So punkten Sie mit Authentizität bei Ihrem Image als Marke Ich

So punkten Sie mit Authentizität bei Ihrem Image als Marke Ich

Wann haben Sie sich das letzte Mal so richtig über einen Mitmenschen geärgert, weil dieser nicht „echt“ war oder eine Rolle gespielt hat, die extrem peinlich war?

Tatsächlich spielen viele Menschen oft und gerne eine Rolle oder schlüpfen in eine Maske, weil sie ihr wahres Ich gerne verbergen möchten. Oft erfüllen wir auch vermeintliche Erwartungen, nur um geliebt zu werden.

Kennen Sie das auch?

Wer „echt“ ist, ist ein Original und gerade im digitalen Zeitalter finde ich es sehr wichtig, dass wir online und offline wir selbst sind und uns nicht verstellen.

„Mache dir selbst zuerst klar, was du sein möchtest; und dann tue, was du zu tun hast.“ (Epikets)

 

Was bedeutet Authentizität?

Laut Wikipedia bedeutet Authentizität Echtheit und wird auch mit „Original“ in Verbindung gebracht.

Was bringt mir Authentizität?

Ich bin der Meinung, dass Menschen, die „echt“ sind, haben einfach mehr Spaß am Leben, gewinnen durch Ihre Ausstrahlung mehr Freunde und im Business natürlich auch automatisch mehr Kunden. Menschen, die kein Problem haben, auch mal ihre Ecken und Kanten zu zeigen, finden wir einfach sympathisch.

Meine eigene Geschichte und wie ich lernte authentisch zu sein

Als junge Frau mit Anfang 20 hatte ich zwar schon ein enormes Selbstbewusstsein im Außen, sonst hätte ich mit 20 meinem damaligen Chef in der Ausbildung nicht meine Meinung gesagt. Innen war ich noch total unsicher, weil ich nicht wusste, wer ich bin, was mich einzigartig macht und wofür ich stehe. Ich habe mich teilweise auch äußerlich mit falscher Kleidung „geschmückt“, um etwas darzustellen. Wenn das innere mit dem äußeren nicht übereinstimmt, verstecken wir unsere Unsicherheit oft über eine „Maske“ und wirken auf andere Menschen arrogant. So war das bei mir auch einige Jahre, bis ich das in meiner Coaching-Ausbildung gelernt und gespiegelt bekommen habe. Gerade deshalb ist es mir in meiner schönen ganzheitlichen Arbeit im Bereich Stil, Image und Etikette auch so wichtig, immer auch die Persönlichkeit meiner Kunden mit in Einklang zu bringen.

Meine 5 besten Tipps für ihre Authentizität

Tipp Nr. 1 „Finden Sie heraus, wer Sie wirklich sind und wie sie wirken möchten!“

Wenn Sie ständig zwischen verschiedenen Meinungen über sich selbst schwenken, wird es Zeit, sich Gedanken darüber zu machen, wer Sie wirklich sind und wie Sie in der Außenwirkung wahrgenommen werden möchten.

Bei mir hat das auch eine Weile gedauert, bis ich mich im letzten Herbst (2016) auf einem Buchschreiben Workshop endlich getraut habe, meine wahre Positionierung zu zeigen. Seitdem ich mich in der Öffentlichkeit als Deutschlands frechste Expertin für Stil, Etikette und Persönlichkeitsentwicklung zeige, werde ich viel authentischer wahrgenommen. Das „freche“ war nämlich schon immer ein großer Teil meiner Persönlichkeit. Frech heißt ja nicht unhöflich sein, sondern dass ich mich als Blondine auch traue, meine Meinung zu bestimmten Themen zu sagen, Vorreiter und Pioniergeist zu sein und meine Seminare mit einem Fünkchen Frechheit und Esprit gestalte. Gerade Knigge ist für mich nichts steifes, sondern macht richtig Spaß, wenn ich die „Spielregeln“ beherrsche.

Oftmals liegt die wahre Authentizität nämlich schon im Verhaltensmuster in der Kindheit.  Was könnte das bei Ihnen sein?

Tipp Nr. 2 „Zeigen Sie sich mit allen Ecken und Kanten“

Kennen Sie Glaubenssätze wie „Du musst immer perfekt sein.“ oder „Du darfst keine Fehler machen?“

Das ist totaler Quatsch, denn wer keine Ecken und Kanten hat, ist meiner Meinung nach ein „Roboter“, der nur funktioniert. Stehen Sie zu ihren kleinen Fehlern, denn gerade das macht sie sympathisch und wirkt positiv auf ihr Umfeld.

Wenn Sie sich selbst wieder mehr treu bleiben, wieder mehr über sich lachen, dann haben sie auch mehr Spaß am Leben.  Menschen, die immer nur auf Kosten anderer funktionieren, wirken meiner Meinung nach wie starre Marionetten.

Schreiben sie dazu einfach mal 5-10 Ecken und Kanten auf. Überlegen sie sich danach, wie sie diese liebevoll in ihre Präsentation als Marke Ich mit einbeziehen können.

Tipp Nr. 3 „Bleiben Sie auch in virtuellen Welt „echt“!

Das Internet ist ja die Fundgrube für sogenannte selbsternannte „Virtuell reality Stars“. Ich sag dazu nur Blender oder Angeber. Schließlich ist es einfach, sich dort eine zweite Identität zu schaffen und nach außen zu posen.

Leider fällt das Traumschloss spätestens dann zusammen, wenn der 1. positive Eindruck im Internet nicht mit dem 2. persönlichen Eindruck übereinstimmt.

Seinen Sie ehrlich und authentisch – denn das Internet vergisst nichts. Überlegen Sie lieber zweimal, was sie posten, bevor sie sich hinterher darüber ärgern.

Gerade bei Selbstständigen ist es sehr wichtig, dass das Bild, was ein potenzieller Kunde über sich über sie im Internet macht, auch zusammen passt

Wie echt sind sie wirklich in der virtuell reality bei Facebook und Co.?

