzac)
Ein zeitgemäßer Gentleman zu sein, ist keine Frage von Herkunft oder Status – sondern von Haltung. Und Haltung zeigt sich im Verhalten.
Absolute Höflichkeit gehört ebenso dazu wie das klare Respektieren eines „Nein“ und persönlicher Grenzen. Ein sanfter – im wahrsten Sinne „gentle“ – Mann begegnet Frauen auf Augenhöhe. Ohne Hierarchiedenken. Ohne soziale Bewertung. Ohne Hintergedanken.
Ein moderner Gentleman ist mit sich selbst im Reinen. Er kennt seinen Wert und muss weder angeben noch protzen. Statussymbole wie überteuerte Uhren, große Autos oder auffälliger Schmuck definieren ihn nicht. Seine Sicherheit kommt von innen.
Er geht mit der Zeit, bleibt neugierig und vielseitig interessiert. Er pflegt Hobbys, bildet sich weiter, interessiert sich für Technik, Fotografie, Sport, Natur oder Kunst. Stillstand ist nicht sein Stil.
Ein wahrer Gentleman steht für Fair Play. Er hat klare Werte und lebt nach ihnen – im Beruf wie im Privaten. Er weiß, ob er Partner-Typ oder überzeugter Single ist, und kommuniziert das transparent. Er trifft klare Entscheidungen. Ein „Vielleicht“ auf Dauer gibt es für ihn nicht.
Er hört zu. Wirklich. Er interessiert sich für andere. Er unterstützt, wo Unterstützung gebraucht wird. Er gibt Rat, wenn er gefragt wird – und erwartet nicht ständig eine Gegenleistung.
Stilsicherheit ist für ihn selbstverständlich. Wie eine echte Lady folgt er nicht jedem kurzlebigen Trend. Er pflegt einen eigenen, passenden Stil – abgestimmt auf Anlass und Umfeld.
Ganz im Sinne von Oscar Wilde: „Mit dem guten Geschmack ist es ganz einfach: Man nehme von allem nur das Beste.“
Ein moderner Gentleman fällt nicht laut auf. Er bleibt im Gedächtnis – durch Integrität, Respekt und souveräne Präsenz.
Was sind zeitgemäße Umgangsformen – und was ist längst überholt?
Gute Umgangsformen sind kein starres Regelwerk aus vergangenen Jahrhunderten. Sie entwickeln sich mit unserer Gesellschaft weiter. Doch ihr Kern bleibt unverändert: Respekt, Wertschätzung und ein bewusstes Miteinander.
Zeitgemäß sind heute:
echtes Zuhören statt Dauer-Senden
klare Kommunikation statt Andeutungen
Respekt vor Grenzen
digitale Höflichkeit
Diversität und Offenheit
Verlässlichkeit und Pünktlichkeit
Längst überholt hingegen sind:
hierarchisches Denken aufgrund von Status oder Herkunft
Machtdemonstrationen
protziges Zurschaustellen von Reichtum
abwertende oder diskriminierende Sprache
Rollenbilder ohne Augenhöhe
Moderne Etikette bedeutet nicht Strenge – sondern Bewusstsein. Wer heute gekonnt wirken möchte, verbindet klassische Werte mit zeitgemäßer Haltung.
Haltung im Beruf, Haltung im Privaten – gibt es Unterschiede?
Knigge hatte in seinem Standardwerk „Über den Umgang mit Menschen“ einen schönen Satz formuliert „Wer die Gesellschaft nicht entbehren kann, sollte sich seinen Gebräuchen unterwerfen, weil sie stärker sind als er.“
Dieser Gedanke ist heute aktueller denn je.
Unterschied zwischen Business und Privatleben?
Einen grundlegenden Unterschied gibt es kaum noch. Beruf und Privatleben verschmelzen zunehmend – und der Mensch, der darin agiert, bleibt derselbe.
Je authentischer sich jemand in beiden Lebenswelten bewegt, je weniger er sich verbiegt oder eine Maske aufsetzt, desto stimmiger wirkt er. Diese Echtheit schafft Vertrauen – und bildet die Grundlage für eine starke, wiedererkennbare Persönlichkeit.
Menschen, die sich konsistent und respektvoll verhalten, werden geschätzt. Man sucht ihre Nähe, fühlt sich in ihrer Umgebung wohl und fragt ihren Rat.
