Pflegen Sie Ihr Ruf im Internet

Pflegen Sie Ihr Ruf im Internet

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Social Media

 

„Wie Du kommst gegangen, so wirst Du auch empfangen.“

Soziale Medien sind einfach beliebt und erleichtern den schnellen Austausch.  Jedoch lauern hier auch einige Fauxpas, die im Berufsleben nicht so gut ankommen.

Im heutigen Blogbeitrag lernen Sie den 10  wichtigsten Netikette-Regeln für die gekonnte Wirkung und die stilvolle Präsenz im Bereich Social Media kennen.

 

 

1. Der 1. Eindruck zählt – bleiben Sie authentisch

Egal, ob Sie jemanden persönlich treffen oder sich im Internet über eine Person informieren – mit einem sympathischen 1. Eindruck, mit dem Sie sich in allen Netzwerken authentisch präsentieren, haben Sie bereits gewonnen.

Achten Sie darauf, dass Sie in allen Netzwerken, in denen Sie kommunizieren, die gleichen oder ähnliche Bilder verwenden. Das erhöht auch den Wiedererkennungswert für sich als Marke „Ich“.

Gerade beim beruflichen Business-Auftritt gilt: das Bild, welches Sie im Internet von sich präsentieren, sollte auch zu Ihrer Berufung passen. Stellen Sie also ein aktuelles und ansprechendes Foto von sich ein.

Meine Empfehlung: Nutzen Sie keine privaten Schnappschüsse – ein professionelles Bild von einem guten Fotografen kostet zwar Geld, erhöht jedoch Ihre Chancen für gute Kontakte.

2. Ihr guter Ruf im Netz  – achten Sie auf die Auswahl Ihrer Kontakte

Versenden Sie niemals lose Kontaktanfragen ohne nähere Erläuterung. Die Person, die Sie anschreiben möchte schon gerne wissen, warum sie mit ihr in Kontakt treten wollen. Die Netiquette Regeln von Höflichkeit und Wertschätzung gelten auch im Social Media.

Stellen Sie sich bei potenziellen Kontaktanfragen im Internet immer die Fragen:

  • Warum will ich mit der Person Kontakt aufnehmen?
  • Was verspreche ich mir von dem Kontakt mit der Person?

Treten Sie gerade bei Facebook nur mit Personen in Kontakt, die Sie wirklich kennen. Ein schlechter Ruf einer anderen Person in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis im Netz kann schnell zu einem eigenen schlechten Ruf führen.

3. Der Ton macht die Musik – bleiben Sie auch im Netz höflich

Achten Sie bei der schnellen Kommunikation im Social Media auf einen wertschätzenden Umgang miteinander. Bedenken Sie auch, dass eine taktlose Bemerkung oder ein dummer Witz schnell die Runde machen kann.

Sollten Sie sich über Kommentare auf Ihrer Profilseite ärgern, können Sie diese kommentarlos löschen . Ich mache das überings auch immer so. Lassen Sie sich nicht provozieren. Gegenangriffe à la „Ich zahle Dir das mit gleicher Münze heim“ kommen ebenfalls nicht gut an. Antworten Sie hier mit Humor und bleiben Sie höflich. Manchmal schreiben Menschen aus der Emotion heraus etwas Dummes, was sie hinterher wieder bereuen.

Mein Tipp: Blockieren Sie „Trolle“, die soziale Netzwerke nur nutzen, um Leute zu ärgern, Kommunikation auf destruktive Weise zu behindern oder Menschen in Misskredit bringen wollen, sofort. Schlechte Energie, Neid oder Missgunst braucht niemand. Menschen, die uns bereichern und Wissen teilen, sind mir persönlich einfach lieber.

