Das Problem: Sie sehen sich – aber nicht vollständig

Lassen Sie mich mit einem Geständnis beginnen.

Es gab eine Zeit, in der ich mir meiner Wirkung sehr sicher war. Ich wusste, wie ich auftrete. Ich wusste, was zu mir passt. Ich trug Schwarz und Gold, weil ich fest davon überzeugt war, dass mich diese Farben stark und elegant aussehen lassen.

Was ich nicht wusste: Andere sahen etwas ganz anderes. Die Farben machten mich härter, strenger, distanzierter, als ich bin. Sie verdeckten genau das, was mich ausmacht.

Ich habe es nicht gesehen. Andere schon.

Das war mein blinder Fleck. Und ich bin damit nicht allein.

Jeder Mensch trägt ein Bild von sich in sich. Wie er wirkt. Was er kann. Wofür er steht. Dieses Bild ist wahr — aber es ist unvollständig. Denn Sie kennen Ihre Absichten, Ihre Gedanken, Ihre Gefühle. Andere sehen Ihr Verhalten, Ihre Ausstrahlung, Ihre Wirkung.

Zwischen beidem liegt eine Lücke. Und in dieser Lücke entscheidet sich, wie Sie wahrgenommen werden.

Was Sie das kostet

Vielleicht kennen Sie das.

Sie gehen aus einem Meeting und denken: Das lief gut. Ich war klar. Und Tage später erfahren Sie, dass man Sie als zögerlich erlebt hat. Oder als distanziert. Oder gar nicht wahrgenommen.

Sie arbeiten sorgfältig, durchdacht, verlässlich — und werden trotzdem übersehen. Sie halten Ihre Talente für selbstverständlich, weil sie Ihnen leichtfallen. Und genau deshalb zeigen Sie sie nicht.

Gleichzeitig halten Sie vieles zurück. Ihre Zweifel, natürlich. Aber auch Ihre Begeisterung. Ihre Überzeugungen. Die Seiten, die Sie eigentlich ausmachen. Aus Vorsicht. Aus Gewohnheit. Aus der Sorge, zu viel zu sein.

Das kostet Kraft. Jeden Tag.

Es kostet Kraft, eine Wirkung aufrechtzuerhalten, von der Sie nicht genau wissen, wie sie ankommt. Es kostet Kraft, Dinge zu verbergen. Und es kostet Chancen, wenn das, was in Ihnen steckt, niemand sieht — nicht einmal Sie selbst.

Ich habe auch die andere Seite erlebt. Als junge Unternehmerin habe ich zu früh zu viel Privates preisgegeben. Ich dachte, Offenheit sei immer richtig. Heute weiß ich: Es geht nicht darum, alles zu zeigen. Es geht darum, bewusst zu entscheiden, was Sie zeigen — und zu wissen, wie es wirkt.

Wer seine Wirkung nicht kennt, kann sie nicht gestalten. Er überlässt sie dem Zufall. Und der Zufall ist selten großzügig.

Die Lösung: Das Johari-Fenster – sich selbst vervollständigen

Die Psychologen Joseph Luft und Harry Ingham haben ein Modell entwickelt, das diese Lücke sichtbar macht: das Johari-Fenster. Es teilt unsere Persönlichkeit in vier Bereiche — je nachdem, ob wir selbst und andere etwas über uns wissen.

Bereich 1 — Die öffentliche Person: Ihr freier Handlungsraum Was Sie über sich wissen — und andere auch.

Hier sind Sie, wie Sie sich zeigen und wie Sie gesehen werden. Ihre bekannten Stärken. Ihre sichtbare Art. Der Teil von Ihnen, über den Sie frisch und frei sprechen können.

Je größer dieser Bereich, desto freier sind Sie. Sie müssen nichts kontrollieren, nichts verbergen, nichts darstellen. Sie können einfach sein.

Fragen Sie sich: Worüber kann ich frisch und frei reden? Was zeige ich gerne von mir?