Ein formaler Unterschied zeigt sich vor allem im beruflichen Kontext – etwa bei Rangfolgen beim Begrüßen oder Vorstellen. Hier gelten klarere Hierarchien als im privaten Rahmen.
Warum gute Umgangsformen Türen öffnen
Zeitgemäße Umgangsformen erleichtern den Alltag – im Business wie im Privaten. Ein souveränes, respektvolles Auftreten hinterlässt einen positiven ersten Eindruck. Und dieser entscheidet oft darüber, ob sich Chancen eröffnen.
Gutes Benehmen bedeutet nicht, konservativ oder altmodisch zu sein. Es zeigt vielmehr, dass jemand die Regeln kennt – und sie mit Feingefühl, situativ und adressatengerecht anwenden kann.
Wer die Regeln beherrscht, darf sie in besonderen Momenten sogar bewusst brechen – wenn es der Situation dient und allen Beteiligten zugutekommt. Genau das ist wahre Souveränität.
Davon profitiert nicht nur Ihr persönliches Image, sondern auch das Ihres Unternehmens – insbesondere dann, wenn Sie als Repräsentant oder Markenbotschafter wahrgenommen werden.
Ich hoffe, meine Gedanken zu modernen Umgangsformen geben Ihnen wertvolle Impulse für Ihr eigenes Auftreten – damit Sie nicht nur anwesend sind, sondern gekonnt wirken.
Fazit
Eine echte Lady und ein moderner Gentleman sind keine Frage des Geschlechts, sondern der inneren Haltung.
Sie stehen für:
Stil
Respekt
Selbstbewusstsein
Werte
Souveränität
Gerade in einer schnelllebigen Welt sind diese Qualitäten keine Selbstverständlichkeit – sondern ein klares Differenzierungsmerkmal.
Wer sich bewusst für diese Haltung entscheidet, wirkt nicht nur kultiviert, sondern führungsstark.
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Ich freue mich darauf, Sie oder Ihr Unternehmen auf dem Weg zu mehr Stil, Präsenz und einem wertschätzenden Miteinander zu begleiten.
Regeln für die Businesskleidung beim Mann sind weder kompliziert noch schwer umzusetzen. Und dennoch sind sie aktueller denn je.
Ein gepflegter, durchdachter Look ist im Bewerbungsgespräch, im Austausch mit Geschäftspartnern sowie im Kontakt mit Kollegen und Vorgesetzten ein entscheidender Erfolgsfaktor. Kleidung sendet klare Signale: Sie zeigt, ob jemand strukturiert, zuverlässig und kompetent wirkt – oder eher nachlässig, unorganisiert und wenig verbindlich.
Dabei ist es wichtig, die jeweilige Branche und Hierarchieebene zu berücksichtigen. Ein stimmiger Business-Look bedeutet, weder overdressed noch underdressed aufzutreten, sondern situations- und anlassgerecht gekleidet zu sein.
Mit einem passenden, authentischen Styling unterstreichen Sie Ihre Persönlichkeit, stärken Ihre Präsenz und erhöhen Ihren Sympathiewert.
Denn gut angezogen zu sein ist keine Eitelkeit – sondern strategische Wirkung. 💎
Diese 10 Stil-Regeln helfen Ihnen, Ihre Kompetenz durch einen stimmigen Business-Look sichtbar zu machen.
1. Klassisch heißt nicht langweilig
Traditionelle Businesskleidung wirkt zeitlos – nicht bieder. Wählen Sie moderne Details wie einen Haifischkragen statt Kent, ein Zwei-Knopf-Sakko oder eine Krawatte mit dezentem Kontrast. Kleine Stilentscheidungen machen den Unterschied.
2. Modisch – aber mit Maß
Machen Sie nicht jede Mode mit. Entscheidend ist, was Ihre Branche erwartet. Unterscheiden Sie zwischen Formal Business, Modern Business und Casual Business – und kleiden Sie sich passend zur Hierarchieebene und Unternehmenskultur.
3. Konsequent im Detail
Eine Krawatte wird mit geschlossenem obersten Hemdknopf getragen. Die Spitze endet am Gürtel. Ein Gentleman trägt Kniestrümpfe – kein nacktes Bein. Wenn etwas spannt oder zu kurz ist, investieren Sie in neue Passformen statt in Kompromisse.