4. Ihr gutes Image zählt – vermeiden Sie Klatsch und Tratsch im Internet

Überprüfen Sie genau, wie viel Privates Sie wann und wo posten und was sie von sich preis geben wollen. Digitale Spuren sind in der Regel langfristig gespeichert und oftmals schwer wieder aus dem Netz zu bekommen. Das Internet vergisst in der Regel nichts. Denn die Gratis Mitgliedschaft in den sozialen Netzwerken wie z.B. bei Facebook kostet sie auch etwas. Die Gegenleistung sind Ihren persönlichen Daten und damit auch Ihr guten Ruf.

Viele Unternehmen nutzen die Business-Netzwerke aktiv zur Personalsuche. Peinliche Partyfotos oder unangemessene Texte in Foren oder Blogs können Sie schnell zum No-Go Kandidaten werden lassen.

Beteiligen Sie sich daher nicht an Endlos-Diskussionen, die gerade bei politischen Themen vorherrschen und posten Sie auch keine abwertenden Inhalte.

Belästigen Sie Ihre Netzwerkfreunde vor allen nicht mit aufdringlicher Eigenwerbung oder mit nervenden Spielanfragen.

In Business Netzwerken sind hochwertige Inhalte mit Tipps aus Ihrer Branche oder Empfehlungen von Netzwerkpartnern immer gerne gesehen.

5. Der höflich Umgang – taktvoll Duzen und Siezen und Guten Tag statt Hallo

Das kenne ich aus eigener Erfahrung sehr gut. Gerade bei XING passiert es häufig, dass ich schnell geduzt werde oder mit „Hallo Frau Pötsch“ angesprochen werde. Dabei kenne ich die Person, die mit mir in Kontakt treten wollen, oft nicht. Überings steht in meinem Profil auch, dass ich Knigge Trainerin bin. Ein schnelles „Du“ kommt in Business Netzwerken nicht gut an. Bleiben Sie stets beim „Sie“ und wechseln Sie erst zum „Du“, wenn der Ranghöhere Ihnen das „Du“ anbietet.

Meine Empfehlung: : Nehmen Sie sich die Zeit, wertschätzend und stilvoll in Business-netzwerken wie XING und LinkedInzu kommunizieren. Sie verlieren sonst schnell potenzielle gute Kontakte.

Wenn Sie die Person bereits persönlich kennen und vorher schon beim „Du“ waren, dürfen Sie die Person auch gerne mit „Du“ anschreiben.

Für Facebook gilt meiner Meinung das Gleiche – natürlich hat das Netzwerk einen offeneneren und lebendigen Charakter denn es bietet Unterhaltung und jeder kann dort schnell lockere Kontakte zu vielen Menschen aufbauen. Dennoch finde ich, dass eine erste Kontaktanfrage und ein persönlicher Austausch auf der „Sie“ Ebene erfolgen sollte, sofern Sie die Person nicht persönlich kennen.

6.  Achtung Bilder – betreiben Sie sorgfältig Bildrecherche

Wenn Sie Bilder nutzen, z.B. bei einem Blogbeitrag, achten Sie darauf, dass es Ihre eigenen Bilder oder gekaufte Stockfotos (Fotolia, Stockphoto oder Co.) sind, welche Social-Media optimiert sind. Das kann Sie sonst schnell eine Abmahnung kosten.

Wenn Sie eigene Bilder nutzen, achten Sie auf den richtigen Bildinhalt und die Bildaussage, die zu Ihrer Persönlichkeit passt.

Bei Gruppenfotos gilt: fragen Sie die Personen vorher, ob die markiert werden möchten oder ob das Bild überhaupt im sozialen Netzwerk erscheinen darf. Ich empfehle Gruppenfotos eher nicht, denn oft schadet die Bildaussage doch in einem anderen Hintergrund.

Vereinbaren Sie für das online stellen von Bildern vom Fotografen unbedingt eine Einwilligung und ein Nutzungsrecht.

7. Die richtige Kontaktauswahl und Kontaktpflege betreiben

Wählen Sie Ihre Kontakte sorgfältig aus. Dazu zählt auch die sorgfältige Auswahl der Business-Netzwerke. XING und LinkedIn sind für den Austausch von beruflich interessanten Kontakten sehr gut geeignet. Ebenfalls kann hier durch gezielte Positionierung und dem Posten vieler interessanter Beiträge ein Expertenstatus aufgebaut werden.

