Ihre neuen Auszubildenden haben die Bewerbungsphase hinter sich. Die Fachlichkeit stimmt — sonst wären sie nicht hier.

Und doch zeigt sich in den ersten Wochen oft ein anderes Bild. Unsicherheit in der Begrüßung. Kein Gefühl für den Dresscode. E-Mails, die zu locker oder zu förmlich wirken — niemand weiß genau, was hier eigentlich gilt.

Das sind keine Charakterfehler. Es sind Lücken, die niemand gefüllt hat.

Ihre neuen Mitarbeitenden sind ab dem ersten Tag Botschafter Ihrer Marke — ob das mitgedacht wurde oder nicht.

Wirkungskompetenz beginnt nicht mit der ersten Präsentation. Sie beginnt mit dem ersten Händedruck.

Das eigentliche Problem

Wer mit mir über dieses Thema spricht, glaubt oft, es sei eine Frage des Typs: Manche Auszubildende bringen Sicherheit und Gespür für professionelles Auftreten einfach mit. Andere eben nicht. Also wird investiert — in Fachwissen, in Schulungen, in Lehrpläne.

Das eigentliche Problem liegt aber selten im Typ. Es liegt darin, dass professionelles Auftreten als selbstverständlich vorausgesetzt wird — obwohl es niemand systematisch vermittelt hat. Wer nie gelernt hat, wie man sich vorstellt, was im Unternehmen als angemessen gilt oder wie man mit Kund:innen kommuniziert, trägt diese Lücke durch die ersten Monate. Sichtbar für alle — außer für die Person selbst.

Studien zeigen: Menschen entscheiden in den ersten sieben Sekunden, wie sie jemanden einschätzen — nicht aufgrund von Kompetenz, sondern aufgrund von Ausstrahlung, Haltung und Erscheinungsbild. Das gilt für Bewerbungsgespräche genauso wie für den ersten Kontakt am Empfang, am Telefon oder im Kundengespräch.

Eine starke Ausbildung beginnt nicht dort, wo der Lehrplan endet. Sondern dort, wo junge Menschen lernen, wer sie im Berufsleben sein wollen.

Warum das wichtiger ist, als es klingt

Ich weiß, wie schnell Themen wie Auftreten, Kleidung oder Begrüßung als „Soft Skills“ eingeordnet werden — nett, aber nicht geschäftskritisch. Aus meiner Praxis kann ich sagen: Diese Einordnung unterschätzt die Wirkung erheblich.

Ihre Auszubildenden prägen das Image Ihrer Marke — nach innen wie nach außen. Ein unsicherer erster Eindruck am Empfang, eine unpassende E-Mail an einen Kunden, ein Fettnäpfchen im Kollegenkreis: All das bleibt hängen. Nicht, weil jemand etwas falsch gemeint hätte. Sondern weil niemand die ungeschriebenen Regeln erklärt hat.

Das kostet. Nicht nur Image nach außen. Gelegenheit. Die Gelegenheit, dass neue Mitarbeitende sich von Anfang an sicher und zugehörig fühlen — und genau das ist einer der stärksten Hebel gegen frühe Fluktuation.

Sieben Signale, die über den ersten Eindruck Ihrer neuen Mitarbeitenden entscheiden

  • Der erste Eindruck — entsteht in Sekunden, lange bevor fachliche Kompetenz überhaupt sichtbar wird.
  • Die Begrüßung — Händedruck, Blickkontakt, der eigene Name klar ausgesprochen. Sie setzt den Ton für alles, was folgt.
  • Kleidung & Auftritt als Wirkungsinstrument — der Dresscode des Unternehmens, im Zweifel eine Stufe formeller gedacht.
  • Fettnäpfchen kennen — Unpünktlichkeit, das Handy auf dem Tisch, die falsche Anrede. Vermeidbar, wenn man weiß, dass es sie gibt.
  • Vorbilder bewusst wählen — beobachten, wie respektierte Kolleg:innen auftreten, kommunizieren und mit anderen umgehen.
  • Ungeschriebene Gesetze verstehen — wer holt den Kaffee, wie formell sind E-Mails wirklich, wird geduzt oder gesiezt.
  • Kommunikation mit Kunden & Vorgesetzten — klar, respektvoll, zugehört bevor geantwortet wird — am Telefon wie per E-Mail.

Diese sieben Signale entscheiden mit darüber, ob jemand als „Teil des Teams“ oder als „noch nicht angekommen“ wahrgenommen wird — lange bevor die fachliche Leistung sichtbar wird.

Warum ich mich so intensiv mit dem Thema beschäftige

Aufgewachsen im Spreewald, war der Umzug in die Großstadt, Anfang zwanzig, für mich wie der erste Arbeitstag in einer Welt, deren Regeln ich nicht kannte. Niemand hatte mir gesagt, wie man sich vorstellt, was man in welchem Umfeld trägt, was im Hintergrund läuft, bevor man es selbst merkt.

Ich habe vieles falsch gemacht — nicht aus Charakter, sondern weil mir niemand gezeigt hat, wie es geht. Jede dieser Situationen war vermeidbar gewesen. Mit ein wenig Vorbereitung. Mit jemandem, der es vorher erklärt hätte.