Tipp Nr. 4 „Nehmen Sie Fauxpas Situationen mit Humor“

Fehler sind menschlich und kleine Fehler dürfen auch passieren. Gerade wenn wir versuchen, dann besonders perfekt zu sein, machen wir uns oft mehr zum „Affen“, als uns lieb ist.

Wenn sie kleine Fehler wieder mehr mit Humor nehmen, werden sie schnell merken, dass andere Menschen sie mehr respektieren – weil es ihnen nämlich oft genauso geht. Menschen, die über sich selbst lachen können, ziehen andere Menschen automatisch in den Bann. Und sie werden oft ungewollt zum Vorbild für andere Menschen und dadurch sowohl im Privatleben wie im Businessleben erfolgreicher.

Sie werden auch stolz auf sich selbst sein, mutiger werden und vor allen entspannter. Mal ehrlich, strengt es denn nicht an, in vielen Situationen, die uns peinlich sind, schauspielern zu müssen?

Frage: Wann haben sie das letzte Mal so richtig über sich selbst gelacht?

Tipp Nr. 5 „Verstellen Sie sich niemals“!

Natürlich gibt es auch Momente, wo wir uns nicht wohl fühlen, wo wir besonders aufgeregt sind oder wo wir einfach nur Lampenfieber haben. Gerade in solchen Momenten kommen oft alte Glaubenssätze hoch und wir fangen an, uns zu „verstellen“.

Denken Sie immer daran, der Körper lügt nie und die Körpersprache – insbesondere die Mimik verrät uns oft, wenn wir in eine Rolle schlüpfen.

Ich erinnere mich noch gut an meinen 1. Vortrag in der Öffentlichkeit als Stil- und Etikette Trainerin. Unten auf dem Messestand hatte ich beim TV Filmdreh so einen Spaß und habe meine Kunden als Original mit Spaß im 1:1 Coaching beraten. Oben im Vortragssaal bin ich damals vor 4 Jahren auch in die Falle getappt und habe eine Rolle gespielt, weil ich unsicher war. Unsicher, weil ich das 1. Mal vor vielen Menschen gesprochen habe. Denn ich habe versucht, besonders schlau und intelligent zu wirken. 🙂 Das kam leider nicht gut an. Daraus habe ich gelernt und mir professionelle Sprechtrainer gesucht. Heute habe ich große Spaß, Vorträge zu halten und dabei frech und authentisch zu sein.

Trainieren Sie lieber ihr Lampenfieber. Dafür gibt es viele kurze Übungen, um locker zu werden und locker zu bleiben. Gerne empfehle ich Ihnen auch passenden Trainer-Kollegen von mir.

PS: Möchten Sie mehr zum Thema Authentizität lernen, um Ihr Image und Ihre Marke „Ich“ besser und authentisch zu leben? Dann buchen Sie gerne mein Image-Coaching.

Fotos: Pixabay (geralt)

Erfolgsfaktor Image-Design Teil 4: Mit guten Umgangsformen punkten

Erfolgsfaktor Image-Design Teil 4: Mit guten Umgangsformen punkten

 

Wenn nicht jetzt, wann dann?Lieber Leser,

wie haben Sie den Januar bisher erlebt? Was waren Ihre wichtigsten Erkenntnisse für Ihr persönliches Image? Fakt ist, wer beruflich und privat „erfolgreich“ sein will, braucht ein unverwechselbares Image. Unser persönliches Image wird immer als Gesamtauftritt der Persönlichkeit – als Marke „Ich“ wahrgenommen.

Heute möchte ich Ihnen meine 6 wichtigsten Tipps im ABC der modernen Umgangsformen zum 4. Erfolgsfaktor vom Image-Design „Erfolgsfaktor Umgangsformen“ verraten.

Wie wichtig ist Ihnen Knigge? Was ärgert Sie am meisten bei Ihrem Gegenüber in Bezug auf gute Manieren?

Wussten Sie eigentlich, dass es gar keine Regeln gibt? Freiherr von Knigge war nämlich nicht der „Benimm-Onkel“,  wie er heute immer gerne dargestellt wird. Über diesen Titel würde er sich aber heute bestimmt freuen.

„Spielregeln“ im Berufs- und im Privatleben erleichtern uns den Umgang mit anderen. Das wusste auch Knigge, denn dazu hat er ja sein berühmtes Buch  „Über den Umgang mit Menschen“ verfasst. Das Buch ist zwar in Altdeutsch geschrieben, hat aber viele Weisheiten und spricht über die guten alten Tugenden, die heute noch gültig, aber oft vergessen sind.

Mein Lieblingsthema in meinen Seminaren und Knigge-Trainings ist immer das ABC der modernen Umgangsformen, welches ich aus den Tugenden abgewandelt habe. Dazu möchte ich Ihnen ein paar Tipps mit auf den Weg geben. Die weiteren „Buchstaben“ erfahren Sie in meinem nächsten offenen Knigge-Seminar.

A wie Authentizität 

Schon Knigge sagte: „Sei was Du bist, immer ganz und immer derselbe.“ Wie oft lassen wir uns doch vom Außen beeinflussen, verstellen uns, weil wir unsicher sind und wirken dabei oft arrogant. Das ging mir mit Anfang 20 genauso. Doch seitdem ich einfach meine Persönlichkeit als Lady mit Stil und einem Funken Frechheit lebe, werde ich ganz anders wahrgenommen.

Mein Tipp: Tragen Sie keine Maske, sondern bleiben Sie einfach so, wie Sie sind.

D wie Dankbarkeit

Dankbarkeit wird sehr oft vergessen. Wann haben Sie sich das letzte Mal bei Ihrem Partner, Ihrer Familie oder Ihren Freunden bedankt?  Vielen Menschen – gerade wenn sie viel Geld haben oder verdienen – fällt es oft sehr schwer, danke zu sagen.

