Stilexpertin im Interview zum Thema Lagen-Look und Übergangsjacken

Stilexpertin im Interview zum Thema Lagen-Look und Übergangsjacken

Inzwischen bin ich fest als Stilexpertin im Fashionblog „Modezirkus“ der SZ Online regelmäßig im Interview und gebe dort praktische Tipps zu verschiedeneren Themen. http://www.sueddeutsche.de/stil/modezirkus-zu-lagenlook-sommer-in-schichten-1.2103432

Sommer in Schichten

Modezirkus zu Lagenlook / 

Von Tanja Mokosch 

/ Veröffentlicht , im Modezirkus

Wenn der Zwiebellook versagt, helfen nur noch Gummistiefel. Aber bitte mit Sommermotiv – zum Beispiel Bienen. (Mantel: Asos, Gummistiefel: Joules)

(Foto: Daniel Hofer)

Kann ich das tragen? Wie kombiniert man Animal Print? Und was bedeutet eigentlich Ethno-Look? Im Modezirkus, dem Stilblog auf Süddeutsche.de, greifen wir aktuelle Trends und klassische Fragen zur richtigen Kleiderwahl auf und erklären gemeinsam mit unseren Stilexperten, worauf zu achten und was zu vermeiden ist. „Stark bewölkt“ sagt die Wetter-App und bestätigt, was der Blick aus dem Fenster schon angekündigt hat. Die Regenwahrscheinlichkeit liegt von 15 Uhr an bei 50 Prozent. Später höher. Höchsttemperatur: 18 Grad. Tiefstwert: neun Grad. Aber das wird bestimmt noch wärmer, schließlich ist August, denkt der Optimist morgens vor dem Kleiderschrank – und zieht vorsichtshalber mehrere Schichten übereinander. Wenig später in der U-Bahn stehen Schweißtropfen auf der Stirn, die Lederjacke sitzt dank Top, Shirt und Pulli so eng, dass die Schulternaht knarzt, die Arme ließen sich auch schon mal freier bewegen. Man fühlt sich dann nicht mehr wie Kate Moss – die es immer schafft, mit Schicht über Schicht und Fransen und Pelz und Leder und Jeans und Schal super auszusehen – sondern wie Joey Tribbiani in der „Friends“-Folge, in der er Chandler Bings Klamotten alle auf einmal trägt.

So geht der Lagenlook

Die perfekte Freizeitzwiebel setzt auf Leder- oder Jeansjacke. Aus ihr schält sich im Lagenlook ein dünnes Strickjäckchen. „Die Jacken sollten sich von der Länge her aber nur minimal unterscheiden“, sagt Stilberaterin Janine Katharina Pötsch. Ein Unterschied von ein bis zwei Zentimetern sei in Ordnung. Im Business-Bereich kann auch zwischen Blazer und Bluse noch etwas Warmes geschoben werden – „zum Beispiel ein feiner Wollpulli“, sagt Pötsch. Der ist dünn und hält warm. Das funktioniert auch bei Männern mit Sakko und Hemd. Damit der Zwiebellook wenigstens ein bisschen an Kate Moss erinnert, sollte bei drei Schichten Schluss sein. Auch Muster und Farben sollten nicht wild durcheinander gewürfelt werden. Pötsch zitiert eine Faustregel: „Drei Farben, zwei Muster, das reicht.“ Die beste Kombination seien ein größeres und ein kleineres Muster und natürlich aufeinander abgestimmte Farben.

Perfekter Büro-Zwiebellook auch für Männer: Sakko, Pulli, Hemd. (Sakko: Hugo Boss, Pullover: Tom Rosburg of Copenhagen, Hemd: Ben Sherman)

(Foto: Daniel Hofer)

Den Klassiker schon im Sommer tragen Wer es lieber pragmatisch mag, kann statt auf viele Schichten auch auf einen einzigen Alleskönner setzen: Die Übergangsjacke. Als Klassiker bietet sich hier vor allem der Trenchcoat an. Mit einem dünnen Modell in einer hellen Farbe sei man dieses Jahr auch im August schon gut beraten, meint Pötsch. Mit Blazer oder Tweed-Mantel könne man ebenfalls nichts falsch machen. Bei weniger klassischen, extravaganteren Mantelmodellen setzt sich ein Trend aus dem vergangenen Winter fort: asymmetrische Details, zum Beispiel an Knopfleisten und Reißverschlüssen.

