Was ist der Unterschied zwischen Stil, Knigge und Etikette?

Was ist der Unterschied zwischen Stil, Knigge und Etikette?

Business-Etikette-KeithBell-123rfStil, Knigge und Etikette werden oft miteinander verwechselt. Als Deutschlands frechste Knigge-Expertin möchte ich Ihnen heute die Bedeutung der drei Wörter etwas näher bringen.

Fakt ist, dass der 1. Eindruck immer zählt – egal, ob wir nun über Stil, Knigge oder über Etikette reden.

Was sagt die Etikette?

Das Wort Etikette stammt aus dem Französischen und ist abgeleitet von l’étiquette, denn gute Umgangsformen waren früher nur Bestandteil des höfischen Lebens und das normale Volk kannte diese Regeln nicht. Wir verdanken dieses schöne Wort Ludwig XIV. Der Sonnenkönig ließ überall an Hof kleine Zettel zur Ordnung verteilen, damit die Dienerschaft immer wusste, was wo hingehörte, wer wo seinen Platz hatte und wer an Hof zugelassen war. Das war sozusagen auch der Vorreiter der Protokollordnung. Diese höfischen Regeln gab es auch an allen großen Königshöfen. Sie waren für den Adel und das höfische Volk eine Art Regelwerk.

Das Wort Etikette wird auch mit dem Wort Benimmregeln in Verbindung gebracht. Benimmregeln sind nichts anderes wie ein „Verhaltensregelwerk“, welches die Erwartungshaltung innerhalb von verschiedenen sozialen Kreisen beschreibt.

Heute sagen wir Knigge-Experten dazu einfach moderne und zeitgemässe Umgangsformen.

Die Kenntnis von Etikette-Regeln erleichtern uns den parkettsicheren Auftritt und geben uns eine Sicherheit, was richtig und was falsch ist. Wie heißt es doch so schön, wer die Regeln kennt, darf Sie bei Bedarf auch mal brechen. 🙂 Das mache ich als frechste Expertin genauso.

Was bedeutet Knigge?

Adolph Freiherr von Knigge wird heute gerne als der „Benimm-Onkel“ dargestellt. Darüber wäre er sicherlich sehr stolz. Das Wort Knigge ist also ein Synonym für das Wort Etikette oder Regelwerk. Knigge verfasste in seinem berühmtes Buch „Über den Umgang mit Menschen“ alle möglichen Regeln (über den Umgang mit sich selbst, über den Umgang in der Familie, über den Umgang im Berufsleben, ect). Wir verdanken es ihm, dass er die Verhaltens- und Benimmregeln auch dem normalen Volk zugängig machte.

Heute ist vieles nicht mehr so steif wie früher, dennoch möchten wir alle – egal auf welches Parkett wir uns bewegen, eine gute Figur machen. Dazu brauchen wir gewisse Regeln, die uns den respektvollen Umgang für ein harmonisches Miteinander erleichtern.

Welche Knigge oder Etikette Regeln sind Ihnen persönlich am wichtigsten?

Was bedeutet Stil?

Das Wort Stil ist vom lateinischen Wort Stilus abgeleitet. Die lateinische Bedeutung dazu ist „Griffel“. Als Stil-Expertin ist es mir wichtig, meine Kunden darin zu trainieren, dass jeder Menschen seinen eigenen unverkennbaren Stil entwickelt. Mit Stilus erkannten die Lateiner andere Menschen an Ihrem Schreibstil.

Heute ist der eigene Stil der Ausdruck für die persönliche und individuelle Art in der Kleidung, im Schreibstil oder auch im Kommunikationsstil. Der Kommunikationsstil ändert sich auch oft nach Gesellschaftsschicht. Selbst dazu verfasste Knigge schon vor 250 Jahren ein kluges Zitat. „Lerne den Ton der Gesellschaft anzunehmen, in welcher Du Dich befindest.“

Stil und Etikette sind neben der persönlichen Identität unsere Visitenkarte in der Außenwahrnehmung. Seine Stärken und auch seine Macken im Stil zu leben ist ganz wichtig, denn wenn wir uns verstellen oder verbiegen, sind wir nicht authentisch. Das wusste schon Knigge in meinem Lieblingssätze aus seinem Buch „Sei, was Du bist, immer und ganz.“

Zum Stil gehören auch die Themen Kleiderordnung oder Dresscode-Regeln. Das erkläre ich Ihnen gerne in einem extra Blogbeitrag.

Stil und Etikette sind also wie eine Visitenkarte, mit der wir im Außenverhältnis punkten oder auffallen.

Wollen auch Sie mit Stil und Etikette punkten?

Dann besuchen Sie doch einfach meine regelmäßig stattfindenden offenen Ganztages-Basis-Knigge-Seminare. Für das nächste Seminar am Sonntag, 26. Februar 2017 gibt es noch 2 freie Plätze.

 

Erfolgsfaktor Image-Design Teil 4: Mit guten Umgangsformen punkten

Erfolgsfaktor Image-Design Teil 4: Mit guten Umgangsformen punkten

 

Wenn nicht jetzt, wann dann?Lieber Leser,

wie haben Sie den Januar bisher erlebt? Was waren Ihre wichtigsten Erkenntnisse für Ihr persönliches Image? Fakt ist, wer beruflich und privat „erfolgreich“ sein will, braucht ein unverwechselbares Image. Unser persönliches Image wird immer als Gesamtauftritt der Persönlichkeit – als Marke „Ich“ wahrgenommen.