Mein Tipp: Sagen Sie heute Abend einfach mal wieder Danke zu Ihrem Partner oder einer anderen wichtigen Person.

E wie Ehrlichkeit

„Lügen haben kurze Beine“ sagt man ja so schön. 🙂  Meine Ehrlichkeit hat auch sehr viel mit meinen eigenen Werten zu tun. Kleine Notlügen brauchen wir alle hin und wieder. Selbst ich als Knigge-Trainerin mache das auch so. Einige Menschen können aber nicht ehrlich „nein“ sagen, weil sie in Ihrer Persönlichkeit nicht gefestigt sind. Was erwarten Sie selbst bei Ihren Mitmenschen zum Thema Ehrlichkeit?

G wie Großzügigkeit

Das ist eines meiner Lieblingswörter, denn ich teile mein Wissen gerne großzügig mit anderen Menschen. Meine Einstellung dazu hat mir z.B. auch sehr oft geholfen, dass ich für Presseinterviews angefragt wurde. Ich stelle jedoch immer wieder fest, dass viele Trainer Angst haben, Ihr Wissen öffentlich publik zu machen. Aber mal ehrlich, können wir uns in der Welt vom Kommunikation-Overflow wirklich alles merken? Oder sind wir einfach nur dankbar für einen kleinen Impuls?  Persönlich bleibe ich so lieber in den Köpfen der Menschen als Expertin „hängen“. So können mich potenzielle Kunden vorab ein wenig näher kennenlernen und bauen eine „virtuelle Beziehung“ mit mir auf.

P wie Pünktlichkeit

„Pünktlichkeit ist die Tugend der Könige“ – was ist Ihre Meinung zum Thema Pünktlichkeit? Selbst wenn Sie alle Knigge-Regeln auf dem Klavier beherrschen, aber abgehetzt von einem zum nächsten Termin kommen und nicht einmal die Empfangsdame grüßen können, haben sie trotzdem verloren. Gerade in der heutigen Zeit finde ich es sehr wichtig, sich wieder mehr Zeit für unsere Mitmenschen zu nehmen. Ich bin lieber immer etwas eher beim Termin da, gehe noch ein wenig spazieren – das macht sich mit meiner kleinen Hündin sehr gut, denn danach wartet dann brav im Auto auf mich. 🙂 und bedankt als Dankbarkeit ein kleines Leckerli.

Meine Frage: Wann wollen Sie das nächste Mal mehr Zeit für Ihre Meetings in privater oder beruflicher Natur einplanen?

V wie Verständnis

Verständnis ist mein zweites wichtigstes Lieblingswort. Denn wir können einfach nicht erwarten, dass jeder Mensch, den wir anrufen, sofort Zeit für uns hat. Fragen Sie einfach immer nach, ob Ihr Gesprächspartner auch gerade Zeit für ein Gespräch hat und akzeptieren Sie auch ein „vertrösten“. Natürlich sollten Sie auch zeitnah auf Emails reagieren. Die „goldene Regel“ sagt, dass wir innerhalb von 24-48 Stunden antworten sollten. Das ist auch angemessen,  außer es ist Wochenende. Somit signalisieren Sie, dass Sie die Email erhalten haben. Ich nehme mir bei bestimmten Anfragen auch gerne länger Zeit, um darauf ausführlich zu antworten und teile das meinem Gesprächspartner oder Emailkontakt mit einem festen Datum mit. Verständnis hat auch viel mit der Art unserer Gesamtkommunikation zu tun.

Meine Frage: Wo haben Sie sich das letzte Mal so richtig über mangelndes Verständnis geärgert?

Wussten Sie eigentlich, dass viele „Knigge-Regeln“ heutzutage nicht mehr up to date sind? Was ist bei Ihnen noch hängen geblieben oder wo möchten Sie einfach gerne wissen, ob das heute noch so gemacht wird?

Mein Seminar-Tipp für Februar: Am Sonntag, 26. Februar 2017 veranstalte ich auch wieder mein beliebtes offenes Knigge-Seminar „Erfolgsfaktor Umgangsformen“. Aktuell gibt es dazu noch 2 freie Plätze.

 

 

Erfolgsfaktor Image-Design Teil 3: Der persönliche Kommunikationsstil

Erfolgsfaktor Image-Design Teil 3: Der persönliche Kommunikationsstil

DressedforSuccessLiebe Leser,

heute möchte ich Ihnen meine 4 wichtigsten Tipps für  den 3. Erfolgsfaktor vom Image-Design „Der persönliche Kommunikationsstil“ verraten.

Professionell und authentisch zu kommunizieren ist oft nicht einfach. Ich erinnere mich selbst noch einige „Blamagen“ am Anfang meiner beruflichen Karriere. Da ich in der Schule immer der Überzeugung war, ich kann nicht vor der Gruppe reden und präsentieren, habe ich das viele Jahre vermieden. Dank eines lieben Kunden von mir, welcher Schauspiellehrer ist und an der Theaterakademie in München unterrichtet, wurde ich schnell vom Gegenteil überzeugt.  Heute macht es mir wahnsinnig viel Spaß, Seminare und Workshops zu leiten, Vorträge zu halten und Videos zu produzieren.

Die Stimme ist jedoch nur ein Teil unseres persönlichen Kommunikationsstils. Stimme, Stimmlage und Atmung kann jeder von uns lernen beim Sprechtraining oder beim Schauspiel-Training, z.B. Impro-Theater.

Kommunikation hat einen vielfältigen Spielraum, das habe ich auch schon in meiner Ausbildung als Kommunikationstrainer und Kommunikationswirtin gelernt.

„Kommunikation ist ein wunderbares Mittel, Missverständnisse aus der Welt zu schaffen.“ (Thom Renzie)

Professionell zu kommunizieren und dabei authentisch sowie charismatisch aufzutreten, ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für unser Image.