Der Trenchcoat als Klassiker geht immer, dieses Jahr auch mit asymmetrischen Details. (Mantel: Samsøe & Samsøe)

(Foto: Daniel Hofer)

Kleider dürfen raus Müssen Sommerkleidchen im Schrank verstauben, nur weil der Sommer nicht in die Gänge kommt? Nein, sagt die Stilberaterin: „Sommerkleider sind einfach schöner als Wollkleider.“ Und deswegen ist es in einem verregneten, kalten August wie diesem erlaubt, sie mit Strumpfhose oder Leggings zu kombinieren. Pötsch rät bei dünnen Stoffen zum verstecken Zwiebellook: Ein darunter gezogenes Hemdchen hält zusätzlich warm. Auch Boots und Stiefeletten sind zum leichten Kleid in Ordnung – niemand muss in Sandalen oder Pumps durch den Regen stapfen, nur weil offiziell Sommer ist.

Das Sommerkleid will auch mal raus. Mit Strumpfhose oder Leggings darf es das auch bei Herbsttemperaturen. (Kleid: Nice Things, Blazer: Joop)

(Foto: Daniel Hofer)

Ab durch die Pfütze Bei richtigem Regen gibt es nur eine Art richtiger Schuhe: Gummistiefel. Am besten mit sommerlichen Mustern, um dem miesen Wetter wenigstens etwas Positives abgewinnen und demonstrativ aber trockenen Fußes durch Pfützen zu hüpfen: „Einfarbige oder karierte Gummistiefel passen zum sportlichen oder klassischen Typ. Blümchen und verspielte Motive sind für den romantischen Frauentyp geeignet“, sagt Pötsch. Beim Regenschirm kommt es im Sommer vor allem auf eines an: Er muss in die Handtasche passen oder praktisch vom Handgelenk baumeln können. Schließlich hat man ihn ohnehin meistens als reine Vorsichtmaßnahme dabei. Und noch einen Rat gibt Janine Katharina Pötsch: Die Sommersachen im Kleiderschrank noch nicht nach hinten schieben. Die Stilberaterin hat Hoffnung: „Im September überrascht uns die Sonne meistens doch noch einmal – hoffentlich pünktlich zur Wiesn“, sagt sie.

Die Stilberaterin
Personal Shopperin Janine Katharina Pötsch Mode ShoppingJanine Katharina Pötsch35, berät ihre Kunden in Stil- und Kniggefragen. Im „Modezirkus“ gibt sie Tipps für die perfekte Kleiderwahl.
Stilexpertin im Interview zum Thema Lagen-Look und Übergangsjacken

Lagen- oder Zwiebellook ? Welche Übergangsjacke steht mir eigentlich?

Sommer in Schichten

Modezirkus zu Lagenlook / 

Von Tanja Mokosch 

/ Veröffentlicht , im Modezirkus

 

Wenn der Zwiebellook versagt, helfen nur noch Gummistiefel. Aber bitte mit Sommermotiv – zum Beispiel Bienen. (Mantel: Asos, Gummistiefel: Joules)

(Foto: Daniel Hofer)

Kann ich das tragen? Wie kombiniert man Animal Print? Und was bedeutet eigentlich Ethno-Look? Im Modezirkus, dem Stilblog auf Süddeutsche.de, greifen wir aktuelle Trends und klassische Fragen zur richtigen Kleiderwahl auf und erklären gemeinsam mit unseren Stilexperten, worauf zu achten und was zu vermeiden ist.