Heute möchte ich Ihnen meine 6 wichtigsten Tipps im ABC der modernen Umgangsformen zum 4. Erfolgsfaktor vom Image-Design „Erfolgsfaktor Umgangsformen“ verraten.

Wie wichtig ist Ihnen Knigge? Was ärgert Sie am meisten bei Ihrem Gegenüber in Bezug auf gute Manieren?

Wussten Sie eigentlich, dass es gar keine Regeln gibt? Freiherr von Knigge war nämlich nicht der „Benimm-Onkel“,  wie er heute immer gerne dargestellt wird. Über diesen Titel würde er sich aber heute bestimmt freuen.

„Spielregeln“ im Berufs- und im Privatleben erleichtern uns den Umgang mit anderen. Das wusste auch Knigge, denn dazu hat er ja sein berühmtes Buch  „Über den Umgang mit Menschen“ verfasst. Das Buch ist zwar in Altdeutsch geschrieben, hat aber viele Weisheiten und spricht über die guten alten Tugenden, die heute noch gültig, aber oft vergessen sind.

Mein Lieblingsthema in meinen Seminaren und Knigge-Trainings ist immer das ABC der modernen Umgangsformen, welches ich aus den Tugenden abgewandelt habe. Dazu möchte ich Ihnen ein paar Tipps mit auf den Weg geben. Die weiteren „Buchstaben“ erfahren Sie in meinem nächsten offenen Knigge-Seminar.

A wie Authentizität 

Schon Knigge sagte: „Sei was Du bist, immer ganz und immer derselbe.“ Wie oft lassen wir uns doch vom Außen beeinflussen, verstellen uns, weil wir unsicher sind und wirken dabei oft arrogant. Das ging mir mit Anfang 20 genauso. Doch seitdem ich einfach meine Persönlichkeit als Lady mit Stil und einem Funken Frechheit lebe, werde ich ganz anders wahrgenommen.

Mein Tipp: Tragen Sie keine Maske, sondern bleiben Sie einfach so, wie Sie sind.

D wie Dankbarkeit

Dankbarkeit wird sehr oft vergessen. Wann haben Sie sich das letzte Mal bei Ihrem Partner, Ihrer Familie oder Ihren Freunden bedankt?  Vielen Menschen – gerade wenn sie viel Geld haben oder verdienen – fällt es oft sehr schwer, danke zu sagen.

Mein Tipp: Sagen Sie heute Abend einfach mal wieder Danke zu Ihrem Partner oder einer anderen wichtigen Person.

E wie Ehrlichkeit

„Lügen haben kurze Beine“ sagt man ja so schön. 🙂  Meine Ehrlichkeit hat auch sehr viel mit meinen eigenen Werten zu tun. Kleine Notlügen brauchen wir alle hin und wieder. Selbst ich als Knigge-Trainerin mache das auch so. Einige Menschen können aber nicht ehrlich „nein“ sagen, weil sie in Ihrer Persönlichkeit nicht gefestigt sind. Was erwarten Sie selbst bei Ihren Mitmenschen zum Thema Ehrlichkeit?

G wie Großzügigkeit

Das ist eines meiner Lieblingswörter, denn ich teile mein Wissen gerne großzügig mit anderen Menschen. Meine Einstellung dazu hat mir z.B. auch sehr oft geholfen, dass ich für Presseinterviews angefragt wurde. Ich stelle jedoch immer wieder fest, dass viele Trainer Angst haben, Ihr Wissen öffentlich publik zu machen. Aber mal ehrlich, können wir uns in der Welt vom Kommunikation-Overflow wirklich alles merken? Oder sind wir einfach nur dankbar für einen kleinen Impuls?  Persönlich bleibe ich so lieber in den Köpfen der Menschen als Expertin „hängen“. So können mich potenzielle Kunden vorab ein wenig näher kennenlernen und bauen eine „virtuelle Beziehung“ mit mir auf.

P wie Pünktlichkeit

„Pünktlichkeit ist die Tugend der Könige“ – was ist Ihre Meinung zum Thema Pünktlichkeit? Selbst wenn Sie alle Knigge-Regeln auf dem Klavier beherrschen, aber abgehetzt von einem zum nächsten Termin kommen und nicht einmal die Empfangsdame grüßen können, haben sie trotzdem verloren. Gerade in der heutigen Zeit finde ich es sehr wichtig, sich wieder mehr Zeit für unsere Mitmenschen zu nehmen. Ich bin lieber immer etwas eher beim Termin da, gehe noch ein wenig spazieren – das macht sich mit meiner kleinen Hündin sehr gut, denn danach wartet dann brav im Auto auf mich. 🙂 und bedankt als Dankbarkeit ein kleines Leckerli.

Meine Frage: Wann wollen Sie das nächste Mal mehr Zeit für Ihre Meetings in privater oder beruflicher Natur einplanen?

V wie Verständnis

Verständnis ist mein zweites wichtigstes Lieblingswort. Denn wir können einfach nicht erwarten, dass jeder Mensch, den wir anrufen, sofort Zeit für uns hat. Fragen Sie einfach immer nach, ob Ihr Gesprächspartner auch gerade Zeit für ein Gespräch hat und akzeptieren Sie auch ein „vertrösten“. Natürlich sollten Sie auch zeitnah auf Emails reagieren. Die „goldene Regel“ sagt, dass wir innerhalb von 24-48 Stunden antworten sollten. Das ist auch angemessen,  außer es ist Wochenende. Somit signalisieren Sie, dass Sie die Email erhalten haben. Ich nehme mir bei bestimmten Anfragen auch gerne länger Zeit, um darauf ausführlich zu antworten und teile das meinem Gesprächspartner oder Emailkontakt mit einem festen Datum mit. Verständnis hat auch viel mit der Art unserer Gesamtkommunikation zu tun.