Meine 4 wichtigsten Tipps zum Thema „Professionell kommunizieren“:

1. Aktives zuhören

Zum aktives zuhören gehören folgende 3 „Grundregeln“: zuhören, verstehen und Gefühle verstehen. Signalisieren Sie Ihr Gegenüber durch Blickkontakt sowie durch eine Art Türöffner, dass Sie ihn verstanden haben. Das kann ein nicken oder ein „ja“ sowie ein „Mmh“ sein. Bei extrovertierten Menschen können Sie auch die Technik des Reflektieren einsetzen und genauer nachfragen, wenn Sie etwas nicht verstanden haben.

Mein Tipp: Achten Sie besonders auf die 3. Ebene – dem verstehen von Gefühlen. Versuchen Sie herauszuhören, wie sich Ihr Gegenüber fühlt. Gefühle können z.B. Angst, Freude, Hoffnung, Stolz, Ärger o.ä. sein.

2. Der souveräne Umgang mit Lob, Kritik und Feedback

Feedback ist enorm wichtig für den bewussten „Beziehungsaufbau“ in unserem berufliches und privates Weiterkommen. Viele Menschen haben Feedback nie richtig gelernt oder Angst, Feedback zu bekommen weil sie niemals ein wertschätzendes Feedback erhalten haben.

Nehmen Sie wertschätzendes Feedback immer als Geschenk ein, (be-) werten Sie das nicht, sondern überlegen, was Ihr Gegenüber damit gemeint haben kann.

Nutzen Sie als Feedbackgeber das „Sandwich-Prinzip“: Lob-Kritik-Feedback. Beachten Sie bitte auch, dass ein Feedback immer zeitnah, konkret sowie beschreibend in der „Ich“ Botschaft sein sollte.

3. Kommunikation richtig verstehen – Grundlagen der Gesprächsführung

Wenn wir gut und verständlich miteinander kommunizieren, entsteht von Anfang ein Vertrauen. Um zu verstehen, was Ihr Gegenüber gesagt hat, nutzen Sie folgende kleine Regeln: zuhören – verstehen – auswerten – reagieren.

Beachten Sie auch, dass jeder Mensch-  unbewusst nach Tageslaune und nach dem Ziel seiner Kommunikation – auf einem Hauptohr des  4-Ohren Modells funkt. (Beziehungsebene, Sacheben, Appellebene oder Selbstoffenbahrungsebene).

Sobald uns bewusst ist, dass wir alle aufgrund unserer Veranlagung in der Typologie anders kommunizieren (senden und empfangen), ist Kommunikation doch  ganz einfach. 🙂

Mein Tipp: Bevor Sie X Emails oder SMS Nachrichten austauschen, greifen Sie lieber einmal mehr zum Hören und besprechen Dinge persönlich. Denn das 2. Axiom der Kommunikation sagt: „Der ununterbrochene Austausch von Mitteilen ist eine Ereignisfolge, die von den Gesprächspartnern unterschiedlich interpunktiert wird.“

4. Körpersprache bewusst einsetzen

„Man kann nicht nicht kommunizieren“ (Paul Watzlawick)

Zur Körpersprache gehören allgemein Mimik, Gestik, Haltung und Bewegung. Körpersprache wird auch als nonverbale Kommunikation bezeichnet und oft missverstanden. Denn verschränkte Arme vor der Brust bedeuten nicht unbedingt immer Ablehnung.

Denken Sie bitte immer daran, dass Körpersprache in der Darstellung wie auch in der Wahrnehmung immer subjektiv ist. Unser Körper lügt jedoch nie und drückt immer unseren aktuellen psychischen Zustand aus.

Mein Tipp: Achten Sie darauf, dass Ihre Körpersprache immer zu Ihrem Gesagten passt oder bitten Sie öfter um ein Feedback, um mehr über Ihre Körpersprache zu lernen.

 

Erfolgsfaktor Image-Design Teil 2: Stil und Auftritt

Erfolgsfaktor Image-Design Teil 2: Stil und Auftritt

JanineKatharinaPoetsch-EllyLiebe Leser, liebe Fans,

welche Tipps haben Sie bereits aus der Blogbeitrag-Serie Image-Design Teil 1 von letzter Woche umsetzen können?

Im heutigen Blogartikel möchte ich Ihnen meine 3 wichtigsten Tipps für  den 2. Erfolgsfaktor vom Image-Design „Stil und Auftritt“ verraten.

Viele meiner Kunden fragen sich oft, wie kann ich aus der grauen Masse heraus stechen, aber dennoch meiner Persönlichkeit treu bleiben und einzigartig wirken. Geht Ihnen das auch so?

 

Was habe ich davon, wenn mein Stil oder mein Styling zu meinem Image passt?

“Stil ist, zu wissen, wer du bist, was du sagen möchtest und dich nicht daran zu stören, was andere von dir halten.” ( Orson Welles, Regisseur)

Menschen mit einem unverwechselbaren Stil werden bewusster in den Köpfen von anderen wahrgenommen und bleiben in Erinnerung. Denn Produkte, Dienstleistungen und leider auch Menschen sind austauschbar. Einer Persönlichkeit mit einem einzigartigen Image vertrauen wir jedoch wie einer Marke.

Unser Stil sollte immer auf die Persönlichkeit, auf die verschiedenen gesellschaftlichen Rollen im Umfeld und auf die Figur abgestimmt werden.

Tipp Nr. 1: Beachten Sie die Grundregeln zum Thema Styling:

  • Alles zu seiner Zeit – jede gesellschaftliche Rolle benötigt ein anderes Styling und einen anderen Dress Code.
  • Weniger ist mehr – das gilt bei Farben, Muster und Accessoires.
  • Mode ist vergänglich – Stil bleibt. Die Mode greift sowieso alle 5-7 Jahren die gleichen Themen wieder auf.
  • Jeder Mensch ist individuell – aber NICHT  jeder sieht in einem bestimmten gleichen Outfit aus den Modetrends gut aus. Das sehen wir ja sehr oft bei den Kleidervergleichen der Stars in Modezeitschriften.
  • Achten Sie beim Styling auf  Klarheit, Angemessenheit und Wertigkeit Ihrer Kleidung.

