Die Situation
Kommunikation im Business kann so einfach sein, wenn wir bestimmte Grundfaktoren beachten. Gute Kommunikation lässt uns sympathischer und als wertvolleren Gesprächspartner wirken.
Die Schlüsselfaktoren erfolgreicher Kommunikation sind: Präsenz, echtes Interesse, der Aufbau von Vertrauen — und eine Körpersprache, die das alles trägt.
Gerade in der heutigen schnelllebigen Zeit ist es so wichtig, sich wieder mehr Zeit für andere in persönlichen Gesprächssituationen zu nehmen.
„Die heutige Form der Kommunikation stellt andere Ansprüche an Raum und Zeit.“ — Franz Dommerz
Was die meisten falsch verstehen
Kommunikation wird häufig mit Rhetorik verwechselt. Mit dem perfekten Satz zur richtigen Zeit. Mit überzeugenden Argumenten und schlagfertigen Antworten.
Das ist nur ein Teil des Bildes.
80 % der Kommunikation findet nonverbal statt — über unsere Körpersprache. Der Körper lügt nie. Es gibt viel mehr Menschen, die sich mit Körpersprache auskennen und sie entsprechend interpretieren, als wir denken.
Und: Jeder Mensch hat in einem Gespräch Interessen und Bedürfnisse. Oft werden diese nicht ehrlich mitgeteilt — oder durch verschleierte Worte, Verse, Metaphern oder Vergleiche angesprochen. Wer die tatsächliche Botschaft und das damit verbundene Ziel hinter dem Gesagten herausfindet, kommuniziert auf einer ganz anderen Tiefe.
Warum das mehr zählt, als wir denken
Ich erlebe es regelmäßig in meinen Trainings: Sobald Menschen beginnen, wirklich präsent zu sein — statt gleichzeitig ans nächste Meeting zu denken, ans Handy oder an die perfekte Formulierung — verändert sich die Qualität ihrer Gespräche sofort.
Sie werden als aufmerksamer, wertschätzender und überzeugender erlebt. Nicht weil sie besser reden. Sondern weil sie besser zuhören und präsenter sind.
Gute Kommunikation ist kein Hexenwerk. Sie ist bewusstes, reflexives Lernen.
Das kostet. Nicht Geld. Aufmerksamkeit. Übung. Selbstreflexion.
Warum ich mich so intensiv mit dem Thema beschäftige
Ich habe selbst erlebt, wie viel in einem Gespräch verloren geht, wenn Präsenz fehlt. Wenn man das Handy dabei hat, wenn man schon die nächste Antwort formuliert, während das Gegenüber noch spricht. Wenn man zu schnell zustimmt — oder zu schnell ablehnt.
Und ich habe erlebt, was passiert, wenn ein Gespräch wirklich gelingt. Wenn beide Seiten das Gefühl haben: Hier wurde ich gehört. Hier wurde ich ernst genommen. Das ist eine besondere Form von Verbindung — und sie entsteht nicht durch Zufall.
Selbst wenn wir gute Kommunikatoren und Rhetoriker sind, gibt es immer wieder Gesprächssituationen, die uns besonders herausfordern. Deshalb begleite ich Führungskräfte und Teams dabei, ihren Kommunikationsstil bewusst zu entwickeln — nicht als Technik, sondern als Ausdruck ihrer Persönlichkeit.
Meine Arbeit ist keine reine Stil- oder Imageberatung. Sie ist eine Übersetzung: vom Inneren ins Äußere. Vom Selbstverständnis in Signale. Von Substanz in Sichtbarkeit.
Wie ich meine Kunden dabei unterstütze
Ich komme nicht mit einem Kommunikationstraining, das Sie in Skripte drückt. Das würde Ihrer Persönlichkeit nicht gerecht — und es würde keine tiefen Veränderungen bewirken.
Meine Begleitung folgt einer anderen Logik.
1. Wir klären Ihren persönlichen Kommunikationsstil. Sind Sie eher Zuhörer oder Entertainer? Vermeiden Sie Konflikte — oder suchen Sie die Win-Win-Lösung? Dieses Selbstbild ist der Ausgangspunkt.
2. Wir beleuchten Ihre blinden Flecken. Wo überrumpeln Sie Ihr Gegenüber ohne es zu merken? Wo vertreten Sie Ihre Interessen nicht klar genug? Diese Lücken kosten täglich Wirkung.
3. Wir üben die konkreten Situationen. Begrüßung, schwierige Gespräche, Verhandlungen, Präsentationen — wir üben das, was Sie wirklich fordert.