Gerade bei privaten Netzwerken gilt: nutzen Sie hier niemals zwei Profile, denn das kann schnell Verwirrung stiften. Eine Privatseite und eine Fanseite ist jedoch etwas anderes.

Zur aktiven Kontaktpflege zählt auch, dass Sie einmal jährlich Ihre Kontakte durchgehen und prüfen, mit wem Sie überhaupt noch in Kontakt stehen. Tauschen Sie sich mit wichtigen Kontakten auch regelmäßig aus und treffen Sie sich auch persönlich.

„Tote“ Kontakte können Sie sowohl bei Facebook als auch im Business Netzwerken ohne Benachrichtigung löschen. Gute Netzwerkpflege kostet Zeit, bringt aber auf Dauer auch Erfolg.

Wenige gute und persönliche Kontakte sind wichtiger als ein unnötiges Aufblähen des Netzwerks.

8. Events in Social Media stilvoll nutzen

Die Netzwerke sind voll mit interessanten Einladungen zu Events, Seminaren und Fortbildungen. Denken Sie aber unbedingt daran, wenn Sie sich dort für einen Event anmelden, dass Sie Ihre Anmeldung auch noch einmal per Email rückbestätigen.

Der Veranstalter muss fest planen, und kurzfristige Anmeldungen bringen oft die Planung durcheinander.

Das gleiche gilt für Sie als Gastgeber, verschicken Sie neben der Werbefläche in den sozialen Netzwerken auch Einladungen per Email und bestätigen Sie deren Zusage noch einmal persönlich.

9. Die richtige Nutzung von Sicherheitseinstellungen und Suchmaschinen

Nutzen Sie gerade bei Facebook und den anderen privaten Netzwerken die Sicherheitseinstellungen. Sie können bei jedem neuen Beitrag entscheiden, ob er öffentlich oder nur für bestimmte Freunde oder nur für Sie privat sichtbar ist.

Entfernen Sie auch regelmäßig „Trolle“ oder Menschen, die nicht mehr zu Ihrem Lebensumfeld passen aus Ihrem Freundeskreis. Das ist der Lauf der Dinge.

Denken Sie immer auch an die langfristigen Konsequenzen. So schnell Inhalte auch geteilt oder gelikt werden können, achten Sie darauf, dass keine schnelle impulsiven oder emotionalen Einträge posten, die Ihnen selbst oder anderen schaden können.

Mein Tipp: Überprüfen Sie auch regelmäßig die Suchmaschinen und fordern Sie Nutzer oder Medien, welche unberechtige Beiträge über Sie verbreiten zur Löschung auf. Google hat inzwischen dafür auch ein Online Formular entwickelt.

10. Achten Sie auf eine korrekte Schreibweise und verwenden sie wenig Emoticons

Verzichten Sie auch beim Austausch von Nachrichten im sozialen Netzwerk auf Abkürzungen und Emoticons jeglicher Art, wenn Sie beruflich kommunizieren.

Überprüfen Sie Ihre geschäftliche Korrespondenz im Internet immer auf Grammatik und Orthografie. Sonst kann schnell der Eindruck entstehen, Sie wären nachlässig und nehmen den Netzwerk-Auftritt nicht ernst.

Gerade bei der Nutzung der Netzwerke auf mobilen Geräten können sich bei der Korrektur schnell Stilblüten einschleichen. Mein Tipp: Lesen Sie den Text vor dem Abschicken unbedingt noch einmal gründlich durch.

 

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Umsetzen meiner Tipps, denn Ihr guter Ruf trägt auch zu einem guten Image bei.

Haben Sie Interesse an einem persönlichen Imagecoaching? Ich freue mich auf Ihre Anfrage.

Herzlichst,

Ihre Janine Katharina Pötsch