Tipp Nr. 2  – stellen Sie vor jedem Anlass folgende Fragen:

  • Wo gehe ich hin? Was ist der Anlass?
  • Welche Botschaft möchte ich durch mein Styling ausdrücken?
  • Wie möchte ich überhaupt wirken und wahrgenommen werden?
  • Passt der Stil auch zum CI des Unternehmens, welches ich repräsentiere oder zu mir selbst als Selbstständiger?

Tipp Nr. 3: Machen Sie doch einfach Ihre Kleidung zu Ihrem Markenzeichen!

  • Stil und Styling sind verschiedenen. Der Stil ist auf die Figur und auf den Farbtyp abgestimmt. Durch Styling betonen wir unsere Persönlichkeit und unsere Einzigartigkeit. Das nennen wir Styling Berater auch die persönliche Note im Stil.
  • Ein Markenzeichen kann eine spezielle Brille, eine bestimmte Art von Accessoires, ein bestimmter Schnitt in der Kleidung oder eine bestimmte Farbe sein, welche zu Ihrem CI passt.
  • Ein Markenzeichen ist konstant und stimmig. Meine Markenzeichen sind meine Perlenketten und meine abgerundeten Blazer. Auch meine kleine Hundedame ist immer im selben CI wie ich gestylt. 🙂

Was ist Ihr persönliches Markenzeichen in Ihrem Styling? 

Nächste Woche gibt es weitere Tipps zum 3. Erfolgsfaktor Nr. 3 im Image-Design.

PS: Am Dienstag, 31. Januar 2017 veranstalte ich dazu auch ein Live-Training als Webinar. Dazu lade ich Sie natürlich herzlich ein.

Erfolgsfaktor Image-Design Teil 1: Identity

Erfolgsfaktor Image-Design Teil 1: Identity

fotolia_130974695_xs_copyrightSind Sie bereit 2017 zu Ihrem persönlichen Erfolgsjahr zu machen und einzigartig durch Ihr Image zu werden?

Unser Image startet immer mit dem ersten Eindruck, den unser Gegenüber von uns hat. Wussten Sie, dass eine einzigartige Positionierung durch Selbst-PR mit einem guten Image-Design sehr oft der Schlüssel zum Erfolg ist.

Doch was brauchen Sie für Ihr erfolgreiches Image?

Ich habe selbst lange geforscht, viele Bücher gelesen und mich als Image-Beraterin ausbilden lassen. Im Laufe der letzten 10 Jahren habe ich die perfekte Image-Design Formel gefunden und entwickelt, von dem viele meiner Kunden sehr erfolgreich profitieren. Nur wenn das Innere und das Äußere stimmig und im Einklang ist und das Gesamtbild mit den 4 Facetten vom Image-Design passt, stimmt unser Selbstbild auch mit dem Fremdbild überein.

Was haben Sie davon, wenn Ihr Image zu Ihnen passt?

„Imagepflege ist keine Lackpflege, kein Aufpolieren von Oberflächenglanz, sondern eine Frage der Qualität der ganzen Konstruktion.“ (Werner Niefer)

Unser Image ändert sich teilweise im Laufe unseres Lebens, genauso wie wir uns durch unser Umfeld ändern. Jedoch sollte der Kern stimmig sind und das Gesamtbild dazu auch.

  • Sie werden besser wahrgenommen in Ihrem Auftritt und in Ihrer Präsenz.
  • Sie erhalten mehr Angebote, Komplimente, Projekte –  in beruflicher und privater Hinsicht.
  • Sie verbessern Ihre Wirkung und Ihre Ausstrahlung.
  • Sie wirken stimmig in Ihrem Aufritt durch ein harmonisches Gesamtbild.

Im heutigen Blogartikel möchte ich Ihnen meine 4 wichtigsten Tipps für den 1. Erfolgsfaktor „Identity als Persönlichkeit“ verraten.

Tipp Nr. 1: Suchen Sie sich ein Alleinstellungsmerkmal!

Wie möchten Sie wirken oder wahrgenommen werden? Zum Image-Design gehört ein persönliches Motto, welches uns wie ein roter Faden durch das Leben begleitet. Das kann auch ein Slogan sein. Gerade dieses spezielle Motto widerspiegelt unsere Einzigartigkeit.

Mein Alleinstellungsmerkmal ist, dass ich Deutschlands frechste Expertin für Knigge, Image und Persönlichkeit bin. Das war z.B. mein wichtigstes Thema im Rahmen der Positionierung in 2016.

Tipp Nr.2:  Nutzen Sie Ihre Stärken, Talente und Kernkompetenzen!

Was sind Ihre persönlichen Stärken und Talente? Nur, wenn Sie diese gut kennen und nutzen, fällt es Ihnen leichter, mit anderen zusammenzuarbeiten, zu kommunizieren oder auch sich selbst besser zu „verkaufen“.

Meine Stärken sind mein Organisationstalent, mein Improvisationstalent, meine Zielstrebigkeit, meine Klarheit und mein Durchhaltungsvermögen.

Menschen, die Ihre Stärken kennen, fällt es auch leichter, andere Menschen um Hilfe zu bitten, weil sie das nicht als Schwäche ansehen.

Erstellen Sie für sich selbst eine Liste mit Ihren 10 wichtigsten Stärken und Talenten. Viele Stärken entwickeln wir auch im Laufe unseres Lebens, ohne dass wir dafür ein Zertifikat erworben haben.

Tipp Nr.3: Leben Sie bewusst Ihre Werte!