4. Wir entwickeln Ihre Körpersprache als Kommunikationsinstrument. Haltung, Blickkontakt, Stimme, Handschlag — all das sendet Botschaften. Wir stellen sicher, dass diese Botschaften das sagen, was Sie meinen.
5. Wir verankern Reflexion als Gewohnheit. Gute Kommunikatoren reflektieren regelmäßig ihre Gespräche. Wir entwickeln dafür eine einfache, alltagstaugliche Routine.
Wie ich arbeite
Auch bei diesem Thema bewegt sich meine Arbeit auf drei Ebenen:
Identität. Was ist Ihr natürlicher Kommunikationsstil — und was möchten Sie bewusst weiterentwickeln?
Image. Wie wirken Sie in Gesprächen auf andere — und entspricht das dem, was Sie sein möchten?
Sichtbarkeit. Wie präsent und überzeugend sind Sie in den Momenten, die zählen?
„Ich habe gemerkt, wie viel ich in Gesprächen verpasse, weil ich schon an die nächste Antwort denke. Das zu ändern hat mehr verändert als jedes Rhetorik-Training.“ — S. H., Führungskraft
„Ich kommuniziere jetzt klarer — und gleichzeitig wärmer. Beides zusammen war der Schlüssel.“ — A. M., selbstständige Beraterin
Was sich danach verändert
- „Gespräche gelingen leichter — weil ich wirklich zuhöre.“
- „Ich werde als wertschätzender und präsenter erlebt.“
- „Ich erkenne früher, was mein Gegenüber wirklich meint.“
- „Missverständnisse passieren seltener — weil ich nachfrage statt zu interpretieren.“
- „Meine Kommunikation trägt meine Persönlichkeit — nicht eine Rolle.“
Das ist es, was entsteht, wenn Innen und Außen übereinstimmen.
Von innen klar. Nach außen souverän.
Meine fünf Tipps für eine gelingende Kommunikation
Tipp 1 — Nehmen Sie in Gesprächssituationen eine offene Körperhaltung ein
Ich erlebe es oft, dass Gesprächspartner — gerade in Online-Meetings — eher im Stuhl oder Sessel „lümmeln“. Oftmals entsteht das Gefühl, dass die Person nur mit einem halben Ohr zuhört und ihre Zeit „absitzt“.
Stehen Sie in persönlichen Begegnungen auf — und stehen Sie bei längeren Online-Meetings ebenfalls auf oder nutzen Sie einen höher gestellten Schreibtisch oder eine PC-Erhöhung. In Präsenz-Meetings wird eine zu lässige Körpersprache als Desinteresse gewertet.
Nehmen Sie eine entspannte, dem Gesprächspartner offene und zugewandte Haltung ein. Achten Sie auf absolute Präsenz in der persönlichen Begrüßung, auf den richtigen Handschlag — und auf guten Blickkontakt.
Tipp 2 — Interessieren Sie sich ernsthaft für Ihr Gegenüber
Schon Adolph Freiherr von Knigge sagte: „Interessiere dich für andere, wenn du willst, dass andere sich für dich interessieren.“
Aktives Zuhören und richtiges Hinhören will gelernt sein. Zuhören ist nicht gleich Zuhören. Jeder Mensch braucht eine andere Bestätigung des Zuhörens in der Beziehung. Nutzen Sie absolute Präsenz, um von Anfang an eine positive Beziehungskompetenz aufzubauen. Nehmen Sie sich die Zeit und schalten Sie alle anderen Störfaktoren — wie das Handy — aus oder auf lautlos.
Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie die tatsächliche Botschaft und das damit verbundene Ziel hinter dem Gesagten herausfinden. Das funktioniert am besten mit Empathie. So verhindern Sie auch von Anfang an mögliche Missverständnisse und verhindern Konflikte.
Tipp 3 — Machen Sie keine leeren Versprechen, sondern bauen Sie von Anfang an eine Beziehung auf Augenhöhe auf
Viele Dienstleister geben teilweise schnelle Versprechen ab, in der Hoffnung, den Kunden zu gewinnen oder zu halten. Wir können nicht immer sofort alle Wünsche der Kunden erfüllen. Vertrauensvolle Kundenbeziehungen entstehen durch gegenseitige Wertschätzung und ein gegenseitiges Verständnis füreinander.