„Stark bewölkt“ sagt die Wetter-App und bestätigt, was der Blick aus dem Fenster schon angekündigt hat. Die Regenwahrscheinlichkeit liegt von 15 Uhr an bei 50 Prozent. Später höher. Höchsttemperatur: 18 Grad. Tiefstwert: neun Grad. Aber das wird bestimmt noch wärmer, schließlich ist August, denkt der Optimist morgens vor dem Kleiderschrank – und zieht vorsichtshalber mehrere Schichten übereinander. Wenig später in der U-Bahn stehen Schweißtropfen auf der Stirn, die Lederjacke sitzt dank Top, Shirt und Pulli so eng, dass die Schulternaht knarzt, die Arme ließen sich auch schon mal freier bewegen.

Man fühlt sich dann nicht mehr wie Kate Moss – die es immer schafft, mit Schicht über Schicht und Fransen und Pelz und Leder und Jeans und Schal super auszusehen – sondern wie Joey Tribbiani in der „Friends“-Folge, in der er Chandler Bings Klamotten alle auf einmal trägt.

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So geht der Lagenlook

Die perfekte Freizeitzwiebel setzt auf Leder- oder Jeansjacke. Aus ihr schält sich im Lagenlook ein dünnes Strickjäckchen. „Die Jacken sollten sich von der Länge her aber nur minimal unterscheiden“, sagt Stilberaterin Janine Katharina Pötsch. Ein Unterschied von ein bis zwei Zentimetern sei in Ordnung. Im Business-Bereich kann auch zwischen Blazer und Bluse noch etwas Warmes geschoben werden – „zum Beispiel ein feiner Wollpulli“, sagt Pötsch. Der ist dünn und hält warm. Das funktioniert auch bei Männern mit Sakko und Hemd.

Damit der Zwiebellook wenigstens ein bisschen an Kate Moss erinnert, sollte bei drei Schichten Schluss sein. Auch Muster und Farben sollten nicht wild durcheinander gewürfelt werden. Pötsch zitiert eine Faustregel: „Drei Farben, zwei Muster, das reicht.“ Die beste Kombination seien ein größeres und ein kleineres Muster und natürlich aufeinander abgestimmte Farben.

 

Perfekter Büro-Zwiebellook auch für Männer: Sakko, Pulli, Hemd. (Sakko: Hugo Boss, Pullover: Tom Rosburg of Copenhagen, Hemd: Ben Sherman)

(Foto: Daniel Hofer)

Den Klassiker schon im Sommer tragen

Wer es lieber pragmatisch mag, kann statt auf viele Schichten auch auf einen einzigen Alleskönner setzen: Die Übergangsjacke. Als Klassiker bietet sich hier vor allem der Trenchcoat an. Mit einem dünnen Modell in einer hellen Farbe sei man dieses Jahr auch im August schon gut beraten, meint Pötsch. Mit Blazer oder Tweed-Mantel könne man ebenfalls nichts falsch machen. Bei weniger klassischen, extravaganteren Mantelmodellen setzt sich ein Trend aus dem vergangenen Winter fort: asymmetrische Details, zum Beispiel an Knopfleisten und Reißverschlüssen.

 

Der Trenchcoat als Klassiker geht immer, dieses Jahr auch mit asymmetrischen Details. (Mantel: Samsøe & Samsøe)

(Foto: Daniel Hofer)

Kleider dürfen raus

Müssen Sommerkleidchen im Schrank verstauben, nur weil der Sommer nicht in die Gänge kommt? Nein, sagt die Stilberaterin: „Sommerkleider sind einfach schöner als Wollkleider.“ Und deswegen ist es in einem verregneten, kalten August wie diesem erlaubt, sie mit Strumpfhose oder Leggings zu kombinieren. Pötsch rät bei dünnen Stoffen zum verstecken Zwiebellook: Ein darunter gezogenes Hemdchen hält zusätzlich warm. Auch Boots und Stiefeletten sind zum leichten Kleid in Ordnung – niemand muss in Sandalen oder Pumps durch den Regen stapfen, nur weil offiziell Sommer ist.