Werte sind das Wichtigste im Leben. Natürlich gibt es Werte wie Sand am Meer. Nachdem ich mich Anfang letztes Jahres bewusst mit dem Thema Werte auseinandergesetzt habe, ist vieles einfacher geworden und ich habe mich weniger geärgert. Wer seine Werte kennt, zieht auch bewusst Menschen mit ähnlichen Werten oder Leitmotiven an.

Meine persönlichen Werte sind z.B. Authentizität, Ehrlichkeit, Flexibilität, Freude, Großzügigkeit, Humor, Nachhaltigkeit, Verständnis und Zuverlässigkeit

Erstellen Sie eine weitere Liste mit Ihren 10 wichtigsten Werten und gewichten Sie diese von 1-10! Unter diesem Link finden Sie die 100 wichtigsten Werte.

Tipp Nr.4:  Setzen Sie sich Ziele und feiern Sie Ihre Erfolge!

Ich setze mir jedes Jahr beruflich und privat Ziele, natürlich erreiche ich nicht immer all meine Ziele. Aber ich belohne mich für jedes kleine erreichte Ziel und führe ein Erfolgstagebuch. Das hilft mir enorm, in neuen Situationen an mich und meine Stärken zu glauben.

Was ist Ihre persönliche Erfolgsformel?

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim umsetzen meiner Tipps!

Nächste Woche erzähle ich Ihnen mehr zur 2. Erfolgsformel vom Image-Design.

PS: Am 31. Januar gibt es dazu auch ein Live-Training als Webinar.

Warum ist Souveränität für unser Image so wichtig?

Warum ist Souveränität für unser Image so wichtig?

Souveränität ist einer der Grundpfeiler in der Persönlichkeit. Doch was heiß Souveränität überhaupt und was hat das mit unserem Image zu tun? Ich habe dafür Deutschlands Experten für Souveränität, Herrn Stéphane Etrillard – einem deutsch-französischen Intellektuellen und bekannten langjährigen Managementtrainer interviewt.

_MG_9849Herr Etrillard, bitte stellen Sie sich für meine Leser, die Sie vielleicht noch nicht kennen, kurz vor.

Inzwischen arbeite ich tatsächlich schon mehr als zwanzig Jahre als Trainer und Coach. Meine persönliche Entwicklung spiegelt letztlich genau das wieder, warum ich meinen Beruf auch heute noch mit Freude und Leidenschaft praktiziere: Man beginnt etwas völlig Neues, sammelt mit der Zeit immer mehr Erfahrung und wird im besten Sinne des Wortes Professionell. Doch das ist kein Grund, überheblich zu werden, denn inzwischen hat sich schon vieles wieder geändert und man wird sich wieder neu mit unbekannten Dingen befassen. Und genau das – sich ständig neu auf Veränderungen, auf neue Situationen und auch auf andere Menschen einzulassen – macht meinen Beruf spannend. Mir gefällt das sehr.

Wie beschreiben Sie Souveränität? Oder wann sind wir souverän und in welchen Situationen eher nicht?

Persönliche Souveränität ist zu großen Teilen eine Frage der inneren Einstellung. Und genau die spiegelt sich in der Außenwelt wider. Deshalb lässt sich Souveränität auch schlecht vorgaukeln. Wir spüren sofort, ob ein Mensch Souveränität ausstrahlt oder nur versucht, sie zu imitieren. Souveränität bedeutet für mich, sich mit der eigenen Persönlichkeit zu befassen. Denn wer sich selbst nicht kennt, dem wird es schwerfallen, souverän – also selbstbestimmt und eigenverantwortlich – zu entscheiden und zu handeln. Und davon hängt es ab, wie wir nach außen hin auftreten – und übrigens auch, ob wir eine Zufriedenheit mit uns selbst und unserer Lebensführung erreichen. Das zeigt sich oft in ganz konkreten Situationen: Denn vielfach fehlt es uns gerade in heiklen Situationen an Souveränität, wenn wir beispielsweise unter Druck stehen, wenn Konflikte mit anderen Menschen auftreten oder wenn es darum geht, ein Publikum von etwas zu überzeugen. Ich bin mir dabei sicher, dass in allen Menschen mehr Potenzial steckt, als sie nutzen.

Anmerkung Image-Trainerin: Ein sehr spannender Ansatz, ich glaube, am Thema Souveränität sollte jeder arbeiten.

Meines Erachtens hat das Thema Souveränität sehr viel mit dem Thema Kommunikation und dem Thema Image zu tun. Warum ist im Business Souveränität so wichtig, um als Nachwuchsführungskraft oder als Führungskraft zu punkten?

Ja, unsere Kommunikation zeigt, wer wir sind. Unsere Art der Kommunikation wird sogar mit unserer Intelligenz gleichgesetzt. Unsere Sprache trägt ganz erheblich dazu bei, ob wir überzeugend, kompetent und glaubwürdig erscheinen. Im Beruf – und für die ganze Karriere – ist das ein entscheidender Faktor. Gerade Führungsarbeit findet ja nicht im stillen Kämmerlein statt, sie besteht vielmehr aus dem direkten Gespräch mit anderen Menschen. Dabei geht es darum, Beweggründe zu verstehen und in den unterschiedlichsten Situationen die richtigen Worte zu finden. Führungsarbeit ist zu großen Teilen nichts anders als Kommunikation. Ein Manko, das vielen Führungskräften zu schaffen macht, ist nicht etwa eine mangelnde fachliche Qualifikation. Vielmehr ist es ein ungeschicktes persönliches Auftreten, das spätestens in schwierigeren zwischenmenschlichen Situationen zur Belastung wird. Wem die nötige Souveränität im Kontakt und im Dialog mit Kunden, Kollegen und Mitarbeitern fehlt, wird an diesen Stellen kaum eine positive Wirkung erzielen. Die Folgen sind geringe Akzeptanz, fehlendes Durchsetzungsvermögen und wenig Anerkennung bis hin zur Unbeliebtheit

Sie sind Franzose, haben Sie den Eindruck dass wir Deutschen uns beim Thema Souveränität von unseren Nachbarn unterscheiden? Wer ist souveräner?