4. Die richtige Ärmellänge
Die Hemdmanschette endet an der Daumenwurzel und sollte unter dem Sakko etwa 1–1,5 cm sichtbar sein. Zu kurze Ärmel wirken nachlässig, zu lange unförmig. Achten Sie besonders auf die Länge im Sitzen.
5. Schuhe sind Ihre Visitenkarte
Abgetragene Schuhe ruinieren jedes Outfit. Mit klassischen Modellen wie Oxford, Derby oder Brogues liegen Sie richtig. Qualität geht vor Quantität – und gepflegte Schuhe sind Pflicht.
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6. Die passende Hose
Die Hose darf weder zu kurz noch zu lang sein. Unterschiedliche Länder schneiden unterschiedlich. Ein gut sitzender Anzug – idealerweise maßgeschneidert oder perfekt angepasst – ist eine nachhaltige Investition.
7. „No Brown in Town“
Zu schwarzen Anzügen gehören schwarze Schuhe und Gürtel. Braun passt zu Dunkelblau, Grau, Anthrazit oder Beige – jedoch nie zu Schwarz.
8. Weniger ist mehr
Gürtel und Schuhe sollten farblich übereinstimmen und aus hochwertigem Leder bestehen. Große Logos oder auffällige Schnallen wirken im Business deplatziert. Eleganz zeigt sich in Zurückhaltung.
9. Farben und Muster bewusst einsetzen
Maximal drei Farben und zwei Muster pro Outfit. Das stärkere Muster gehört in die Krawatte, nicht ins Hemd. Zum Nadelstreifenanzug immer ein einfarbiges Hemd wählen.
10. Accessoires mit Haltung
Eine hochwertige Uhr, ein gutes Schreibgerät und eine edle Tasche unterstreichen Ihren Stil. Accessoires sind kein Schmuck – sie sind Statement. Wählen Sie bewusst, nicht zufällig.
Fazit:
Businesskleidung ist keine Spielerei. Sie ist Ausdruck von Haltung, Struktur und Selbstrespekt.
Stil beginnt im Detail – und endet in der Wirkung. 💎
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Damit Sie nicht lauter auftreten müssen, sondern bewusster. Nicht angepasst wirken, sondern positioniert. Und als Persönlichkeit mit Substanz sichtbar werden.
Souverän bleiben, wenn andere schwierig werden — 5 Tipps für einen stilsicheren Umgang mit herausfordernden Menschen
„Respektiere dich selbst, wenn du willst, dass andere dich respektieren.“ — Adolph Freiherr von Knigge
Stilsicher auftreten, Präsenz zeigen und wirksam kommunizieren — das hat sehr viel mit uns selbst zu tun. Mit unserer inneren Haltung. Und mit der Fähigkeit, auch in unangenehmen Situationen klar und bei uns zu bleiben.
Sie kennen sicherlich den Moment: Ein arroganter Kommentar. Ein übergriffiger Ton. Eine Situation, in der Sie sich maßlos geärgert haben — und gleichzeitig wussten, dass eine emotionale Reaktion nichts verbessern würde.
Genau dort liegt die Kunst. Und genau dort habe ich selbst gelernt, was wirklich zählt — zum ersten Mal mit zwanzig Jahren, in meiner Ausbildung bei einem äußerst cholerischen Chef. Die Strategie, die ich damals entwickelt habe, begleitet mich bis heute. Und ich gebe sie seitdem in meinen Seminaren weiter.
Tipp 1 — Trenne die Beziehungsebene von der Sachebene
Das ist leichter gesagt als getan. Wie oft grübeln wir bei einer unangenehmen Auseinandersetzung darüber, ob uns das Gegenüber mag — oder nicht? Vielleicht triggert uns ein bestimmtes Wort, das gar nicht so gemeint war, wie wir es empfinden.
Nehmen Sie sich die Zeit, Worte und Sätze auseinanderzunehmen. Bleiben Sie bewusst auf der Sachebene — und lassen Sie die Beziehungsebene außen vor.
Fragen Sie selbstbewusst nach: „Spannend — was genau möchten Sie mir damit mitteilen?“ Oder: „Danke für Ihr Feedback — was genau ist Ihnen aufgefallen?“
Klar. Kurz. Sachlich. Das entzieht jedem Angriff die Energie.