 

Das Sommerkleid will auch mal raus. Mit Strumpfhose oder Leggings darf es das auch bei Herbsttemperaturen. (Kleid: Nice Things, Blazer: Joop)

(Foto: Daniel Hofer)

Ab durch die Pfütze

Bei richtigem Regen gibt es nur eine Art richtiger Schuhe: Gummistiefel. Am besten mit sommerlichen Mustern, um dem miesen Wetter wenigstens etwas Positives abgewinnen und demonstrativ aber trockenen Fußes durch Pfützen zu hüpfen: „Einfarbige oder karierte Gummistiefel passen zum sportlichen oder klassischen Typ. Blümchen und verspielte Motive sind für den romantischen Frauentyp geeignet“, sagt Pötsch. Beim Regenschirm kommt es im Sommer vor allem auf eines an: Er muss in die Handtasche passen oder praktisch vom Handgelenk baumeln können. Schließlich hat man ihn ohnehin meistens als reine Vorsichtmaßnahme dabei.

Und noch einen Rat gibt Janine Katharina Pötsch: Die Sommersachen im Kleiderschrank noch nicht nach hinten schieben. Die Stilberaterin hat Hoffnung: „Im September überrascht uns die Sonne meistens doch noch einmal – hoffentlich pünktlich zur Wiesn“, sagt sie.

Die Stilberaterin
Personal Shopperin Janine Katharina Pötsch Mode ShoppingJanine Katharina Pötsch35, berät ihre Kunden in Stil- und Kniggefragen. Im „Modezirkus“ gibt sie Tipps für die perfekte Kleiderwahl.
Der Herbstmantel als stilvoller Begleiter für Damen

Der Herbstmantel als stilvoller Begleiter für Damen

So launig wie dasdrykorn-mantel-mit-versetztem-reissverschluss-schwarz-9058201862174f3202e3 Wetter im Herbst, sollte die dazu passende Garderobe im besten Fall nicht ausfallen. Die letzten warmen Sonnenstrahlen mischen sich mit Wind und Regen und den ersten Vorboten auf die bevorstehende kühlere Jahreszeit. Gefordert wird hier von der Oberbekleidung also so einiges. Ein unerlässlicher Bestandteil der Garderobe, sowohl für Damen als auch Herren, ist meiner Meinung nach daher ein hochwertiger Herbstmantel. Wer hier in  Qualität und exquisites Design investiert, der gewinnt einen stilvollen Begleiter für die Saison.  Gerade Damen können  im Herbst 2014  aus einer großen Vielzahl an Schnitten und Designs wählen. Gerade Damen können  im Herbst 2014  aus einer großen Vielzahl an Schnitten und Designs wählen.

Welche Eigenschaften sollte ein Herbstmantel erfüllen?

Lapidar wird der Herbstmantel gern auch als Übergangsjacke bezeichnet, stellt er doch die modische Verbindung zwischen der warmen und kalten Jahreszeit her. Doch ist er so viel mehr als nur ein modischer Lückenfüller. Er muss so flexibel sein in seinen Eigenschaften, wie kaum eine andere Mantelvariante. Während im Sommer das leichte Jäckchen genügt und im Winter dicker Strick und Daunen gegen die Kälte angesagt sind, muss der Herbstmantel einen Mix aus beidem vereinen. Er muss wetterfest sein, um den zunehmend widrigen Wetterbedingungen trotzen zu können. Wetterfest bedeutet, dass er je nach Material möglichst wind- und wasserdicht ist. Dennoch schmeichelt der Herbstmantel dabei  der Figur seiner Trägerin  Dies unterscheidet ihn auch maßgeblich von einem schlichten Anorak, der sich dank einer sportlichen Optik gerade für Outdoor-Aktivitäten empfiehlt. Ein Herbstmantel setzt dagegen auf exklusiven Chic, der in die Großstadt ebenso passt wie ins Büro oder zum Dinner am Abend.

 

hugo-mantel-mit-stehkragen-schokobraun-9056094126110f3202e3Dennoch geht auch die Funktionalität bei einem Herbstmantel nicht verloren. Verschiedene Materialien wie Fellimitat, Strick, Wolle oder Leder halten angenehm warm, ohne jedoch erdrückend zu wirken. Ein dickes Futter ist hier noch nicht nötig, was den Mantel in den meisten Fällen angenehm leicht zu tragen macht. Mit einer Kapuze oder einem breiten Schalkragen wird schnell Abhilfe geschaffen, wenn der Wind einmal besonders stark wehen sollte. Rippbündchen an den Ärmeln können dafür sorgen, dass auch keine kühle Luft in den Ärmel gelangt.

