Die 7 Fragen und meine entsprechenden Antworten aus meinem Interview mit „Etextera“:

1. Welche Art der Kommunikation spricht Sie an?
Ich mag eine klare, nutzenorientierte Kommunikation, die zur Marke, zum Claim und zum Slogan passt. Eine Kommunikation mit klarer Wort-Bild-Sprache, einem hohen Wiedererkennungswert und die auch im Storytelling präsentiert wird. Sowie eine Kommunikation, bei der ich mich von der Marke angezogen fühle und auch klar ist, wer dahintersteht. Bei der ein roter Faden und eine Haltung erkennbar sind.

2. Worauf legen Sie in der Kommunikation besonderen Wert?
Für mich ist wertschätzende Kommunikation total wichtig. Ich lege grossen Wert auf aktives Zuhören und Einfühlungsvermögen meinem Gesprächspartner gegenüber. Mir ist auch eine klare Kommunikation auf Augenhöhe, wo beide Gesprächspartner einen Konsens finden, sehr wichtig. Missverständnisse sofort ansprechen und gleich vor Ort klären, ist mir ebenfalls ein grosses Anliegen.

3. Wenn Sie etwas an der Kommunikationsbranche ändern könnten, was wäre das?
Dass sich die Menschen wieder mehr Zeit nehmen für das gesprochene Wort, mehr nachdenken, bevor sie etwas sagen. Auch dass Kinder weiterhin das Schreiben handschriftlich lernen. Dass wir weniger short communication, oder Abkürzungen nutzen. Dass weniger E-Mails im Rattenschwanz, oder dem unsinnigen cc verschickt werden, sondern dass bei Fragen oder Problemen die Dinge gleich telefonisch geklärt werden.

4. Wie macht sich die Digitalisierung in Ihrem Berufsumfeld bemerkbar?
Ich arbeite im Bereich Stilsicherheit, Präsenz und Wirkung, sowie sozialer Kompetenz. In meinen Augen ist es schwierig, diese wichtigen Themen rein digital zu schulen. Webinare zum Kennenlernen des Trainers, oder zur Einleitung/Einstimmung machen aber durchaus Sinn. Genauso helfen die digitalen Medien natürlich zur Themenabfrage, für ein Feedback oder für ein entsprechendes Update.

5. Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich, dass ich meine Träume umsetze, meine Ziele und Visionen erreiche. Erfolg heisst für mich aber ganz besonders, dass ich glücklich und zufrieden bin, mit dem, was ich tue. Dass ich stolz auf mich sein kann, stolz auf das, was ich geschaffen habe. Und stolz darauf, einen Nutzen zu stiften und meinen Kunden helfen kann, ihre Ziele zu erreichen und stilsicher aufzutreten.

6. Welches war Ihr grösster beruflicher Fehler und welche Lehre haben Sie daraus gezogen?
Dass ich mir am Anfang meiner Firmengründung keine Mentoren und Unterstützer für Dinge, die mir nicht liegen, genommen habe. Ich dachte immer, ich schaffe das alles alleine und brauche niemanden, weil ich mir das nicht leisten kann. Die Lehren daraus: Es ist so wichtig, von Anfang an ein professionelles und verlässliches Team im Hintergrund zu haben, um Fehler zu vermeiden und Zeit für sich zu haben.

7. Was ist Ihnen im Beruf besonders wichtig?
Menschen dabei zu unterstützen, stilsicher aufzutreten, um als Marke «Ich» im Zeitalter der Austauschbarkeit wahrgenommen zu werden. Menschen dafür zu sensibilisieren, sich wieder mehr Gedanken über Werte und Tugenden zu machen. Menschen dafür zu inspirieren, sich auch mehr in den anderen hineinzuversetzen und mehr gemeinsam, statt als purer Egoist durch die Welt zu gehen.

Zur Person
Janine Katharina Pötsch hat u.a. Ausbildungen zur Junior PR Beraterin, zur dipl. Kommunkationswirtin, zum Stil- und Imageberater, zum Train-the-Trainer (IHK) sowie zum Knigge-, Kommunikations- und Rhetoriktrainer abgeschlossen. Weiter hat sie ein Studium in Betriebswirtschaft absolviert. Seit dem Jahr 2012 führt Janine Katharina Pötsch ihr Unternehmen Gekonnt wirken I Die Image-Akademie. Die Expertin für Stilsicherheit und Vordenkerin für moderne Aristokraten unterstützt ihre Kunden dabei, ihre Kompetenz optisch sichtbar zu machen und damit an Ausstrahlung und Wirkung zu gewinnen. Zudem lernen ihre Kunden, mit wertschätzender Kommunikation und zeitgemässen Umgangsformen zu punkten.

Als Managementtrainerin hilft sie Unternehmen aller Größenordnungen und aus allen Branchen, Praxen, Hotels, der Öffentlichen Verwaltung sowie der Finanzbranche, deren Mitarbeiter/innen zu Markenbotschaftern ihres Arbeitgebers zu entwickeln.

 

Das gesamte Interview finden Sie auch hier:

https://www.etextera.ch/news/543/106/7-Fragen-an-Janine-Katharina-Poetsch.html