Tipp 2 — Sei dir bewusst: Du kannst nichts dafür
Wenn uns jemand bewusst ärgert, verletzt oder angreift — in 99 Prozent aller Fälle sind wir nicht der eigentliche Grund. Wir sehen nur die Spitze des Eisbergs. Was das Gegenüber gerade denkt, fühlt oder durchmacht — das wissen wir nicht.
Stilsicher auftreten heißt auch: achtsam und wertschätzend bleiben — selbst wenn wir der Vorreiter sind.
Begegnen Sie allen Menschen mit Respekt und Achtung. Wer das tut, strahlt Charisma und Selbstbewusstsein aus — und nimmt Angriffe nicht mehr persönlich.
Und wenn Sie selbst einmal unbewusst verletzen? Dann ist Größe zeigen die stärkste Reaktion: „Es tut mir leid — ich bitte um Entschuldigung.“ Dieser eine Satz verändert die gesamte Dynamik.
Tipp 3 — Bleib gelassen und ganz bei dir
„An deinem Ärger festzuhalten ist so, als würdest du Gift trinken und erwarten, dass eine andere Person daran stirbt.“ — Buddha
Starten Sie keinen Gegenangriff. Lassen Sie die Sache erst einmal ruhen.
Ich erinnere mich gut an die Situation mit meinem cholerischen Ausbildungschef: Nachdem ich ihn ruhig und wertschätzend auf einen Missstand angesprochen hatte, schrieb er mich später vor allen Kolleg:innen an und versuchte mich zu demütigten. Ich blieb ganz bei mir — und dachte: „Er braucht jetzt die Bühne. Aber er beruhigt sich, wenn ich keinen Gegenangriff biete.“
Heute erzähle ich diese Geschichte gerne in meinen Seminaren. Ich vergleiche es mit dem Verhältnis zwischen einem Raubtier und seinem Dompteur: Der Dompteur weiß, dass er stets die Zügel in der Hand hat.
Finden Sie Ihren persönlichen Anker — ein Bild, eine Affirmation, einen inneren Satz — der Sie in schwierigen Momenten geerdet hält.
Tipp 4 — Souveränität beginnt mit Selbstliebe
„Der beste Weg, Liebe zu zeigen, ist, sich selbst zu lieben.“ — Paul Ferrini
Bedingungslose Selbstliebe ist der Schlüssel im Umgang mit herausfordernden Menschen. Wer sich selbst kennt und liebt, lässt sich nicht so leicht aus der Bahn werfen.
Bleiben Sie freundlich und humorvoll. Definieren Sie klar Ihre eigenen Standards und Grenzen. Souveränität bedeutet: mit Selbstliebe bei sich bleiben — und anderen Menschen nur so viel Raum geben, wie es für beide Seiten konstruktiv ist.
Manchmal hilft es, ein paar Tage darüber zu schlafen — und sich dann gezielt eine Gesprächsstrategie zu überlegen. Wer fragt und kommuniziert, der führt.
Tipp 5 — Probieren geht über Studieren
„Entscheidend ist nicht die Frage, ob man Macht hat — entscheidend ist, wie man mit ihr umgeht.“ — Alfred Herrhausen
Legen Sie sich eine persönliche Checkliste an. Führen Sie ein kurzes Tagebuch: Welche Arten von Menschen begegnen Ihnen immer wieder? Was ist gut gelaufen in der Kommunikation? Was hat Sie getriggert — und warum?
Fragen Sie sich nach einigen Monaten: Steckt ein Muster dahinter? Ziehen Sie immer wieder ähnliche Persönlichkeiten an — und was sagt das über Sie aus?
Diese Reflexion ist keine Schwäche. Sie ist Persönlichkeitsentwicklung in Reinform.
Mein Fazit
Niemand kann mich verletzen — außer ich selbst.
Definieren Sie Ihre eigenen Grenzen und Standards. Kommunizieren Sie sie klar. Suchen Sie nach Win-Win-Lösungen — und gehen Sie raus aus der Situation, wenn keine möglich ist.
Kompromissbereitschaft, Achtung, Fairness und Wertschätzung — zu Bedingungen, die beiden Seiten guttun.