Diese Erfahrung ist der Grund, warum ich heute genau dort ansetze, wo Lehrpläne enden: bei der Frage, wer jemand im Berufsleben sein möchte — und wie das von Anfang an sichtbar wird. Meine Arbeit mit Auszubildenden ist keine Knigge-Schulung im klassischen Sinn. Sie ist eine Übersetzung: von Unsicherheit in Sicherheit. Von „noch nicht angekommen“ in „Teil des Teams“.

Drei Empfehlungen für die Praxis

  1. Erstellen Sie eine kurze „Spielregeln“-Übersicht für neue Mitarbeitende — Dresscode, Kommunikationsstil, ungeschriebene Gesetze, schwarz auf weiß. Was selbstverständlich wirkt, ist es für jemanden, der neu ist, selten.
  2. Benennen Sie bewusst Patinnen und Paten. Jemand, an dem sich neue Auszubildende in den ersten Wochen orientieren können — nicht nur fachlich, auch im Auftreten.
  3. Geben Sie frühzeitig Feedback zu Auftritt und Kommunikation — nicht nur zu Fachthemen. Je früher eine Lücke benannt wird, desto leichter lässt sie sich schließen.

Wie ich junge Menschen in der Berufsausbildung mit Soft-Skills, Persönlichkeitsentwicklung, Auftritt & Wirkung gezielt unterstütze, gekonnt zun wirken

Ich komme nicht mit einem Frontalvortrag über Tischmanieren, der am nächsten Tag vergessen ist. Das würde der Realität Ihrer Auszubildenden nicht gerecht — und es würde nichts verändern.

Mein Azubi-Training „Gekonnt wirken“ folgt einer anderen Logik.

  1. Wir klären, welches Bild Ihr Unternehmen vermitteln möchte. Nach innen wie nach außen — und was das konkret für neue Mitarbeitende bedeutet.
  2. Wir analysieren die typischen Situationen Ihrer Branche. Empfang, Telefon, E-Mail, Kundenkontakt, interne Abläufe — dort, wo es im Alltag tatsächlich zählt.
  3. Wir übersetzen das in greifbare Standards. Begrüßung, Kleidung, Kommunikation, Verhalten in den ersten Wochen — verständlich und anwendbar, nicht abstrakt.
  4. Wir trainieren praxisnah. Mit echten Situationen aus dem Berufsalltag, nicht mit theoretischen Regeln, die übermorgen wieder vergessen sind.
  5. Wir begleiten die ersten Wochen. Damit das Training nicht nach drei Wochen verklungen ist, sondern Teil des Onboardings bleibt.

Wie ich arbeite

Auch im Azubi-Training bewegt sich meine Arbeit auf drei Ebenen — und in genau dieser Reihenfolge:

Identität. Wer möchte dieser junge Mensch im Berufsleben sein — und welches Selbstverständnis braucht das?

Image. Welche Signale sendet er oder sie aktuell, bewusst und unbewusst — und welche Signale erwartet Ihr Unternehmen tatsächlich?

Sichtbarkeit. Wie kommt diese Person in den ersten Wochen an — bei Kolleg:innen, bei Kund:innen, im Team?

„Wir haben das Training gebucht, nachdem mehrfach Rückmeldungen kamen, dass unsere neuen Azubis am Empfang unsicher wirken. Wenige Wochen später hat sich das Bild komplett gedreht — das wird inzwischen auch von Kund:innen aktiv angesprochen.“ — HR-Verantwortliche, mittelständisches Unternehmen

Was sich danach verändert

  • „Unsere Azubis treten von Anfang an sicherer auf — das merkt man am Empfang genauso wie im Kundengespräch.“
  • „Das Image unseres Unternehmens wirkt nach innen wie außen stimmiger.“
  • „Unsere neuen Mitarbeitenden wissen, wie sie sich in den Momenten verhalten, die zählen.“
  • „Wir werden als Arbeitgeber wahrgenommen, der von Anfang an investiert — das spricht sich herum.“

Von innen klar. Nach außen souverän.

Fazit – was bleibt

Stilsicherheit ist kein Talent, das manche mitbringen und andere nicht. Es ist eine Frage von Vorbereitung — und von Lücken, die jemand füllt oder eben nicht.

Wenn Sie bis hier gelesen haben, kennen Sie wahrscheinlich mindestens eine Situation, in der genau diese Lücke sichtbar wurde — am Empfang, im Kundengespräch, in einer E-Mail. Der erste Schritt ist, das zu erkennen. Der zweite ist, etwas daran zu ändern, bevor der nächste Jahrgang startet.

Falls die Antwort darauf nicht klar ist — sprechen wir.

Alles Liebe — Ihre Janine Katharina Pötsch

Das Gekonnt wirken Azubi-Training

Praxisnah, wirkungsvoll, nachhaltig: Damit Ihre Auszubildenden von Anfang an selbstbewusst, professionell und stilsicher auftreten — und Ihr Unternehmen von Tag eins an gut repräsentieren

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