Gerade Damen können in Sachen Schnitt  in dieser Saison aus dem Vollen Schöpfen

Bei den Herren ist der zweireihige Mantel in gerader Schnittführung ein Klassiker. Er kann sowohl leger zur Jeans, als auch elegant zum Business-Chic getragen werden.  
Für die Dame  wird es mit dem Herbstmantel in Cape-Form märchenhaft verspielt. Stilvoll und überaus figurschmeichelnd ist der Mantel mit Empire-Taille, trendbewusst präsentiert solche der Military-Coat mit Akzenten wie Stehkragen und auffälligen Knöpfen im Military-Stil und ein echtes It-Piece mit leichtem Retro-Einschlag ist der Herbstmantel in T-Linie mit seinen betont breiten Schultern.
Klassische und beliebte Farben bei Herbstmänteln sind dabei vor allem Schwarz, Dunkelblau und verschiedene Braun-, Beige- und Cremetöne. Sie schenken Wärme und spiegeln perfekt die Jahreszeit wider. Aber auch ein schönes Dunkelrot oder ein Orange-Ton haben eine ganz besondere Wirkung und wirken wie inspiriert durch das Farbenspektrum der herabfallenden Blätter.

Bildmaterial:
Quelle: http://www.fashionid.de/

Mini, Midi oder Maxi – welche Rocklängen sind abgesagt und wer kann was tragen

Mini, Midi oder Maxi – welche Rocklängen sind abgesagt und wer kann was tragen

Ene, mene, midi

Modezirkus zu Rocklängen /

Von Lena Jakat

/ Veröffentlicht am , im Modezirkus

 

Ein knielanger Rock ist fürs Büro auch außerhalb der Pausen ideal, (Rock: Karen Millen, Bluse: Whistles)

(Foto: Daniel Hofer)

„Das passiert jetzt auf meine Verantwortung“, sagte die Ladenbesitzerin und nahm eine große Schere. Sie stand in ihrem Brautmodengeschäft hinter meiner Freundin, die das perfekte Brautkleid trug. Naja, fast perfekt. Bis auf ein bisschen zu viel Stoff am Rock. Und so schnitt die Brautmodenverkäuferin schnippschnapp das Zuviel ab und machte aus dem fast perfekten das perfekte Kleid.Solche Beherztheit und/oder die erforderlichen Schneiderkompetenzen fehlen den allermeisten im Alltag. Sie müssen mit dem arbeiten, was rockwärts im Schrank hängt: der erweiterte Jeansgürtel, der Sexy-Secretary-Schlauch mit Magenschmerz-Garantie, das hippe Walle-walle-Sommer-Gewand. Aber wie lang jetzt wann? Und wo?

Knietief in der Arbeit

Damit sich darin ungehindert durch Aktenberge waten lässt, empfiehlt sich fürs Büro klassischerweise Kleid oder Rock, die etwa bis zum Knie reichen. „Der Rock darf höchstens eine Handbreit über dem Knie enden“, sagt Stilberaterin Janine Katharina Pötsch, „er sollte niemals kürzer sein“. Knieumspielend heißt dabei nicht, dass das Kleidungsstück besonders flattrig um die Beine weht und der Saum in den Kniekehlen kitzelt, sondern bezeichnet den Korridor der bürogeeigneten Rocklängen, der von besagter Minimalkürze bis eine Handbreit unters Knie reicht. Dieser klassische Rahmen bietet auch bei förmlicheren Freizeitvorhaben wie Hochzeiten oder Cocktailpartys eine zuverlässige Orientierungshilfe. Besonders elegant nimmt sich die nach unten hin zulaufende V-Form eines Bleistiftrocks aus. Sie verrät allerdings mitunter auch mehr als ein Blick in die Kundendatei des Fitnessstudios.