Meine Frage: Wo haben Sie sich das letzte Mal so richtig über mangelndes Verständnis geärgert?

Wussten Sie eigentlich, dass viele „Knigge-Regeln“ heutzutage nicht mehr up to date sind? Was ist bei Ihnen noch hängen geblieben oder wo möchten Sie einfach gerne wissen, ob das heute noch so gemacht wird?

Mein Seminar-Tipp für Februar: Am Sonntag, 26. Februar 2017 veranstalte ich auch wieder mein beliebtes offenes Knigge-Seminar „Erfolgsfaktor Umgangsformen“. Aktuell gibt es dazu noch 2 freie Plätze.

 

 

Warum ein sympathischer Auftritt zum guten Image gehört.

Warum ein sympathischer Auftritt zum guten Image gehört.

 „Sympathie ist der wichtigste Faktor jedes Schicksals. Sympathie ist Kraft.“ (Prentice Mulford)

Der 1. Eindruck zählt und dazu gehört auch ein sympathisches Auftreten. Ich habe dazu Michael Jagersbacher interviewt, dem Autor vom Buch „Der Sympathie-Code“.

michael-jagersbacher-foto-1024x1024Herr Jagersbacher, stellen Sie sich doch für meine Leser bitte kurz vor.

Ich bin studierter Erwachsenenbildner und Philosoph. Nach meiner universitären Karriere habe ich mich zum Fach-, Verhaltens- und Wirtschaftstrainer ausbilden lassen, um in den Trainingsbereich einzusteigen. Ich habe zur damaligen Zeit 40 Stunden in der Woche Kommunikationstraining durchgeführt für meine Klienten. Jede Woche hatte ich bis zu 50 unterschiedliche Trainingsteilnehmer und jede Woche musste eine neue Beziehung zu den Menschen aufgebaut werden, um gut arbeiten zu können. Deshalb war es sehr naheliegend, sich ab einem gewissen Punkt professionell mit dem Thema Sympathiegewinnung auseinander zu setzen.

Im Jahr 2012 habe ich gemeinsam mit meinem Freund und Geschäftspartner die Tres Hombres GmbH gegründet und meine Strategien in den Verkauf erfolgreich eingesetzt.

Seit 2015 bin ich selbständiger Redner, Autor, Trainer und Coach und bringe Menschen dazu, ihr Kommunikationsverhalten – vor allem sich selbst gegenüber – zu verbessern. Viele meiner Klienten sind UnternehmerInnen, die gerne meine Unterstützung in Anspruch nehmen, um ihrem Business das besondere Etwas zu verleihen.

Meine neueste Arbeiten beschäftigen sich sehr stark mit dem Thema Selbständigkeit und dem Thema der individuellen Profilbildung. Dabei geht es mir um die Ausgestaltung einer inneren Balance zwischen Sympathie und Dominanz, um den eigenen Erfolgsgrad nach oben zu schrauben.

Wenn man Sympathiegewinnung und Profilbildung sportlich betrachtet, dann ist Sympathie der 100-Meter-Sprint und Profilbildung der Marathon. Erfolgreich ist man, wenn man das Tempo gut dosiert einsetzt.

Anmerkung JKP: Sie haben einen sehr spannenden Werdegang und Ihr Lächeln auf dem Bild zeigt 100% Sympathie.

Oft höre ich Sätze wie „Der ist mir sympathisch!“ -Was ist denn Sympathie überhaupt?

Dieser Satz kann erst formuliert werden, wenn Sympathie bewusst wird. Der Entstehungsprozess jedoch passiert unbewusst in Bruchteilen von Sekunden. Forschungen gehen von 0,1 Sekunden bis 10 Sekunden aus. Welchen Wert man auch immer nimmt, Sie haben sehr wenig Zeit, die Basis für Sympathie zu erschaffen.

Im Laufe des Gesprächs tendieren wir dazu, den ersten Eindruck zu verstärken. Sprich – wirken Sie, aus welchem Grund auch immer, unsympathisch, wird Ihr Gegenüber die Realität so filtern, dass Bestätigung erfolgen kann.

Sympathie kann man mit Vertrautheit, emotionaler Näher oder manchmal sogar mit Liebe übersetzen. Eine machtvolle Komponente in jeder Gesprächssituation.

Anmerkung JKP: Vielen Dank für die gute Erklärung, das gefällt mir sehr.

Zum guten Ton und zu einem guten Image gehört ja auch eine gewisse Sympathie, denn ich kann noch so gut sein, wenn mir niemand vertraut. Warum ist Sympathie Ihrer Meinung nach so wichtig, gerade in der heutigen schnellen Zeit.

Sympathien zu generieren ist deshalb wichtig, egal ob im Business oder im Privatleben, weil das Beziehungsklima positiv beeinflusst wird. Stellen Sie sich vor, Sie haben keinen guten Draht zum Gegenüber, dann werden Sie dauernd nach Aspekten beim Gesprächspartner suchen, welche genau diese vorgefasste Meinung bestätigen. Das ist in einem normalen Gespräch vielleicht nicht weiter wichtig, wenn Sie jedoch ein eigenes Business betreiben und Sie von Verkäufen abhängig sind, schaut die Welt ganz anders aus.

Ich gehe sogar soweit und sage, dass Ihre Fähigkeit der Sympathiegewinnung DER entscheidende Faktor für Ihren geschäftlichen Erfolg ist. Sympathie impliziert Vertrauen – die Basis, auf welcher Sie Geschäfte machen wollen.