In Frankreich gibt es eine langjährige Diskussions- und Debattenkultur. Vielleicht fällt es Franzosen deshalb etwas leichter, die eigene Position mit Argumenten zu untermauern. Und ich habe den Eindruck, dass Franzosen weniger Angst haben, mit ihren Ansichten auch mal anzuecken. Souveränität ist für mich jedoch vor allem eine sehr individuelle Frage. Es geht darum, wie jeder Einzelne – woher auch immer er kommen mag – souveräner auftreten kann, um die eigenen Ziele besser erreichen zu können.

Sind Männer oder Frauen souveräner und in welcher Hinsicht?

Wenn über die Kommunikation von Frau und Mann geschrieben wird, werden regelmäßig Klischees bedient. Männer gelten als sachlich, dabei geben sie emotional wenig von sich preis, um bloß keine Schwächen zu zeigen. Deshalb stellen sie wenig Fragen und hören schlecht zu, so heißt es. Und Frauen reden zu viel, sind gefühlsbetont und einfühlsam, sie haben ein offenes Ohr, sind verständnisvoll und eher an den zwischenmenschlichen Aspekten eines Gespräches interessiert als an der Sache. Wer den beruflichen Erfolg will, braucht – vor allem in der Führungsetage – eine sach- und zielorientierte Kommunikation und muss den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Wertschätzung begegnen und insbesondere in heiklen Situationen Einfühlungsvermögen und ein emotional intelligentes Handeln an den Tag legen. Bleibt man beim Klischee von männlicher und weiblicher Kommunikation, ist ein solcher Kommunikationsstil weder maskulin noch feminin, sondern eine Mischung aus beidem. Letztlich gibt es mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede. Allerdings haben es Frauen dennoch etwas schwerer: Wenn sie nämlich gerade nicht dem Klischee entsprechen, wird ihnen das auch wieder negativ ausgelegt – sie gelten dann schnell als distanziert und arrogant. Das Thema souveränes Auftreten ist daher für Frauen noch bedeutender als für Männer, was nicht an den Frauen liegt, sondern daran, wie manche Männer das Auftreten von Frauen – gerade in Führungspositionen – interpretieren.

Welche bekannte Persönlichkeit ist Ihrer Meinung nach ein gutes Vorbild für das Thema Souveränität?

Das Erstaunliche ist ja, dass viele souveräne Persönlichkeiten auf den ersten Blick ganz unterschiedlich wirken. Was sie alle vereint, ist ihr ausgeprägtes Bewusstsein für ihre eigene Persönlichkeit mit all ihren Stärken und auch Schwächen. Ein sehr beeindruckendes Beispiel für eine souveräne Persönlichkeit ist die Pianistin Alice Herz-Sommer, gerade in Anbetracht ihres Schicksals: Im zweiten Weltkrieg wurde ihre Mutter deportiert. Die verzweifelte Pianistin macht daraufhin das Gegenteil von dem, was man erwarten könnte, und beschließt, die für sie selbst denkbar schwierigste Aufgabe in Angriff zu nehmen. Für eine Pianistin heißt das: alle 24 Etüden von Frédéric Chopin einzustudieren, die wohl technisch schwierigsten Klavierstücke überhaupt. Eine gewaltige Aufgabe, die Alice bewältigt und die ihr neuen Mut gibt. Ein Jahr später wird sie dann selbst deportiert, ebenso ihr Mann und ihr erst sechsjähriger Sohn. Dank ihrer starken Persönlichkeit und natürlich der Musik bleiben ihr Wille und ihr Lebensmut ungebrochen. Sie hat sogar genug Kraft, um anderen davon abzugeben: Statt die Hoffnung aufzugeben, ist sie es, die den Mithäftlingen Hoffnung gibt. Diese Stärke behält sie auch nach der Befreiung bei. Mit keiner Silbe hat sie sich jemals in Interviews über andere beschwert. Auf die Frage, ob sie Hass empfinde, antwortet sie: „Hass? Ich habe nie gehasst.“ Was das Leben ihr auch zugemutet hat, sie nahm es an und machte das Beste daraus. Und ihre Souveränität zeigt sich auch in ihrer Kommunikation: Alle, die sie getroffen haben, bleiben nachhaltig von ihrer warmen Ausstrahlung beeindruckt – und davon, wie bescheiden die Pianistin auftritt. Eine ihrer Qualitäten war das Zuhören. Die Pianistin sprach nie sehr viel. Stattdessen fragte sie nach der Meinung ihrer Besucher, gab ihnen Zeit und zeigte wahres Interesse an jedem, der ihr gegenüberstand. Und sie blieb bis ins höchste Alter neugierig (sie wurde 110 Jahre alt). Arroganz und Überheblichkeit waren ihr völlig fremd, dafür zeigte sie umso mehr Einfühlungsvermögen und auch Humor. Sie konnte über sich selbst lachen und nicht verstehen, warum sich die Menschen so wichtig nehmen – meiner Meinung nach ein besonders wichtiger Charakterzug souveräner Menschen.

Was sind die 3 größten Fehler in Bezug auf das Thema Souveränität, die Sie immer wieder im Alltag feststellen?

Da können wir gleich bei der Pianistin bleiben: Sie zeigte weder Überheblichkeit noch Arroganz. Souveränität hat also nicht das Geringste mit Selbstverliebtheit zu tun, dafür umso mehr mit Selbsterkenntnis. Auch denken viele Menschen, dass es zu einem souveränen Auftreten dazugehört, niemals Schwächen zu zeigen. Dabei wissen gerade souveräne Menschen um ihre Schwächen, sie können Fehler eingestehen und natürlich auch Emotionen zeigen. Ein weiteres Missverständnis ist: Es dreht sich nicht alles um einen selbst. Zu einem souveränen Auftreten gehört vielmehr viel Einfühlungsvermögen in die Gefühlswelt und Realität anderer Menschen. Denn nur so können wir adäquat reagieren und zum Beispiel wirkungsvolle Argumente finden.