Versprechungen abzugeben, bei denen sich am nächsten Tag herausstellt, dass diese absolut nicht erfüllbar sind, führen auf Dauer zu schlechter Reputation. Lieber verzichten Sie auf einen potenziellen Interessenten. Durch guten Service und eine ehrliche Kommunikation erhalten Sie in der Regel trotzdem eine Weiterempfehlung.
Nein sagen ist so wichtig, um bei sich selbst zu bleiben. Wenn Sie und Ihre Mitarbeitenden gerade gut ausgelastet sind, kommunizieren Sie das ehrlich und suchen Sie gemeinsam mit dem Interessenten nach einer Win-Win-Lösung. Menschen kaufen bei Menschen, die authentisch, ehrlich und sympathisch sind — weil sie sich die Zeit für ihr Gegenüber nehmen.
Tipp 4 — Die Macht des ersten Eindrucks — punkten Sie in Gesprächen mit der Wiederholung von Namen
Hören Sie gerne Ihren Namen — oder werden Sie lieber anonym angeredet?
Sprechen Sie Ihr Gegenüber im persönlichen Gespräch oder im Telefonat gerne zwei bis dreimal mit seinem Nachnamen oder Vornamen — wenn Sie per Du sind — an. Nutzen Sie die Macht des Namens bei der Begrüßung. Unterstreichen Sie mit der Wiederholung des Namens zwischendurch wichtige Gesprächsabschnitte: „Herr Müller, wie sehen Sie das?“
Bedanken und verabschieden Sie sich am Ende des Gesprächs, indem Sie noch einmal den Namen wiederholen: „Herr Müller, vielen Dank für das erfrischende Gespräch und unseren wertschätzenden Austausch.“
Tipp 5 — Entwickeln Sie Ihren eigenen Kommunikations-Stil
Das Wort Stil stammt vom lateinischen Wort „Stilus“ ab. Bereits in der Schule haben wir durch die Art unseres Schreibstils die ersten Schritte zu einem ganz persönlichen Kommunikationsstil entwickelt.
Wie würden Sie Ihren eigenen Kommunikationsstil bezeichnen? Sind Sie eher ein Zuhörer oder ein Entertainer? Stehen Sie gerne im Mittelpunkt — oder lassen Sie anderen auch den Raum, um etwas mitzuteilen? Unterbrechen Sie andere in Gesprächen? Oder sind Sie tolerant und hören aktiv zu?
Mein Tipp: Reflektieren Sie Ihre Gespräche regelmäßig mit einer Art Kommunikations-Tagebuch. Fragen Sie sich: Was ist gut gelaufen? Wo habe ich mich wohl gefühlt? Bei was habe ich mich überrumpelt gefühlt? Wie kann ich in Zukunft besser auf meinen Gesprächspartner eingehen? Wurde das Sprachniveau und der persönliche Background des Gegenübers berücksichtigt?
Bitten Sie auch Freunde und Bekannte um ein ehrliches Feedback zu Ihrem blinden Fleck in der Kommunikation. Nur so verbessern Sie Ihren eigenen Kommunikations-Stil.
Drei Impulse für Ihre Kommunikation
1. Machen Sie eine Probe mit vollständiger Präsenz. Vereinbaren Sie mit sich selbst, in Ihrem nächsten wichtigen Gespräch das Handy vollständig wegzulegen und sich nur auf das Gegenüber zu konzentrieren. Beobachten Sie, was sich verändert.
2. Fragen Sie nach — statt zu interpretieren. Wenn Sie das Gefühl haben, dass mehr hinter den Worten steckt: fragen Sie nach. „Was meinen Sie damit genau?“ ist eine der wirkungsvollsten Fragen in jedem Gespräch.
3. Starten Sie Ihr Kommunikations-Tagebuch. Nach drei wichtigen Gesprächen: Was lief gut? Was hätten Sie anders formuliert? Wer regelmäßig reflektiert, kommuniziert kontinuierlich besser.
Fazit – was bleibt
Gute Kommunikation ist kein Hexenwerk — sondern bewusstes, reflexives Lernen.
Es geht nicht darum, perfekt zu formulieren. Es geht darum, wirklich präsent zu sein. Echtes Interesse zu zeigen. Vertrauen aufzubauen — durch Ehrlichkeit, Wertschätzung und den Mut, auch Nein zu sagen.
Falls Sie das genauer anschauen möchten — gemeinsam, in einem geschützten Rahmen — dann lade ich Sie ein.
Alles Liebe — und trauen Sie sich, sichtbar zu sein. Ihre Janine Katharina Pötsch
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