Gibt es einen Unterschied wie Männer und Frauen Sympathie leben und einsetzen?

Im Grunde sind unsere Präferenzen, was Sympathie betrifft recht ähnlich. Ich weiß, dass jetzt der eine oder andere Leser anmerken wird, dass Sympathie ein zutiefst individuelles Gefühl ist. Stimmt zu einem Teil. Wir werden natürlich durch unsere Erfahrungen geprägt. Jedoch auch unser evolutionäres Gedächtnis spielt eine Rolle. DARAUF haben Sie Einfluss. Versuchen Sie, nicht als Bedrohung wahrgenommen zu werden und setzen Sie sich mit kommunikativen Statusspielen auseinander.

Die Ausübung der Kommunikation oftmals sehr verschieden. Frauen sind in der Tendenz gewohnt, einen niedrigeren Status einzusetzen. Sie agieren oftmals zurückhaltender als Männer, die in der Regel mehr Dominanz an den Tag legen.

Wichtig wäre eine Mischung aus beiden Komponenten. Meine zukünftige Arbeit im Bereich der Profilbildung wird sich genau mit der richtigen Mischung von Sympathie und Dominanz auseinandersetzen. Denn was nützt es, wenn Sie sympathisch sind, sich diese jedoch durch Zurückhaltung und Niederlagen erkaufen?

Was sind die 3 größten Sympathiefehler im Umgang mit anderen Menschen?

Ich habe dazu einen interessanten Blogartikel geschrieben: Die Anleitung zum Unsympathisch-Sein. http://www.michael-jagersbacher.at/anleitung-zum-unsympathischsein/

Die allerwichtigsten Tipps: Versuchen Sie nicht über positive Merkmale allein Sympathien zu wecken. Verstellen Sie sich auf gar keinen Fall, nur um dem Gegenüber sympathisch zu erscheinen – Menschen haben sehr feine Antennen dafür.

Der absolut größte Fehler – Menschen nehmen sich im Regelfall zu Ernst. Sympathiegewinnung funktioniert auch über eine gewisse Dosis Humor.

Warum kommen Ihrer Meinung Akademiker oder Nachwuchsführungskräfte durch den Sympathie-Code im Berufsleben weiter.

Sie lernen, zu allererst, wie wichtig der Faktor der Sympathiegewinnung für den eigenen Erfolg ist. Darüber hinaus erhalten sie Einblicke, wie Personen der Öffentlichkeit strategisch im Beziehungsaufbau vorgehen.

Meine Erfahrung mit tausenden von Trainingsteilnehmern und Coachingklienten wird so aufbereitet, dass jeder sein individuelles Sympathieportfolio zusammenstellen kann und das volle Potenzial für jede berufliche Situation zusammenstellen kann

Sie hatten in Ihren Seminaren schon sehr viele Teilnehmer. Was ist denn die größte Herausforderung die wir oft haben im Umgang mit anderen?

Sympathie hat ja auch sehr viel mit der inneren Einstellung zu tun? Können Sie im deutschsprachigen Raum feststellen, dass die Menschen Sympathie unterschiedlich interpretieren?

Die Interpretation ist definitiv unterschiedlich. Jeder von uns hat unterschiedlichste Erfahrung mit tausenden von Menschen gemacht. Doch, was ich zu bedenken gebe – diese Interpretationen passieren erst lange Zeit nach Vollendung des Sympathieprozesses. Da ist schon alles gelaufen – in die eine oder andere Richtung.

Extrem wichtig ist, dass Sie selbst sich sympathisch finden. Das bedeutet nicht, dass Sie fehlerfrei sein müssen, im Gegenteil. Ähnlichkeiten und Vertrautheit erschaffen Sie über das strategische Einsetzen von eigenen Fehlern/Fehlbarkeiten in den Kommunikationsakt. Achtung: Die Dosis macht das Gift! Da besteht bei meinen Coachingklienten oftmals Nachschärfungsbedarf. An diesem Punkt entscheidet es sich, ob Sie sympathisch wahrgenommen werden oder als Witzfigur enden.

Anmerkung JKP (Knigge-Trainerin): Das gleiche gilt nämlich auch für die Umgangsformen, auch hier fängt es mit der inneren Einstellung zu sich selbst und zu anderen an.

Haben Sie für meine Leser 2-3 wertvolle Tipps parat, wie Sie lernen können, sympathischer zu wirken?

Sehen Sie sich ihr Leben aus sympathischer Perspektive an. Welche Elemente finden Sie sympathisch an sich? Fragen Sie Ihr Umfeld, was es an Ihnen schätzt. Achten Sie auf Ihre Fehler, Auffälligkeiten, Niederlagen, Besonderheiten. Wie kann man diese sympathisch in die eigene Kommunikation einbauen?

Beschäftigen Sie sich mit der Wirkung von Körpersprache. Vor allem aus der Sicht des sozialen Status. Es werden sich neue kommunikative Welten für Sie auftun.

Anmerkung Spezialistin für Image-Marketing: Körpersprache ist sehr wichtig, ich rate meinen Kunden auch immer, sich mit dem Thema intensiver zu beschäftigen.

Was machen Sie selbst am liebsten, wenn Sie vielleicht gerade schlechte Laune haben und trotzdem sympathisch wirken möchten?

Gute Frage. Ich hatte vor meinen Kommunikationstrainings oftmals schlechte Laune – kennen Sie vielleicht aus Ihrem eigenen Leben. Ich habe damals Haus gebaut, mein Sohn war auf die Welt gekommen und Schlafen war nicht sein Ding. Da fällt es manchmal schwer, Motivation aufzubauen.