Denn durch herausfordernde Begegnungen lernen wir immer etwas über uns selbst — und können über uns hinauswachsen.
Ihre Janine Katharina Pötsch
Fotoquelle: Hans Boodt – pixabay.com
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Selbstmarketing ist die Basis für den persönlichen Erfolg. Was das bedeutet und wie Sie dies erfolgreich einsetzen können, erfahren Sie in meinem nachfolgendem Beitrag.
Was ist Selbstmarketing überhaupt und was bringt mir das?
Selbstmarketing dient dazu, Sie als Marke, als Persönlichkeit hinter Ihren Produkten/Dienstleistungen, oder als Angestellte(r) positiv und gut zu „verkaufen“. Das bedeutet, dass alles, was Sie in der Außenwirkung präsentieren (Auftritt, Sprache, Kleidung, Verhalten,…), mit Ihnen als Marke in Verbindung gebracht wird und auf Ihr „Markenkonto“ einzahlt. Dadurch ziehen Sie automatisch die richtigen (oder die „falschen“!) Zielgruppen an.
Beim gezielten Selbstmarketing gehen erfolgreiche Persönlichkeiten auch locker und souverän mit ihren Fehlern und Schwächen um. Gerade das macht sie als Marke authentisch, sympathisch und attraktiv.
Typische Fehler beim Selbstmarketing:
„Mehr Schein als Sein“ – also viel versprechen und wenig halten
Sich auf Kosten anderer größer machen wollen – das beobachte ich gerade sehr aktiv bei einigen Online-Marketern
Ein übertrieben künstliches Auftreten, um damit gezielt Unsicherheiten zu überspielen
Nutzen Sie meine vier besten Tipps für Ihr gezieltes und wirkungsvolles Selbstmarketing!
Tipp Nr. 1 „Zeigen Sie, was Sie können und das, was Sie auszeichnet“
„Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr“. (Volksweisheit)
Zeigen Sie sich bewusst mit Ihren Stärken, Ihren Talenten, Ihren Wertvorstellungen und mit dem, was Sie als Persönlichkeit ausmacht. Sich zu zeigen, hat nichts mit marktschreierischem Verkaufen zu tun. Es hat viel mehr mit Wertverständnis sich selbst gegenüber zu tun, mit Selbst-bewusst-sein und Souveränität in jeder Situation. Und Sie wissen doch: Nur wenn Sie in einer Welt bekannt sind, in der Menschen, Produkte und Dienstleistungen immer austauschbar werden, haben Sie die Chance in einem Kaufprozess überhaupt berücksichtigt zu werden.
Selbstmarketing ist keine „Show“, sondern hat viel mit selbst-bewusstem und starkem Auftreten zu tun. Selbstmarketing hat aber absolut nichts mit Ellbogenmentalität, oder Arroganz und Großspurigkeit zu tun.
Stehen Sie bewusst zu Ihren Erfolgen, und machen sie diese auch für Ihre potenziellen Kunden oder potenziellen Arbeitgeber/ Kooperationspartner sichtbar, zum Beispiel in Form von Testimonials. Bitten Sie Ihre Kunden, oder Ihren Arbeitgeber um ein Feedback oder um eine Referenz für Ihre Arbeit, die Sie in Social Media nutzen können. Menschen kaufen bei Menschen, die Vertrauen erzeugen und einen guten Ruf haben.
Glauben Sie an sich und bleiben Sie immer „normal“ und authentisch!
Tipp Nr. 2 „Stilsicherheit auf jedem Level und jedem Parkett“
Stilsicherheit hat sehr viel mit dem Thema „Feinschliff“, Auftritt und Wirkung zu tun. Zu wissen, in welchem „Rennstall“ Sie sich bei Ihren Kunden bewegen und welche „ungeschriebenen“ Gesetze auf welchem Parkett gelten, sind die Grundvoraussetzung, um in einer Top-Liga mitzuspielen. Dazu zählt auch das ehrliche und ernsthafte Interesse am Gegenüber.
Savoir Vivre sagen meine französische Freunde so gerne zum Thema „stilsicheres Auftreten“. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass zeitgemäße, anlass- und adressatengerechte Umgangsformen die Basis für eine Wohlfühlatmosphäre schaffen. Die entsprechende Etikette fängt bei mir mit der passenden Begrüßung an und hört in Gesprächssituationen mit dem Verabschieden, unter Benennung des Namens meines Gesprächspartners, auf.
