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Stil, Knigge und Etikette werden oft miteinander verwechselt. Als Deutschlands frechste Knigge-Expertin möchte ich Ihnen heute die Bedeutung der drei Wörter etwas näher bringen.

Fakt ist, dass der 1. Eindruck immer zählt – egal, ob wir nun über Stil, Knigge oder über Etikette reden.

Was sagt die Etikette?

Das Wort Etikette stammt aus dem Französischen und ist abgeleitet von l‘ étiquette . Denn gute Umgangsformen waren früher nur Bestandteil des höfischen Lebens und das normale Volk kannte diese Regeln nicht. Wir verdanken dieses schöne Wort – l‘ étiquette – Ludwig XIV. Der Sonnenkönig ließ überall an Hof kleine Zettel zur Ordnung verteilen, damit die Dienerschaft immer wusste, was, wo hingehörte. Wer, wo seinen Platz hatte und wer an Hof zugelassen war. Das war sozusagen auch der Vorreiter der Protokollordnung. Diese Regeln gab es auch an allen großen Königshöfen. Sie waren für den Adel und das höfische Volk eine Art Regelwerk.

Das Wort Etikette wird auch mit dem Wort „Benimmregeln“ in Verbindung gebracht. Benimmregeln sind nichts anderes wie ein „Verhaltensregelwerk“, welches die Erwartungshaltung innerhalb von verschiedenen sozialen Kreisen beschreibt.

Heute sagen wir Knigge-Experten einfach dazu: Moderne und zeitgemässe Umgangsformen.

Die Kenntnis von Etikette-Regeln erleichtert uns den parkettsicheren Auftritt und gibt uns eine Sicherheit, was richtig und was falsch ist. Wie heißt es doch so schön: Wer die Regeln kennt, darf Sie bei Bedarf auch mal brechen. 🙂 Das mache ich übrigens ab und zu genauso 🙂

Was bedeutet Knigge?

Adolph Freiherr von Knigge wird heute gerne als der „Benimm-Onkel“ dargestellt. Darauf wäre er sicherlich sehr stolz. Das Wort Knigge ist also ein Synonym für das Wort Etikette oder Regelwerk. Knigge verfasste in seinem berühmten Buch „Über den Umgang mit Menschen“ alle möglichen Regeln (über den Umgang mit sich selbst, über den Umgang in der Familie, über den Umgang im Berufsleben, ect). Wir verdanken es ihm, dass er die Verhaltens- und Benimmregeln auch dem „normalen“ Volk zugängig machte.

Heute ist vieles nicht mehr so steif wie früher, dennoch möchten wir alle – egal auf welchem Parkett wir uns bewegen, eine gute Figur machen. Dazu brauchen wir gewisse Regeln, die uns den respektvollen Umgang für ein harmonisches Miteinander erleichtern.

Was bedeutet Stil?

Das Wort Stil ist vom lateinischen Wort Stilus abgeleitet. Die entsprechende Übersetzung dazu ist „Griffel“. Als Stil-Expertin ist es mir wichtig, meine Kunden darin zu trainieren, dass jeder Menschen seinen eigenen unverkennbaren Stil entwickelt. Mit „Stilus“ erkannten die Lateiner andere Menschen an Ihrem Schreibstil.

Heute ist der eigene Stil der Ausdruck für die persönliche und individuelle Art in der Kleidung, im Schreibstil, oder auch im Kommunikationsstil. Der Kommunikationsstil ändert sich auch oft nach Gesellschaftsschicht. Selbst dazu verfasste Knigge schon vor 250 Jahren ein kluges Zitat. „Lerne den Ton der Gesellschaft anzunehmen, in welcher Du Dich befindest.“

Stil und Etikette sind neben der persönlichen Identität unsere Visitenkarte in der Außenwahrnehmung. Seine Stärken und auch seine Macken im Stil zu leben, ist ganz wichtig. Denn wenn wir uns verstellen, oder verbiegen, sind wir nicht authentisch. Das wusste schon Knigge mit meinem Lieblingssatz aus seinem Buch „Sei, was Du bist, immer und ganz.“

Zum Stil gehören auch die Themen Kleiderordnung, oder Dresscode-Regeln. Das erkläre ich Ihnen gerne in einem extra Blogbeitrag.

Stil und Etikette sind also wie eine Visitenkarte, mit der wir im Außenverhältnis punkten oder auffallen können. Sowohl positiv, als auch natürlich negativ. Es liegt an Ihnen…

Wollen auch Sie mit Stil und Etikette punkten?

Dann besuchen Sie doch einfach meine regelmäßig stattfindenden offenen Ganztages-Basis-Knigge-Seminare. Für das nächste Seminar am Sonntag, 26. Februar 2017 gibt es noch 2 freie Plätze.