Ich habe sehr viel über Körpersprache geschafft. Ich habe meine Körpersprache so angepasst, dass ich mich glücklicher fühle. Statt den Kopf gesenkt zu halten, hielt ich ihn bewusst in die Höhe. Ich stieg keine Treppen, ich hüpfte über sie. Mit dieser Energie ging es dann ins Training und so konnte ich auch wieder sympathisch überzeugen. Gewusst wie!

51ytxoasmol-_sx312_bo1204203200_Wer mehr zum Thema Sympathie erfahren möchte, dem kann ich das Buch „Der Sympathie-Code“ empfehlen. Das habe ich auch gelesen und das ist sehr empfehlenswert.

Janine Katharina Pötsch: Vielen Dank für das klasse Interview Herr Jagersbacher.

Michael Jagersbacher: Das war mir ein Vergnügen Frau Pötsch. Ich habe zu danken.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wein meets Knigge – was sind die wichtigsten Weinregeln?

Wein meets Knigge – was sind die wichtigsten Weinregeln?

Als Weinliebhaberin habe ich natürlich schon den ein oder anderen Weinkurs besucht. Schließlich möchte ich meinen Kunden in meinen Knigge-Seminaren auch wertvolle Tipps zum Thema Wein mit auf dem Weg geben.

Damit auch Sie lieber Leser mehr zum Thema Wein erfahren, habe ich ein tolles Interview mit dem Inhaber der Eurowine-Education in München, Andrea Vestri geführt. Die Eurowine Education ist überings eine zertifizierte Sommerlierschule in München.

Weinschule 54Herr Vestri, wie sind Sie zu Ihrer Berufung gekommen? Was ist das Schöne an Ihrer Arbeit mit Weinen?

Ich habe 13 Jahre ein französisches Restaurant in München geführt. Meine Begeisterung für Wein hat sich dort bereits gezeigt. Ausgebaut habe ich diese Begeisterung dann über meine damaligen Geschäftspartner und den Sommelier Jean Jacques Marcel. Heute ist er mein Kollege und auch Dozent an der Sommerlier-Schule.

In den vielen Jahren haben wir im Restaurant zusammen unzählige Weinseminare veranstaltet. Dabei ging es um alle Weingebiete und Rebsorten – nicht nur um Frankreich oder Italien. Und das intensivierte in mir das Bedürfnis so viel wie möglich über Wein kennenzulernen.

Schlüsselerlebnis war, als ich für drei Monaten bei einem Winzer in Bordeaux gearbeitet habe. Ab diesem Zeitpunkt war der Wein nicht nur das was in der Flasche ist – sondern ich habe angefangen ihn als Gesamtheit zu begreifen: Von der Arbeit des Winzers, über die Kellertechniken, den Weinberg, und alles was dazu gehört um Wein herzustellen.

Anmerkung Knigge-Expertin: Wow, das ist echt spannend Ihre Vita. In Bordeaux habe ich überings auch mal bei einer Weinverköstigung im Rahmen meines Französischkurses. Ich bin ja ein bekennender Frankreich-Fan.

Warum gehört eine gewisse Weinkenntnis zum Image dazu?

Wein wird immer wichtiger im täglichen Umgang und daher wird es auch wichtiger sich darüber unterhalten zu können. Bei vielen Essen wird sehr oft über Weine allgemein oder über den, den man gerade verköstigt geredet. Ein berühmter Bankmanager, der auch die Ausbildung bei uns absolviert hat, sagte mir vor kurzem: “Andrea, vor zwanzig Jahren war in den höheren Managerkreisen das Hauptargument das Golfen, heute unterhält man sich über Wein“. Auf diesem Prinzip basiert die Ausbildung in unserer Schule: “Über Wein reden können“!

Mir fällt immer wieder auf, dass Menschen doch im Supermarkt eher zu günstigen Weinen greifen und im Restaurant dann doch mehr bezahlen. Welche Empfehlung haben Sie für meine Leser parat, um einen guten Einstiegswein für zu Hause zu wählen?

Es stimmt. Die meisten kümmern sich im Restaurant, Cafe, der Pizzeria oder im Wirtshaus nicht groß für ein 0,2 Glas zwischen 5,50 und 10,00 € zu bezahlen – vorallem wenn man bedenkt, dass der durchschnittliche Preis pro Flasche in Deutschland bei nur € 2,80 liegt!!! Unglaublich aber wahr.

Wir empfehlen Weine ab € 5,00 – 7,00, wenn sie aus Europa kommen. Überseeweine eher ab € 8,00 -10,00. Dadurch würdigt man die Arbeit und Risiken des Winzers. Das ist auch ein wichtiger Faktor unserer Schule: Wir wollen die Teilnehmer sensibilisieren für die Produktion-, Risiko- &Transportkosten einer Flasche Wein.

Weinschule 102Sie führen die Wein & Sommelier-Schule “European Wine Education“ in München. Was unterscheidet Ihre Schule von anderen? Welchen besonderen Nutzen haben Teilnehmer, die zu Ihnen ins Seminar kommen?

Im Grunde genommen sind alle Schulen mehr oder weniger gleich gestellt. Bei manchen ist die Ausbildung ein Fulltime Job, bei uns ist sie berufsbegleitend und kostet weniger. Wir kennen aber trotzdem kein Pardon, denn die Ausbildung ist anspruchsvoll und fordert Einsatz und Durchhaltevermögen.