Mein Tipp: Passen Sie Ihren Kommunikationsstil immer an Ihr Publikum an. Ja ich weiß, dass ist oft eine große Herausforderung und Lernerfahrung. Ich kann Ihnen jedoch aus eigenem Erleben berichten, dass es sich lohnt, über seinen Schatten zu springen. Menschen, die nur von oben herab mit Menschen, die uns dienen und bedienen, kommunizieren, wirken arrogant und kommen bei Menschen mit Stilsicherheit nicht gut an.
Stilsicherheit auf jedem Parkett heißt aber auch, gute Tischmanieren zu haben. Dazu zählt auch das der Wille, sich damit auseinander zu setzen und Dinge dazu zu lernen. Ein Könner beobachtet dabei sein Gegenüber stets diskret, denkt sich im Zweifel seinen Teil und sagt aber nichts.
Tipp Nr. 3 „Entwickeln Sie Ihr persönliches Stil- und Markenprofil“
Der gute erste Eindruck sollte sich wie ein roter Faden in Ihrem Markenprofil und Markenauftritt fortsetzen. Das fängt beim Kleidungsstil an und hört bei den Bildern und der Bildsprache auf.
Mein Tipp: Stimmen Sie Ihr Styling auf Ihre Marke/Dienstleistung, Ihren Slogan oder Claim, sowie auf Ihre Kunden und Ihre Persönlichkeit ab. Weniger ist dabei oft mehr.
Eine weitere Empfehlung: Lassen Sie zwei bis drei professionelle und authentische Bilder von sich machen. Ein Bild für die Webseite, sowie als Profilfoto auf all Ihren Social Media-Kanälen, ein Bild für Ihre Angebote/Dienstleistungen, die durch Bildsprache verstärkt werden und ein Bild für Social Media-Posts. Achten Sie dabei auf eine klare Bildsprache, so dass jeder sofort weiß, wer Sie sind und wofür Sie stehen.
Tipp Nr. 4 „Gehen Sie auf andere Menschen zu und lernen Sie das Verkaufen zu lieben“
Für erfolgreiches Selbstmarketing ist die Nutzung von Social Media hervorragend geeignet. Genauso, wie Netzwerktreffen mit Gleichgesinnten und potentiellen Geschäfts- oder Kooperationspartnern. Trauen Sie sich auch, wertvoll, ohne Erwartungshaltung und selbstbewusst auf andere zuzugehen, und diesen Ihre Dienstleistungen/Produkte vorzustellen. Nutzen Sie auch als Angestellte(r) Ihr Netzwerk und berichten Sie von besonderen Erfolgen oder Ereignissen.
„Interessiere dich für andere, wenn du willst, dass andere sich für dich interessieren“, sagte schon Adolph Freiherr von Knigge
Kommen Sie deswegen „hinterm Ofen“ hervor und trauen Sie sich in die Öffentlichkeit. Bauen Sie Beziehungen auf und pflegen Sie Ihr Netzwerk an potenziellen Kunden, Interessenten und Meinungsführern. Solange man über Sie spricht, etwas über Sie liest oder hört, sind und bleiben Sie interessant. Das ist die Kunst, sich angemessen zu zeigen und andere von sich charismatisch zu überzeugen. Bleiben Sie dabei authentisch und zeigen Sie alle Facetten Ihrer Persönlichkeit.
Ein gutes Netzwerk und ein gutes Beziehungsmanagement – also das Zwischenmenschliche – entscheiden über Ihren Erfolg beim Selbstmarketing. Interessieren Sie sich für die Probleme Ihrer Kunden oder Ihrer Zielgruppe und geben Sie anderen gerne Tipps oder eine kleine Kostprobe Ihrer Arbeit, zum Beispiel als Video, als Blogbeitrag oder als E-Book. Kommentieren oder teilen Sie auch andere Beiträge in Social Media wie XING oder LinkedIn, um auf sich aufmerksam zu machen. Nutzen Sie konsequent jeden Tag zehn bis dreißig Minuten für Ihre Sichtbarkeit.