Bereich 2 — Der blinde Fleck Was andere über Sie wissen — Sie selbst aber nicht.

Das war mein Schwarz und Gold. Bei Ihnen ist es vielleicht ein Tonfall unter Druck. Eine Geste, die Unsicherheit verrät. Oder eine Stärke, die alle in Ihnen sehen — nur Sie nicht.

Der blinde Fleck ist der Bereich, in dem ehrliches Feedback am meisten verändert. Was Sie nicht kennen, können Sie nicht gestalten. Was Sie kennen, schon.

Fragen Sie sich: Welches Feedback hat mich überrascht, weil es mir vorher nicht klar war?

Bereich 3 — Das Verborgene Was Sie über sich wissen — andere aber nicht wissen sollen.

Hier liegen Unsicherheiten und Verletzlichkeiten. Aber oft auch Wünsche, Überzeugungen und Seiten, die Sie zurückhalten, obwohl sie zu Ihnen gehören.

Nicht alles gehört nach außen. Privatsphäre ist wertvoll — das habe ich gelernt. Aber wenn zu viel verborgen bleibt, wird das Verbergen selbst zur täglichen Arbeit.

Fragen Sie sich: Was versuche ich zu verbergen — und brauche ich das wirklich noch?

Bereich 4 — Das Unbekannte Was weder Sie noch andere kennen.

Das ist für mich der schönste Bereich. Hier liegen Talente, die noch nie gefordert wurden. Begabungen, die schlummern, bis eine neue Situation sie weckt.

Ich habe meine Leidenschaft für Umgangsformen nicht in einem Seminar entdeckt. Sondern in meiner Ausbildung, bei einem cholerischen Chef, dessen Verhalten mir gezeigt hat, wie sehr der Umgang miteinander über Wirkung entscheidet. Aus dieser Erfahrung ist meine Lebensaufgabe gewachsen. Damals hätte ich das nie geahnt.

Fragen Sie sich: Wann habe ich mich zuletzt selbst überrascht — mit einer Eigenschaft oder Fähigkeit, die ich nicht kannte?

So vergrößern Sie Ihren Handlungsspielraum

Bitten Sie um Feedback — aus vielen Lebensbereichen. Fragen Sie Kolleginnen, Freunde, Familie, Kunden. Jeder sieht eine andere Facette von Ihnen. Eine einfache Frage genügt: „Welche drei Eigenschaften verbindest du sofort mit mir — und was würdest du mir raten?“

Werten Sie bewusst aus. Was überrascht Sie? Wo stimmen Ihr Bild und das der anderen überein? Was taucht in mehreren Lebensbereichen immer wieder auf? Wenn mehrere Menschen unabhängig voneinander dasselbe sehen, liegt darin eine Wahrheit, die Sie ernst nehmen dürfen.

Zeigen Sie mehr von dem, was Sie ausmacht. Nicht alles. Aber bewusst mehr. Ihre Begeisterung. Ihre Überzeugungen. Ihre Art, die Welt zu sehen.

Wagen Sie Neues. Das Unbekannte öffnet sich nur, wenn Sie sich auf Unbekanntes einlassen. Eine neue Aufgabe, eine neue Rolle, eine neue Begegnung — dort warten die Talente, die noch niemand kennt.

Stehen Sie zu sich. Der freie Handlungsraum wächst in dem Moment, in dem Sie aufhören, sich zu verstellen. Und Ihre Energie für das nutzen, was Ihnen wirklich wichtig ist.

Warum ich mit meinen Kunden so arbeite

Heute trage ich Hellblau und Weiß. Nicht weil es eine Regel so will, sondern weil ich durch ehrliches Feedback gelernt habe, was mich wirklich zum Leuchten bringt.

Dieser Schritt hat mehr verändert als meine Garderobe. Er hat mir gezeigt, wie viel Kraft darin liegt, sich durch die Augen anderer vollständiger zu sehen — und danach bewusst zu entscheiden, wer man sein möchte.