Unsere Schule ist die Einzige, die man ohne Vorkenntnisse oder Gastronomieerfahrung besuchen darf.

Mit unserer ISO-zertifizierten Sommelier-Ausbildung können sich die Absolventen in der gehobenen Gastronomie und im Handel bewerben, die Karte ihrer eigenen Gastronomie mit ihrem Weinwissen verbessern, die eigenen Gäste besser beraten oder sich im Wein-Umfeld selbständig machen und und und… und das natürlich überall auf der Welt. Selbstverständlich ist eine Ausbildung immer von Vorteil, auch wenn man nicht unbedingt in der gehobenen Gastronomie arbeitet oder arbeiten möchte. Sie sichert den AbsolventInnen bessere Karrierechancen.

Und wie schon erwähnt, danach können alle über Wein reden.

Anmerkung Knigge-Expertin: Ein wenig Wenigkenntnisse sind im Business wirklich wichtig, gerade wenn es um die internationale Karriereleiter geht.

Was sind Ihrer Meinung nach die besten Weinanbaugebiete in Europa?

„Probiert und verköstigt alle Weine der Welt! Es wird sich garantiert lohnen!“

Die Weinwelt ist unglaublich groß – Böden, Klima, Jahrgänge, Rebsorten, kulturelle Traditionen, neue Trends, die Handschriften der Winzer und vieles mehr machen das Thema Wein zu einem „Fass ohne Boden“. Um ein guter Sommelier zu sein, ist es sehr ratsam, gute Kenntnisse über alle Weinbaugebiete Europas und Übersee zu besitzen.

Einige unserer Schüler waren nach oder während der Ausbildung zum Arbeiten auf einem Weingut. Dazu raten wir allen, die ernsthaft in der Weinwelt Fuß fassen wollen, und unterstützen auch bei der Vermittlung. Auch die vielfältigen öffentlichen Verkostungen sind eine gute Möglichkeit, sich fortzubilden und die Sinne weiter zu trainieren.

Anmerkung Knigge-Expertin: Das ist wirklich klasse und ist sicherlich auch einzigartig für Weinschulen. Das möchte ich auch noch gerne machen, ein paar Tage bei einem Winzer vor Ort dessen Arbeit näher kennenlernen.

Inzwischen hat auch der deutsche Wein international einen sehr guten Ruf? Welche Weinsorten aus Deutschland sollten wir unbedingt kennen oder ausprobiert haben?

60% der besten Rieslinge stammen aus Deutschland. Typische deutsche Rebsorten wie: Silvaner, Scheurebe, alle Burgundersorten, etc. zählen heutzutage zu den besten Weine überhaupt. Ich als Toskaner kann mich für deutsche Weine immer wieder begeistern – sowohl Weiße als auch Rote.

Was war Ihr schönstes Wein-Genuss-Erlebnis?

Schwierig zu beantworten. Wenn man sich ein wenig auskennt, dann greift man sehr selten zu einem Nicht-Genuss.

Welches Grundwissen zum Wein sollte jeder haben?

Man sollte eine gute (Wissens-)Grundlage haben. Die Leute sollten schon wissen, worüber sie reden. Aber am wichtigsten ist die Begeisterung. Wenn man sich für das Thema begeistert, dann fällt es allen leichter sich ein Grundwissen anzueignen und dieses auszubauen.

Weinschule 68Ich bin ja selbst Knigge-Trainerin und habe selbst schon ein Wein-Seminar besucht. Verraten Sie meinen Lesern noch ein paar Tipps zum Thema Wein-Knigge im Restaurant. Welche geheimen Regeln sollten nicht zum Fauxpas werden?

Die wichtigste Regel, die wir beibringen ist Bescheidenheit.

Der Laie, der sich gar nicht oder wenig auskennt, sollte sich den Wein vom Sommelier oder Kellner empfehlen lassen. Nicht herum prahlen sonst riskiert man sich zu blamieren.

Dann das Weinglas am Stiel halten und nicht am Kelch. Die leere Weißwein Flasche niemals kopfunter in den Eiskübel zurückstellen. Das ist so das Wichtigste.

Anmerkung Knigge-Expertin: Das sage ich meinen Kunden auch immer. Dieser kleine Fauxpas passiert leider sehr vielen Menschen.

Sie sind ja Italiener? Haben Sie beim Wein-Genuss auch Unterschiede zwischen Italienern und und Deutschen feststellen können?

Ja, und zwar, dass die Deutschen immer mehr echte Genießer und Kenner werden.

Als Gastronom habe ich oft festgestellt, dass viele deutsche Gäste mit fremden Ess- und Trinkkulturen sehr offen umgehen – besonders was Italien und Frankreich angeht. Dafür sind sie noch eher skeptisch was Ihre eigene Weinkultur betrifft. Bei Italienern hört man inzwischen immer öfter, dass die Deutschen heute auch gute Weine machen.

 

 

 

Wie Sie sich stilvoll beim Business-Lunch oder Business-Dinner präsentieren

Wie Sie sich stilvoll beim Business-Lunch oder Business-Dinner präsentieren

37779123 - team at business lunch meeting in restaurant eating and drinking in celebration of good work together, food and drink on the table in background

37779123 – team at business lunch meeting in restaurant eating and drinking in celebration of good work together, food and drink on the table in background

Ein Geschäftsessen dient zur allgemeinen Kontaktaufnahme und kann auch zu einem gewünschten und erfolgreichen Geschäftsabschluss führen. Wenn da nicht die kleinen berühmten Fettnäpfchen wären

Was sind eigentlich Tischmanieren?
Tischmanieren sind sinnvolle „Spielregeln“ am Tisch, die uns unterstützen, eine lockere und entspannte Atmosphäre mit Wohlfühlcharakter zu schaffen. Sie sind nichts Steifes und sollten auf keinen Fall eingeübt wirken. Denn dann sind Sie alles andere als authentisches. Selbst wenn Ihnen ein kleiner Ooops-Moment passiert, nehmen Sie es einfach locker und mit Humor.