Mein Tipp: Gehen Sie souverän mit anderen um. Kommunizieren Sie klar, offen und direkt. Antworten Sie schnell bei Anfragen – innerhalb von 24-48 Stunden. Seien Sie auch dankbar für Empfehlungen und zeigen Sie diese Dankbarkeit. Bleiben Sie rücksichtsvoll, geduldig und gelassen, gerade wenn nicht alles auf Anhieb funktioniert.
Mein Fazit: Selbstmarketing lohnt sich – fangen Sie am Besten gleich damit an!
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Schuhe aus Leder gibt es seit gut 5.500 Jahren und sie sind immer noch gefragt. Robust, atmungsaktiv und in vielen verschiedenen Varianten zieren sie Herren- wie Damenfüße gleichermaßen.
Lederschuhe weltweit gefragt
Schuhe aus Leder sind weltweit beliebt und es werden jährlich rund 14 Milliarden Paar auf der ganzen Welt produziert. Kein anderer Industriezweig verarbeitet mehr Leder als die Schuhindustrie. Nicht verwunderlich, ist Leder doch prädestiniert für die Herstellung von Schuhen. Es lässt sich sehr gut formen und vernähen, ist robust und schützt damit vor Verletzungen. Zudem wird es durch eine Imprägnierung wasserdicht und ist auch dann noch atmungsaktiv. Ähnlich atmungsaktiv wie Lederschuhe sind nur Stoffschuhe. Diese sind jedoch weder wasserdicht, noch schützen sie die Füße vor Stößen von außen. Ein weiterer Vorteil von Lederschuhen: Bei guter Pflege halten hochwertige Modelle ewig!
Schuhe aus unterschiedlichsten Lederarten
Bei der Herstellung von Schuhen kommen ganz unterschiedliche Ledersorten zum Einsatz. Diese unterscheiden sich aufgrund der verschiedenen Einsatzbereiche teilweise sehr stark und sind abhängig, ob sie als Obermaterial, als Laufsohle oder als Innensohle bzw. Futter verwendet werden. In jedem Fall aber unterliegen die verwendeten Materialien bei der Schuhherstellung in Deutschland einer gesetzlichen Kennzeichnungspflicht. Nicht zuletzt, da eine Unterscheidung häufig sehr schwierig ist.
Oberleder in vielfältigen Varianten
Das Oberleder ist das Leder, das die Optik eines Schuhs maßgeblich bestimmt. Hierfür gibt es eine nahezu unbegrenzte Vielzahl an Varianten aus Rindsleder, Kalbsleder, Schafsleder und Ziegenleder. Aber auch Pferdeleder, Schlangenleder und Krokodilleder sind im hochpreisigen Schuhsegment zu finden. Die verschiedenen Lederarten gibt es zudem in unterschiedlichen Farben, Narbungen und Stärken, was der Mode einen unerschöpflichen Variantenreichtum bietet.
Bodenleder müssen robust sein
Die für den Schuhboden eingesetzten Leder werden Bodenleder genannt und grundlegend in Laufsohle, Zwischensohle und Brandsohle (Innensohle) unterschieden. Aber auch Rahmen-, Keder- (Randverstärkung) und Absatzleder werden hierunter verstanden. Als Bodenleder werden vorwiegend Leder aus dem Halsbereich verwendet. Bei der Laufsohle (Ledersohle) und dem Absatz kommt hingegen das dickere, und damit robustere Croupon aus dem oberen Rückenbereich zum Einsatz. Dieses sogenannte Sohlenleder oder Sohlleder ist zwischen zweieinhalb und sechs Millimeter dick, verhältnismäßig hart und damit wenig biegsam.
Entgegen zur Ledersohle muss die Innensohle eines Schuhs besonders beständig gegen Schweiß sein. Hierfür eignet sich sogenanntes Vacheleder (Vache: Französisch für Kuh) am besten. Diese komfortablen Leder werden vorwiegend aus dem Bauch, dem Hals oder dem Kernstück der Tierhaut gewonnen. Sie sind pflanzlich gegerbt und zwischen einem und vier Millimetern dick. Da diese Leder jedoch sehr teuer und darüber hinaus schwer zu verarbeiten sind, werden für Brandsohlen meisten Lederfaserstoffe, thermoplastische Kunststoffe, Kunstfasergewebe oder imprägnierte Pappe verwendet.
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