Genau das gebe ich weiter.

Meine Arbeit ist eine Übersetzung: von blinden Flecken in Bewusstheit. Von verborgenen Talenten in gelebte Stärken. Von Selbstbild und Fremdbild in eine Wirkung, die stimmt.

Wie ich dabei helfe

Ich biete Ihnen den Außenblick, den Sie von innen nicht haben können — ehrlich, wertschätzend und präzise.

Mit der Wirkungs-Architektur arbeiten wir von innen nach außen: vom Inner Compass über Ihre Signature Identity bis zu Ihrer sichtbaren Wirkung.

Wie ich arbeite

Wie ich arbeite

Ich arbeite auf drei Ebenen. Jede beginnt mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme — und endet mit einer Veränderung, die Sie im Alltag spüren.

Identität — Wer sind Sie, wenn Sie sich vollständig sehen?

Die meisten Menschen kennen ihre Schwächen bis ins Detail und ihre Stärken nur vage. Ihre Talente halten sie für selbstverständlich, weil sie ihnen leichtfallen. Das hat Folgen: Wer seine Stärken unterschätzt, setzt sie nicht ein. Wer seine Begabungen nicht kennt, greift nicht nach der Rolle, die zu ihm passen würde. Jahr für Jahr bleibt so Potenzial ungenutzt. Gemeinsam machen wir sichtbar, was Sie ausmacht — Ihre Werte, Ihre Stärken, Ihre schlummernden Talente. Ihre Identität ist nicht zu verändern. Sie ist zu aktivieren.

Image — Wie werden Sie wirklich wahrgenommen?

Sie wissen, was Sie meinen. Andere sehen, wie Sie wirken. Dazwischen arbeitet Ihr blinder Fleck — still, aber beständig. Sie denken: „Ich bin klar.“ Die Welt nimmt wahr: „Sie ist unsichtbar.“ Und Sie wundern sich, warum Ihre Wirkung nicht Ihrer Substanz entspricht. Wir holen Feedback aus verschiedenen Bereichen ein und werten es gemeinsam aus. So entsteht ein vollständiges Bild — und die Möglichkeit, Ihre Wirkung bewusst zu gestalten.

Sichtbarkeit — Wie viel von Ihnen dürfen andere erleben?

Viele Menschen halten mehr zurück als nötig. Das Verbergen kostet Kraft, macht Begegnungen anstrengend und sorgt dafür, dass andere nur den vorsichtigen Teil von Ihnen kennenlernen. Wir vergrößern Ihren freien Handlungsraum Schritt für Schritt. Sie entscheiden, was Sie zeigen — bewusst, nicht aus Angst. Sichtbarkeit ist nicht laut sein. Sichtbarkeit ist: Menschen verstehen Sie. Menschen vertrauen Ihnen. Menschen folgen Ihnen.

„Das Feedback hat mich zuerst irritiert. Dann hat es mir gezeigt, was ich jahrelang übersehen habe: eine Stärke, die alle in mir sehen — nur ich nicht.“ — K. S., Führungskraft

„Ich habe gelernt, dass ich nicht alles verbergen muss, um professionell zu wirken. Seitdem fühle ich mich freier — und wirke souveräner.“ — A. M., Unternehmerin

Was sich danach verändert

  • Sie wissen, wie Sie wirken — nicht nur, wie Sie wirken möchten.
  • Ihr blinder Fleck wird kleiner, Ihr Handlungsspielraum größer.
  • Sie entdecken Talente, die bisher ungenutzt waren.
  • Sie stehen zu dem, was Sie ausmacht.
  • Ihre Energie fließt in das, was Ihnen wichtig ist — statt ins Verbergen.

Von innen klar. Nach außen souverän.

Den freien Handlungsraum vergrößern

1 — Bitten Sie aktiv um Feedback Nicht nur einmal. Nicht nur im Beruf. Fragen Sie Menschen aus verschiedenen Lebensbereichen: Kolleginnen, Freunde, Familie, Kunden. Jeder sieht eine andere Facette.