„Humor ist eines der besten Kleidungsstücke, die man in der Gesellschaft tragen kann.“ (Shakespeare)

Heute möchte ich Ihnen meine besten Tipps verraten, damit auch Ihr nächster Geschäftstermin erfolgreich wird.

Tipp Nr. 1 „Kleider machen Leute“

Das gilt auch im Restaurant oder auf Businesstreffen. Wertschätzen Sie den Anlass, die Einladung und Ihr Gegenüber. Passen Sie Ihre Kleidung an die Lokalität, den Erwartungen Ihres potenziellen Kunden sowie Ihre eigenen Ziele an.

In einem gehobenen Restaurant sollten Sie als Mann unbedingt einen Anzug mit Krawatte tragen und als Dame ein schönes Kostüm, ein elegantes Kleid oder einen Hosenanzug. Im Biergarten darf es auch etwas lockerer sein. Dennoch sollte Ihr Outfit Ihre Position unterstreichen.

Tipp Nr. 2 „Pünktlichkeit ist die Tugend der Könige“

Seien Sie weder zu früh noch zu spät da. Mein Tipp: 10 Minuten früher da sein ist vollkommen ok. Planen Sie genügend Zeit für die Anfahrt ein und kalkulieren Sie auch die Parkplatzsuche vor Ort mit ein. Zeit ist Geld und sie entwerten durch so einen kleinen Fauxpas schnell den guten 1. Eindruck, den sie hinterlassen haben.

Tipp Nr. 3 „Vorstellen und bekannt machen“

Es ist in der Regel die Aufgabe des Gastgebers, die Gäste mit einander bekannt zu machen. Wenn Sie sich zu zweit oder zu dritt treffen, erfährt immer zuerst die Ranghöchste den Namen der anderen Person. Stellen Sie sich korrekt mit Vor- und Nachnamen vor und nutzen Sie die Kunst des Elevator-Pitch, um Ihr Gegenüber auf sich aufmerksam zu machen. Sagen Sie ihm kurz und knapp, welche Lösungen Sie für andere parat haben.

Tipp Nr. 4 „Die richtige Haltung bei Tisch“

Viele Menschen haben es leider verlernt, korrekt am Tisch zu sitzen. Mein Tipp: „Anspannung“ mit einem geraden Rücken während des Essen und „Entspannung“ wenn Sie eine Pause einlegen. Das Besteck geht beim Essen zum Mund und nicht der Mund zum essen. Achten Sie bitte auch darauf, dass Sie die Sitzfläche des Stuhls vollkommen ausnutzen und die Ellenbogen nicht am Tisch abstützen.

Tipp Nr. 5 „Tischordnung ja oder nein?“

In einer kleinen Runde brauchen Sie keine Tischordnung. Hier gilt, dass der oder die Ehrengäste in der Nähe des Gastgebers oder des Gastgeberpaares sitzen. Der weibliche Ehrengast sitzt hier recht neben dem Gastgeber und der männliche Ehrensitz sitzt ebenfalls gegenüber rechts neben der Gastgeberin.

Ab mehr als 12 Personen empfiehlt sich eine Tischordnung. Achten Sie darauf, dass sie die Gäste so platzieren, dass möglichst jede Dame einen Tischherrn hat und die Möglichkeiten zum Austausch und angenehmen Gesprächen gegeben ist.

Tipp Nr. 6 „Die Willkommensrede“

Nachdem alle Gäste da sind, empfehle ich Ihnen als Gastgeber den Abend, den Lunch oder das Büffet zu eröffnen. Hier unterscheiden wir zwischen à la Carte Situation und Büffet-Situation. Beim Büffet eröffnen Sie vorher. Beim Menü à la Carte können Sie vor der Bestellung oder nach der Vorspeise eine kleine Rede halten. Zwischen den Gängen sollten Sie keine Reden einplanen.

Tipp Nr. 7 „Startzeichen beachten“

Selbst wenn Sie sehr hungrig sind, warten Sie unbedingt, bis der Häuptling – also der Gastgeber das Mahl eröffnet. Er nimmt dazu das Besteck auf, schaut seine Gäste an, lächelt und nickt kurz, um das Essen zu eröffnen.

Beim Business wünschen sich die Gäste keinen „Guten Appetit“. Das können Sie zu Hause machen oder wenn Sie Ihr Gegenüber schon länger und besser kennen.

Tipp Nr. 8 „Die gepflegte Konversation bei Tisch“

Small Talk fällt leider immer noch vielen Menschen schwer. Wenn Sie nur „steif“ am Tisch sitzen und den Mund nicht aufbekommen, ist leider das schönste Essen dahin. Plaudern Sie einfach locker und entspannt, versuchen Sie gemeinsame Themen zu finden und interessieren Sie sich für Ihr Gegenüber. Eine gesunden Balance von reden und aktiven echten zuhören erleichtert Ihnen vieles.

Gute Themen sind das Wetter, die Lokation, der Kontakt zum Gastgeber, Hobbys, Reisen, Urlaub, Kulturelle Dinge, Berichte aus der Heimat, Anreise und Unterkunft.