Lang, länger, weiterwachsen

Wer Modezeitschriften durchblättert, gewinnt bisweilen den Eindruck, auch dieser Sommer würde bevölkert von Elfen auf dem Weg zum Yoga-Intensivkurs. In diesem Jahr fließen und wallen viele Kleider bis zu den Knöcheln ihrer Trägerinnen hinab. Maxikleider, mal in Hippiemädchen-Romantik floral, mal im Stil der weltreisenden Stadtelfe mit Ethnomustern bedruckt. In drückender Sommerhitze können sie durchaus eine angenehm luftige Alternative zum kurzen Kleidchen sein, zumal für alle, die ihre Knie und Schienbeine nicht für sonderlich vorzeigbar halten.

 

Wer lang tragen will, sollte mindestens 1,70 Meter groß sein. Oder weiterwachsen. (Kleid: Ted Baker)

(Foto: Daniel Hofer)

Das Problem: Das mit der elfengleichen Anmut funktioniert – abgesehen vielleicht von Peter Pans Freundin Glöckchen – erst ab einer bestimmten Körpergröße. „Für Maxi-Kleider muss man mindestens 1,70 Meter groß sein“, sagt Stilberaterin Pötsch. „Solche langen Kleider stauchen sehr und machen kleine Frauen noch kleiner“.

Wer kleiner ist und nicht die fantastische Fähigkeit besitzt, den umgekehrten Oskar Matzerath zu machen und einfach noch ein Stückchen zu wachsen, dürfte sich freuen, dass gerade eine äußerst schmeichelhafte Rocklänge im Trend liegt: die mittlere nämlich.

Sonnig, sinnvoll, schlicht

Wie seine Namensvetter, das sonnige Südfrankreich und die digitale Musikschnittstelle, ist der Midi eine äußert sinnvolle Erfindung. Denn diesen alles andere als mittelmäßigen Rock, der mindestens das Knie aber auch schon mal das obere Schienbeindrittel bedeckt, kann prinzipiell jeder tragen.

 

Das Mittelmaß liegt nicht nur im Trend, sondern ist auch ausgesprochen dankbar. (Rock: Topshop, Shirt: privat)

(Foto: Daniel Hofer)

Das gilt umso mehr für die leicht ausgestellte A-Form, wie sie gerade angesagt ist. „Sie ist für Frauen mit etwas mehr Hüften und vielleicht etwas kräftigeren Beinen praktisch, um das ein bisschen auszugleichen“, sagt Stilberaterin Pötsch. „Ich würde das Oberteil dazu immer so wählen, dass der Abschluss des Rockes zu sehen ist.“ Zu einem wildgemusterten Midi-Rock passt also ein schlichtes, einfarbiges Shirt gut, das in den Bund gesteckt wird. „Will man nichts allzu figurbetontes tragen, lässt man es eben ein bisschen lockerer“, sagt Pötsch. In der Schuhfrage ist so ein mittellanger Rock herrlich unkompliziert und lässt sich mit Pumps ebenso stilsicher ein wie mit spitzen Ballerinas.

Wenn die Röcke dann irgendwann wieder kürzer werden, kann man immer noch zur Schere greifen. Bis dahin dürfte noch genug Zeit vergehen, um Nähkurse zu belegen.

Schick, lässig oder rockig? So trägt man Boots in diesem Jahr

Schick, lässig oder rockig? So trägt man Boots in diesem Jahr

Boots und Stiefeletten zeichnen sich durch ihre Vielfältigkeit aus und machen, aus nahezu jedem Outfit, etwas ganz besonderes! Egal, welcher Modetyp Sie sind, Boots sind in den verschiedensten Variationen erhältlich: Zum Schnüren, mit Reißverschluss oder einfach nur zum Reinschlüpfen. Auch bei der Wahl des Absatzes haben Sie die freie Auswahl und können diese entsprechend Ihres Stils auswählen, denn Boots gibt es natürlich mit flacher Sohle sowie mit Keilabsätzen und Pfennigabsätzen.