Haben Sie für meine Leser 2 bis 3 wertvolle Tipps parat, um sich souverän im Alltag zu bewegen?

  1. Versuchen Sie, ein Bewusstsein für Ihre Kommunikation zu entwickeln und dafür, was und wie Sie etwas wirklich sagen. Analysieren Sie auch Ihr Verhalten in persönlichen Gesprächen, gerade dann, wenn unterschiedliche Meinungen aufeinandertreffen.
  2. Übernehmen Sie die Verantwortung für Ihr Handeln beziehungsweise Nichthandeln und für Ihre Entscheidungen. Versuchen Sie nicht, die Verantwortung auf andere oder irgendwelche Umstände abzuwälzen. Das macht Sie unabhängiger und hilft Ihnen, bewusster zu handeln.
  3. Bleiben Sie offen für neue Erfahrungen, für Veränderungen und die Ansichten anderer Menschen. Lehnen Sie nichts einfach nur aus Prinzip ab oder weil Sie etwas nicht kennen. Viele Menschen urteilen viel zu schnell und sogar, ohne einen Sachverhalt überblicken zu können. Was neu, fremd oder anders ist, bereitet schnell Unbehagen. Wer hier jedoch nicht voreilig auf Abwehr schaltet, eröffnet sich selbst eine ganze Reihe – auch für den Beruf – wichtiger Handlungsspielräume.

Wie setzen Sie persönlich selbst Souveränität ein, wenn Sie in einer schwierigen Situation gefangen sind?

Der letztgenannte Punkt hilft mir da sehr: Dass schwierige Situationen im Leben immer wieder auftreten, ist gewiss. An einem solchen Punkt angelangt, versuche ich zuerst, gelassen zu bleiben und mir alle Handlungsmöglichkeiten vor Augen zu führen. Das zeigt mir, dass es nicht nur einen Weg oder wenige Optionen gibt, sondern neben den offensichtlichen Handlungsmöglichkeiten noch eine ganze Reihe mehr. Dabei tritt dann oft auch Unerwartetes zutage. Und selbst wenn ich mich dann für einen offensichtlichen Weg entscheiden sollte, weiß ich dennoch, dass ich diese Entscheidung ganz bewusst und eigenverantwortlich getroffen habe. – Was mir ebenfalls sehr wichtig ist: Ich versuche anderen Menschen mit Wertschätzung zu begegnen. Das erleichtert das Miteinander und vermindert negative Entwicklungen oft schon im Vorfeld.

Ihr jüngstes Buch mit dem Titel „Unternehmer-Souveränität“ überträgt die persönliche Souveränität auf Selbstständige, Freiberufler und Unternehmer. Was hat Sie dazu bewogen, den Begriff Souveränität ganz konkret auf Unternehmer anzuwenden?

Genau genommen bildet dieses Thema bereits seit vielen Jahren einen Schwerpunkt meiner Arbeit. Insbesondere beim Coaching von Freiberuflern und Selbstständigen erfuhr ich immer wieder, dass das Thema Souveränität für Unternehmer einige Besonderheiten aufweist. Denn das Unternehmerdasein bringt spezielle Anforderungen mit sich und das Selbstverständnis des Unternehmers spielt eine zentrale Rolle für die Unternehmung. Bei meiner Arbeit traten diese Besonderheiten und speziellen Fragestellungen immer mehr in den Fokus, sodass sich die Unternehmer-Souveränität mit der Zeit als wichtiges Thema herauskristallisierte. Es lag also nahe, dieses Thema aufzugreifen und zu vertiefen. 

Können Sie in wenigen Sätzen erläutern, was genau Sie unter Unternehmer-Souveränität verstehen?

Jedes Unternehmen wird von der Unternehmerpersönlichkeit getragen. In den meisten Fällen befassen sich Unternehmer jedoch vorwiegend mit rein geschäftlichen Belangen und weitaus weniger mit sich selbst als Unternehmerpersönlichkeit. Dabei lässt sich das eine nicht vom anderen trennen. Und gerade, wer über lange Sicht ein Unternehmen erfolgreich führen will, braucht Klarheit über beide Aspekte. Deshalb hat auch die Unternehmer-Souveränität zwei Dimensionen: die unternehmerische und die persönliche. Es ist wichtig, die Gesamtheit des unternehmerischen Handelns zu betrachten. Es reicht eben nicht aus, ein finanziell erfolgreicher Unternehmer zu sein. Wem dabei aufgrund seiner Arbeit die persönliche Zufriedenheit oder gar die Gesundheit abhandenkommt, der ist kein souveräner Unternehmer. Gleichzeitig kommt es auf die unternehmerischen Qualitäten an, damit es gelingt, auch in Anbetracht von Druck und Turbulenzen, bei Veränderungen am Markt und ökonomischen Zwängen das Ruder selbst in der Hand zu halten, die richtigen Entscheidungen zu treffen und die eigenen Ziele zu verwirklichen. Das ist für mich Unternehmer-Souveränität. 

41dH0kq3hmL._SX341_BO1,204,203,200_Wer mehr zum Thema Souveränität erfahren möchte, dem kann ich das neue Buch von Stéphane Etrillard „Unternehmer-Souveränität“  empfehlen.

Ich habe ebenfalls die Jubiläumsausgabe „16 Impulse für mehr Souveränitätgelesen und kann Ihnen das Taschenbuch ebenfalls bestens empfehlen.

Herr Etrillard, vielen Dank dass Sie sich die Zeit für das Idee genommen haben.

Herr Etrillard: Frau Pötsch, ich danke Ihnen für die Anfrage und wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg mit Ihrer Unternehmer-Souveränität.

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Foto: © PhotoProfilConcept Sylke Gall