Mein Tipp: Vermeiden Sie Themen wie Geld, Politik, Ehekrisen, Religion, Diäten, Lebensmittelskandale, Krankheiten, Klatsch und Tratsch oder allgemeines Lästern.

Tipp Nr. 9 „Den richtigen Zeitpunkt zum Aufbruch wählen“

Der Gastgeber bestimmt in der Regel, wann der Abend beendet ist. Sie als Gast dürfen natürlich auch schon früher gehen, wenn Sie noch weiter fahren müssen. Bleibe Sie auf jeden Fall 15 Minuten nach dem Dessert.

Kalkulieren Sie für Einladungen zum Frühstück, Lunch, Mittag oder Kaffee 1-1,5 Stunden Zeit zum Austausch und zum Gespräch ein.

Für ein Business Dinner sollten Sie auf jeden Fall 2,5-4 Stunden Zeit einplanen. Das kommt auch auf den Anlass, Ihren Gegenüber und das Land an.

Tipp Nr. 10 „In der Ruhe liegt die Kraft“

Bedanken Sie sich zeitnah für die Einladung und erwarten Sie nicht, dass Ihr Gegenüber sofort sein „Ja“ zu Ihrem Angebot abgibt. Auch im Business gilt: Beziehungsaufbau und Pflege braucht Vertrauen.

Geben Sie Ihrem Gegenüber weitere Tipps, wenn Sie wissen, dass er unbedingt ein Problem lösen muss und zeigen Sie ihm, dass genau Sie der richtige Experte dafür sind.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim umsetzen meiner Tipps. Haben Sie Interesse als Gast an meinem nächsten  moderierten Knigge Dinner teilzunehmen? Der nächste Termin findet bereits im Oktober statt.

Bildquelle: kzenon / 123RF Lizenzfreie Bilder

Die 6 größten Fehler in der Besteckführung

Die 6 größten Fehler in der Besteckführung

happy valentine's!Gehen Sie auch so gerne stilvoll essen wie ich? Sicherlich ärgern Sie sich öfter über die Sitten Ihrer Tischnachbarn. Unbewusst üben wir jedoch häufig selbst den ein oder anderen Fehler in der Besteckführung aus.

Heute lernen Sie die häufigsten Fehler in der Besteckführung kennen.

Fehler Nr. 1: Der Tellerrand-Fehler

Das Besteck wird mit den Griffen rechts und links schräg am Tellerrand abgelegt. Ich sage dazu immer „Ameisen-Brücken“ bauen. Dabei kann auch Soße vom Messer kleckern oder es können andere kleine Fauxpas passieren.

Mein Tipp: Einmal aufgenommenes Besteck berührt nie wieder die Tischkante. Sie können das Besteck zur Tellermitte zeigend ablegen. Falls genügend Platz auf dem Teller ist, können Sie das Besteck auch leicht überkreuzt ablegen.

Fehler Nr. 2: Der Griff-Fehler

Die Gabel und das Messer werden häufig so weit unten angefasst, dass das schneiden sehr schwer ist. Die Besteckhaltung sieht hier eher aus, als ob wir uns mit Gartenwerkzeugen beschäftigen.

Mein Tipp: Halten Sie das Besteck oben an den Griffen fest. Die Gabel sollte beim schneiden im Handgelenk sitzen und der Zeigefinger übt leicht Kraft aus.

Fehler Nr. 3: Der Geräusch-Fehler

Wie oft sehe und höre ich das, wenn das Messer zum schieben von Essen benutzt wird. Das verursacht leider sehr laute und oft ungenießbare Geräusche. Das Messer ist kein Schieber. Es wird auch nicht zum zusammenkratzen von Speisen genommen.

Mein Tipp: Nutzen Sie das Messer als Brücke – also als Gegenhalter einer Speise zu Gabel. „Das Messer ist die Brücke und die Gabel schiebt“ – sage ich zu meinen Kunden immer in meinen Seminaren.

Fehler Nr. 4: Der Putzfehler

Putzaktionen auf dem Teller sehen echt nicht appetitlich aus. Das können Sie ganz gemütlich zu Hause machen. Im Restaurant oder wenn Sie in Gesellschaft sind, wo der 1. Eindruck zählt, sollten Sie das besser bleiben lassen.

Mein Tipp: Das Messer müssen Sie im Restaurant nicht säubern, das erledigt getrotzt die Spülmaschine.

Fehler Nr. 5: Der Schleck-Fehler

Leider sehe ich das immer wieder, dass einige Menschen in der Öffentlichkeit Ihr Messer mit Soße genussvoll ablecken. Hier geht es aber nicht darum, zu zeigen wie Sie auch genussvoll das Eis „Ed von Schleck“ verspeisen können, sondern um Ihre innere Einstellung zum Thema Tischmanieren.

Mein Tipp: Denken Sie immer daran, dass Sie eines Tages vielleicht auch ein sehr scharfen Messer haben können und sich damit auch schneiden können.

Fehler Nr. 6: Der Gestikulier-Fehler

Stilvoller Small Talk beim Essen ist gerne gesehen. Einige Menschen nutzen das Besteck jedoch gerne, um Ihre Mimik und Gestik damit auszudrücken. Das sieht oft wie eine Drohgebärde aus.

Mein Tipp: Wenn Sie gerne wie ich mit den Händen Ihre Worten umrahmen, achten Sie bitte darauf, dass Sie das Besteck vor dem sprechen ablegen.

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PS: Möchten Sie mehr zum Thema „Tischsitten oder Tischkultur und moderne Umgangsformen“ wissen, dann melden Sie sich doch einfach bei meinem nächsten Knigge-Seminar an.