Die Wahl der richtigen Boots für den Herbst

Pertini_Chelsea-Stiefletten

Beim Kauf eines neuen Paar Boots sollten Sie darauf achten, dass Material und Verarbeitung der Jahreszeit und den vorherrschenden Witterungsverhältnissen standhalten können. Insbesondere im Herbst bieten sich Boots an und sind zudem auch noch stylischer als ein herkömmliches Paar Stiefel. Für die nassere Jahreszeit sollten Sie unbedingt auf die Besohlung achten, die mit einem Profil versehen sein sollte. Auch ein Innenfutter bietet sich schon für die kühleren Herbsttage an und sorgt für warme Füße.

Bildquelle 1: © www.gisy-schuhe.de

Diese Outfits setzen Boots gekonnt in Szene

Stiefeletten und Boots sind nicht nur in den verschiedensten Arten erhältlich, sie lassen sich auch facettenreich
kombinieren. Die verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten können Sie am besten mit neutralen Boots umsetzen. Empfehlenswert sind hier die Farben: Braun, Schwarz oder dunkles Grau.

Schick und elegant – der Look für Fashionistas

biker boots © lalouetto - Fotolia.com

Für schicke Anlässe und einen Look, der mit Eleganz überzeugt, sind Boots mit etwas höherem Absatz die richtige Wahl. Marken, wie Fiorentini+Baker, Pantanetti oder Pertini bieten eine besonders vielfältige Auswahl an eleganten Boots in hochwertiger Qualität und bester Verarbeitung.

Perfekt für einen glamourösen Auftritt sind Kleider und Röcke im Flatterlook, die mit einer schlichten Strumpfhose und klassischen Boots elegant kombiniert werden können. Matte, dezente Strumpfhosen bieten sich hier eher an als auffällige und glänzende. Dieser schicke Look bietet sich auch für die rockige Alternative mit Biker-Boots an: Ketten, Schnallen, und Nieten setzen hier die „harten“ Akzente. Wenn Sie diesen Look dann mit zarten Pastellfarben und Materialien wie Seide oder Chiffon kombinieren, kommt der „Rock-Chic“ zur Geltung. So setzen Sie auf Weiblichkeit und kombinieren diese mit Pep!

Bildquelle 2: © lalouetto – Fotolia.com

Lässig und bequem – der Look für den Alltag

leggings © demidoff - Fotolia.comDie perfekten Boots für jeden Tag sollten einen tendenziell flacheren Absatz besitzen, damit Sie jederzeit für langes Stehen oder Gehen gewappnet sind. Für den Alltag bietet es sich an, Boots mit „skinny Jeans“ und Leggings zu kombinieren. Diese Hosen bieten den Vorteil, dass sie eng anliegen und so problemlos in die Stiefeletten passen ohne dass der Reißverschluss klemmt oder die Hose nicht mehr richtig sitzt.

Mit neutralen Boots lassen sich farbige Leggings mit Mustern perfekt kombinieren. Besonders im Trend liegen dieses Jahr: florale Prints, Grafiken, Streifen in verschiedenen Anordnungen und weitere geometrische Muster.

Bildquelle 3: © demidoff – Fotolia.com

Extravagant hingegen sind bunte Graffitimuster, der Zeitungslook oder gar der Zebralook – diese Leggings sind ein Must-have für mutige Trendsetterinnen!

Oder haben Sie Lust auf einen Hauch Westernfeeling in Ihrem Outfit? Dann probieren Sie mal etwas Neues und wagen Sie sich an Cowboystiefeletten. Diese sind lässig, alltagstauglich und sehen trotzdem besonders aus. Keilabsätze oder flache Absätze sind für den Countrylook empfehlenswert. Auch Verzierungen – wie Schnallen und Nähte – dürfen ruhig infrage
kommen.

Die Checkliste für das perfekte Outfit mit Boots

  • Das richtige Paar Boots (Achten Sie hier unbedingt auf Langlebigkeit und einen hohen Tragekomfort – entdecken Sie hierfür die neue Schuhkollektion von Pertini bei gisy-schuhe.de  für top Qualität!)
  • Leggings oder Strumpfhosen (Schlichte bis auffällige Stylingideen mit Leggings und Boots finden Sie auf stylefruits.de)
  • Skinny Jeans oder Chinohosen
  • Röcke oder Kleider (Knielange Röcke im Flatterlook lassen sich z.B. auf Kleiderkreisel.de finden)

 

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