Eine gute Frage: „Welche drei Eigenschaften verbindest du sofort mit mir — und was würdest du mir raten?“

2 — Werten Sie bewusst aus Sammeln Sie die Antworten. Und fragen Sie sich: Was überrascht mich? Wo gibt es Übereinstimmungen zwischen meinem Bild und dem der anderen? Was taucht in mehreren Lebensbereichen immer wieder auf?

Wiederholungen sind besonders aussagekräftig. Wenn mehrere Menschen unabhängig voneinander dasselbe sehen, lohnt sich ein genauer Blick.

3 — Zeigen Sie mehr von dem, was Sie ausmacht Nicht alles. Aber mehr. Ihre Überzeugungen. Ihre Begeisterung. Ihre Art, die Dinge zu sehen. Jede bewusst gezeigte Facette vergrößert Ihren freien Handlungsraum.

4 — Wagen Sie Neues Das Unbekannte öffnet sich nur durch neue Erfahrungen. Übernehmen Sie eine Aufgabe, die Sie noch nie gemacht haben. Sagen Sie Ja zu etwas, das Sie herausfordert. Dort warten Talente, die noch niemand kennt.

5 — Stehen Sie zu sich Der freie Handlungsraum wächst, wenn Sie aufhören, sich zu verstellen. Wenn Sie zu dem stehen, was Sie ausmacht — und Ihre Energie für das nutzen, was Ihnen wirklich wichtig ist.

Drei Impulse ab heute

1. Bitten Sie drei Menschen aus verschiedenen Lebensbereichen um Feedback. Eine Frage genügt: „Was schätzt du an mir — und was würdest du mir raten?“

2. Beantworten Sie schriftlich: Wann habe ich mich zuletzt selbst überrascht? Diese Erinnerung führt Sie zu Ihren ungenutzten Talenten.

3. Fragen Sie sich: Was verberge ich — und kostet mich das Kraft? Sie müssen nichts preisgeben. Aber Sie dürfen sich fragen, ob das Verbergen noch nötig ist.

 

Fazit – was bleibt

Ihr Selbstbild ist wahr. Das Fremdbild auch. Erst zusammen ergeben sie ein vollständiges Bild.

Ich habe es an mir selbst erlebt: Der Moment, in dem ich meinen blinden Fleck erkannt habe, war unbequem. Und er war der Anfang von allem, was danach kam.

Wirkung beginnt nicht damit, mehr zu werden. Sie beginnt damit, sich selbst vollständiger zu sehen.

Alles Liebe — und trauen Sie sich, sichtbar zu sein. Ihre Janine Katharina Pötsch Wirkungs-Architektin

Bereit, sich vollständig zu machen?

Wenn Sie spüren, dass Ihre Substanz größer ist als das, was andere von Ihnen sehen — dann ist das der Moment, in dem wir anfangen sollten.

Identity & Klarheits-Coaching Für Menschen, die wissen wollen, wer sie wirklich sind — jenseits von Rollen und Erwartungen. Wir gleichen Selbstbild und Fremdbild ab, machen Ihren blinden Fleck sichtbar und holen ungenutzte Talente ans Licht. Damit Ihre Identität klar wird — und Ihre Wirkung stimmig. → Zum Identity & Klarheits-Coaching

Kostenfreies Klarheitsgespräch Der erste Schritt: Wir schauen gemeinsam, wo die Lücke zwischen Ihrem Selbstbild und Ihrer Wirkung liegt — und wie wir sie schließen. → Kostenfreies Klarheitsgespräch buchen

Mein Geschenk für Sie


Themen dieser Seite

Selbstbild Fremdbild, blinder Fleck, Johari-Fenster, Feedback einholen, ungenutzte Talente entdecken, Selbstwahrnehmung Wirkung, Fremdwahrnehmung Beruf, Identität Coaching, Wirkungs-Architektur Gekonnt Wirken, freier Handlungsraum